Was ist dieses Jahr passiert und was kommt 2022 bei nachbelichtet?

nachbelichtet Jahresrückblick 2021: Bauarbeiten, Studio, Smarthome, Apple Silicon

Das Jahr 2021 klingt aus. Zeit für einen Rückblick auf die Beiträge, Projekte und Ereignisse bei nachbelichtet. Natürlich gibt es auch einen Ausblick auf kommende Themen.

Starten wir mich dem Unausweichlichen: Corona hat uns noch immer im Griff und veränderte die Art, wie wir unsere Zeit verbringen und wie wir uns verhalten. Ich habe letzte Woche meinen dritten Shot bekommen und mich an die Situation angepasst. So beknackt uns unsicher die Situation ist, man kann auch positives daraus ziehen und die zusätzliche Zeit sinnvoll nutzen. Zeit für Kreativität, Verbesserung und um neues zu lernen. Auch wenn ich in diesem Jahr 50 Jahre alt geworden bin, möchte ich immer wieder neue Dinge lernen – das ist mein Antrieb und es hält mich jung.

Schwerpunktthema: Smart Home und Home Assistant

Viel Zeit habe ich 2021 mit dem Thema Smart Home und speziell Home Assistant verbracht. Die Möglichkeiten sind einfach faszinierend und praktisch zugleich. Damit ist Home Assistant auch zu einem zentralen Bestandteil von nachbelichtet geworden und wird es auch weiterhin sein. Wer selbst mit Home Assistant starten möchte, findet in diesem Beitrag einige Tipps zur Auswahl der richtigen Hardware und Plattform. In unserem Haus übernimmt die Gebäudesteuerung von LCN Issendorff die grundlegenden Aufgaben und wir sind damit sehr zufrieden, weshalb es auch zu den Funktionen und Grundlagen des LCN Bus einen Beitrag gab. Es gab aber auch einen Beitrag, der darüber aufklärt, warum du vielleicht kein Smart Home haben solltest.

ESPHome Multisensor mit Display DIY

Ich habe gebastelt und Smart Home Geräte und Sensoren entworfen, die mit Home Assistant zusammenarbeiten, wie etwa diesen Multisensor auf Basis von ESPHome mit Display. Dieser erfasst nun die Temperaturen unserer Heizung und mit diesen Daten kann man den Verbrauch optimieren. Gerade das ist ja in diesem Jahr auch ein dringendes Thema geworden, denn die Energiepreise sind regelrecht explodiert. Strom, Gas und Kraftstoffe sind auf einem Allzeithoch, das sich im letzten Jahr kaum einer vorstellen konnte.

Apropos Strom: Unser Tesla Model 3 hat den ersten richtigen Winter hinter sich und im Februar berichtete ich über meine Erfahrungen mit dem Tesla im Winter. Zwar stiegen auch die Stromkosten, allerdings deutlich weniger, als die von Benzin und Diesel. Durch den geringen Verbrauch unseres Model 3, der im Jahresmittel bei 18,5 kWh/100 km liegt, wurde das Elektroauto damit noch attraktiver.

nachbelichtet Ton-Studio

Eines der ganz großen Projekte in diesem Jahr war die Planung und Umsetzung eines lange gehegten Traums: ein gut ausgestattetes, akustisch optimiertes und muggeliches Ton-Studio im Haus. Dafür standen nur gut 15 qm zur Verfügung, was die Einrichtung und die akustische Optimierung nicht einfach macht. Das Zentrum des neuen Studios bildet der ZAOR Studiotisch Miza 88 XL. ZAOR ist ein Hersteller, der sich auf Studiomöbel und Einrichtung spezialisiert hat und mit dem Miza 88 XL, zog eine ergonomische und durchdachte Lösung bei mir ein.

Das nachbelichtet-Studio – von einer Seite …

Damit ist es jedoch noch nicht getan, denn die besten Geräte, Mikrofone und Lautsprecher bringen nichts, wenn die Raumakustik nicht stimmt, was gerade in kleinen Räumen sehr oft der Fall ist. Einige Messungen zeigten die größten Probleme und zusammen mit den Raumakustikspezialisten von GIK Acoustics haben wir eine Lösung gefunden, die besser kaum sein könnte. Bassfallen in allen Ecken, sowie Absorber an Wänden und Decken sorgen für eine kontrollierte Umgebung, in der auch Sprachaufnahmen hervorragend klingen.

Ich habe für mich auch festgestellt, dass es nichts mehr bringt, sich den knappen Raum mit Hardware-Synthesizern vollzustellen. Aktuelle Plugins klingen ebenso gut und mit der richtigen Konfiguration, sind sie ebenso komfortabel wie kreativ nutzbar. Dazu habe ich diesen Beitrag geschrieben https://nachbelichtet.com/warum-hardware-synthesizer-nichts-fuer-mich-sind/

Neue Terrasse, Regenwasserzisterne und automatische Bewässerung

Kaum war das Studio fertig, ging es an ein noch größeres Projekt, das wir schön länger geplant hatten, denn unsere Terrasse, Einfahrt und Wege sollte neu gemacht werden. Trotz Handwerkermangels, haben wir eine tolle Truppe gefunden – Die Superwerker aus der Nachbarstadt Hof. Der Name war und ist Programm, denn wir hätten keine besseren Leute finden können und ab dem 12. Juli rollte der Bagger übers Grundstück.

Superwerker Hof - der Bagger rollt
Blick aus dem Homeoffice

Corona-bedingt waren wir im Homeoffice, was bei einem solchen Vorhaben auch optimal ist. Der alte Belag wurde ausgebaut, neuer Frostschutz und Split rein. Während der Bauarbeiten mussten wir einige Dinge umplanen und erweitern. Einen Bereich hinter dem Haus, den wir eigentlich belassen wollten, haben wir letztlich auch gleich machen lassen, schließlich waren Gerät und Leute ja schon da. Mit unseren Superwerkern war das auch überhaupt kein Problem und wir waren begeistert, welche Ideen sie eingebracht haben und wie schnell und unkompliziert Probleme gelöst wurden. Ein solches Problem war die Ableitung der Dachrinnen. Unser Haus wurde 1965 gebaut und es stellte sich heraus, dass die alten Tonrohre in der Erde marode waren. Also wurde diese ausgetauscht und wir kamen auf die Idee, auch gleich eine Regenwasserzisterne einzubauen.

Die Regenwasserzisterne

Also wurde eine 5.000 Liter Zisterne im Garten versenkt. Der Bagger war ja da. Mit der neuen Zisterne war auch klar, dass es eine automatische Gartenbewässerung geben würde. Also wurden Leerrohre durch das Grundstück verlegt, durch die man die HDPE-Rohre für eine Gartenbewässerung auch in den Vorgarten ziehen und ggf. auch einmal austauschen kann. Der Bagger war ja da …

Von der Zisterne sieht man nur noch die Deckel

Wenn mal etwas Leerlauf für den Bagger war, haben wir auch gleich noch ein wenig den Garten umgestaltet. Insgesamt wurden gut 200 qm wasserdurchlässiges Pflaster verlegt und wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Baustelle

Im kommenden Frühjahr geht es an die Fertigstellung der Bewässerung und die neuen Flächen müssen bepflanzt werden. Wir haben uns für das System von Gardena entschieden, da man hier praktisch in jedem Baumarkt auch schnell einmal ein Ersatzteil bekommt. Die Ventilbox ist gesetzt und die Gräben für die Rohre sind gegraben. Die Bewässerungssteuerung ist gerade in der Planung und wird ebenfalls auf Basis von ESPHome und Home Assistant funktionieren.

Startschuss für die Gartenbewässerung

Nachdem diverse ungeplante Dinge hinzugekommen sind, waren die Bauarbeiten im September so weit abgeschlossen. Der Bagger war nicht mehr da 🙂

Homeoffice optimieren

Nach dem Projekt ist vor dem Projekt. Da ich viel Zeit im Homeoffice und am Schreibtisch verbringe, war es an der Zeit, hier auch ein wenig zu optimieren. Wir haben ein schönes großes Büro mit gut 25 qm Fläche, jedoch ist mein Schreibtisch mittlerweile in die Jahre gekommen. Diesen hatte ich im Laufe der Zeit an meine Anforderungen angepasst, Kabeldurchlässe eingebaut, einen Auszug unter dem Tisch für Controller und ein Keyboard installiert usw.

Blackmagic Design Speed Editor
Der alte Schreibtisch mit DIY-Auszug

Nun wird dieser durch einen höhenverstellbaren Schreibtisch E7 von Flexispot ersetzt. Das Gestell ist schon da und der Testlauf mit der alten Tischplatte zeigte schon jetzt, dass ein höhenverstellbarer Schreibtisch eine geniale Sache ist, wenn man viel Zeit daran verbringt. Mein neuer Tisch bekommt eine massive Eichenholzplatte ein paar besondere Funktionen und Umbauten, über die ich hier berichten werde.

Erst Stehtests am Flexispot Schreibtisch mit alter Tischplatte.

Fotografie und so

Was war dieses Jahr mit der Fotografie? Tatsächlich rückt die hier im Blog immer mehr in den Hintergrund. Ich fotografiere selbst zwar noch recht häufig, allerdings auch nur, weil ich das zum Teil beruflich mache und auch Fotos für nachbelichtet benötige. Sogar bei der Produktfotografie für meine Firma habe ich dieses Jahr mit 3D-Renderings begonnen, da das bei unseren Produkten sehr viele Vorteile bietet. Meine ersten Erfahrungen mit Blender habe ich um 1998 gemacht und mich zwischendurch immer wieder damit beschäftigt. Mit den bereits vorhandenen CAD-Daten unserer Produkte und der Software Keyshot, ergeben sich vollkommen neue Möglichkeiten und man kann heute damit Bilder generieren, die sich von einem richtigen Foto nicht mehr unterscheiden lassen.

Privat habe ich keine Kamera mehr dabei. Kürzlich habe ich ein Google Pixel 6 bekommen und die Bildqualität ist beeindruckend. Ich wüsste nicht, wozu ich noch eine Kamera herumschleppen sollte. Die neue Lightroom-Version hat Profile für die RAW-Dateien des Pixel 6 und damit stehen noch mehr Möglichkeiten zur Bearbeitung zur Verfügung. Zudem mache ich immer mehr Videoinhalte, sodass die Fotografie nur noch ein Mittel zum Zweck ist. Ich finde, dass bereits alles dazu geschrieben wurde und wirklich neue und spannende Entwicklungen bei den Kameras selbst sind für mich auch nicht erkennbar.

Das bedeutet nicht, dass ich dieses Jahr kein Kamera-Equipment angeschafft habe. Neu hinzugekommen sind die Sony ZV-1 und noch ein paar Objektive für meine Panasonic Lumix G81. Allerdings allesamt für die Videoproduktion.

Pergear Weitwinkel an der Lumix G81

Natürlich arbeite ich selbst nach wie vor mit Adobe Lightroom und daran wird sich so schnell auch nichts ändern. Bislang ist mir nämlich keine echte Alternative zu Lightroom untergekommen. Es gibt einige interessante Programme wie DxO Photolab, die gerade bei problematischen Aufnahmen oft sehr viel mehr aus den Bildern herausholen können, als Lightroom. Was Lightroom aber ausmacht, ist der Workflow von der Speicherkarte (oder Tethering), über Organisation, über Entwicklung bis zum Export. Solange ein Hersteller keinen ebenbürtigen Workflow bietet, wird es keine echten Alternativen geben.

Was sonst noch war

Auf der Hardware-Seite habe ich dieses Jahr wieder einen Mac als Hauptrechner im Büro. Der neue Mac Mini M1 ist einfach eine unglaubliche Maschine. Klein, leise, schnell und dabei preiswert. Mein bisheriges, fast 10 Jahre altes MacBook Pro habe ich vor 4 Wochen auch durch ein neues 14 Zoll MacBook Pro M1 Pro ersetzt – noch einmal ein großer Schritt vom Mac Mini M1. Auch das iPad Air hat einen Nachfolger bekommen und es ist schon beeindruckend, wie schnell die neuen iPad Pro mit M1 CPU sind.

MacBook Pro M1 Pro

Nachbelichtet hat im Sommer auch eine Design-Anpassung erhalten. Meine Seite gibt es nun seit über 16 Jahren und das letzte Redesign war 2018. Ich habe einiges an Ballast über Bord geworfen und das Design noch mehr auf mobile Endgeräte getrimmt. Meine Arbeit mit dem Blog ist jetzt auch wieder einfacher geworden, da ich auf weniger Dinge achten muss.

Ausblick auf 2022

Corona wird uns wohl noch länger erhalten bleiben. Ich habe bemerkt, dass Themen rund um Kreativität, DIY und Haus dadurch deutlich an Stellenwert gewonnen haben. Da ich diesen Trend schon vor der Krise für mich entdeckt hatte, wird es bei nachbelichtet auch weiterhin verstärkt darum gehen. Ich habe für mich Laser-Cutter entdeckt und dafür muss ich noch eine Absaugung in der Werkstatt bauen.

Für Abzug sorgen ...
Beim Laser-Cutter für Abzug sorgen …

Oben habe ich schon die kommenden Posts zum Flexispot-Schreibtisch oder der Gartenbewässerung erwähnt. Aber auch einige andere Elektronik-Themen sind in der Pipeline und Audio und Video werden verstärkt vertreten sein. Der ein oder andere Fotografiebeitrag wird sicher auch kommen, aber nur dann, wenn es wirklich von Tragweite und Interesse ist. Vielleicht kommt auch etwas zu 3D-Design. Mal sehen. Auf jeden Fall wird es mehr Output in Richtung Video und Tutorials geben.

Ich wünsche euch schon einmal schöne Feiertage und einen guten Rutsch und bedanke mich für euer Interesse, die vielen positiven Kommentare und Anregungen, die dadurch entstanden sind!


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