Zuverlässiger Mähroboter mit verbesserungsbedürftiger Software

Erfahrungen mit dem AL-KO Robolinho 1300 W Mähroboter nach 170 Mähstunden

Schon seit Ende Februar 2024 mäht der AL-KO Robolinho 1300 W Rasenroboter unser Grundstück. Zeit für ein Zwischenfazit mit unseren Erfahrungen.

Unser Robolinho 1300 W hat nun 170 Mähstunden hinter sich. Meine Erfahrungen mit dem Mähroboter von AL-KO sind in der Grunddisziplin durchwegs positiv.

Grunddisziplin bedeutet für mich: Er mäht bei jedem Start zuverlässig und gleichmäßig, ohne Bereiche auszulassen. Er bleibt nicht hängen und findet seine Basis. Hier funktioniert der Robolinho wie ein Uhrwerk, obwohl unser Grundstück alles andere als einfach ist. Es ist ein gewachsener Garten mit Unebenheiten, Steigungen, unregelmäßigem Randverlauf usw.

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Der Mäher blieb bislang nur ein einziges Mal hängen und da fiel bei Sturm ein Rechen um, auf den er unglücklich aufgefahren ist. Ansonsten fährt der AL-KO Mähroboter unbeeindruckt aller Widrigkeiten seine Runden und hält hier teilweise 3 Stunden mit einer Akkuladung durch.

AL-KO Robolinho Erfahrungen und Test
Auf der neu angelegten Fläche auf den Rechen aufgefahren

Es ist eine richtige Freude, ihm beim Mähen zuzusehen, da die Rasenfläche sehr gleichmäßig bearbeitet wird und er auch regelmäßig in kleinere Ecken fährt. Vergangene Woche habe unserem Garten weitere 150 qm abgerungen und die Drahtschleife dort erweitert. Auch diesen, sehr rohen Bereich mäht er seitdem zuverlässig mit, ohne dass es bei der bisherigen Fläche Nachteile bringt. Wenn ich den Robolinho so beobachte, habe ich den Eindruck, dass er intern eine Karte erstellt. So wie er die Fläche mäht, sieht das ziemlich koordiniert und nicht ganz nach Zufallsprinzip aus.

Wartung und Messer

Der AL-KO Robolinho zeigt ein ausgezeichnetes Schnittbild mit glatten Schnitten an den Grashalmen und äußerst feinem Schnittgut, was wohl am speziellen Aufbau der Messerscheibe liegt. Höheres Gras mäht er problemlos und verringert seine Geschwindigkeit, wenn er mehr Widerstand beim Mähen registriert.

Die Messer nach 120 Stunden Mähzeit

Die Wartung ist einfach und der Robolinho lässt sich gut reinigen. Die Messer habe ich nach 100 Stunden gedreht und die bislang verwendete Seite mit meinem Work Sharp Ken Onion Messerschärfer selbst, rasiermesserscharf nachgeschliffen. Die Original-Ersatzmesser sind, auch wegen ihrer besonderen Form, deutlich teurer als die anderer Mähroboter. Man findet aber auch einige Drittanbieter, bei denen man deutlich günstigere Ersatzmesser für den AL-KO Robolinho bekommt.

Die App – ein Trauerspiel

Jetzt komme ich gleich zum größten Problem des AL-KO Robolinho: die App und Software. Wenn man sich die Bewertung der App ansieht – und das gilt für die iOS- und Android-Variante, erkennt man schnell, dass da was ganz und gar nicht stimmt.

Zwar gehören die Verbindungsprobleme, bei der sich die App gleich gar nicht mit dem Robolinho verbinden ließ, der Vergangenheit an – ich hatte hier im Februar auch keinerlei Probleme. Allerdings reagiert der Mäher nicht immer sofort auf Befehle der App und auch die Benutzeroberfläche ist ein undurchdachtes Sammelsurium an Symbolen und dahinter versteckten Funktionen.

Auf dem ersten Screen hat man z. B. unten rechts das übliche Icon für „Einstellungen“, dahinter kann man aber seine verbundenen Geräte neu anordnen. Nun haben vermutlich die wenigsten Anwender mehrere Rasenroboter und wenn doch, wird man die nicht jeden Tag neu anordnen wollen.

Swiped man nach links, bekommt man einen neuen Screen, auf dem man nur ein neues Gerät hinzufügen kann. Warum nutzt man diesen Screen nicht etwa für die Konfiguration der Mähzeiten etc.? Das Hinzufügen neuer Geräte würde doch zum „Neu anordnen“ besser passen, oder?

Zu den wichtigen Einstellungen des Mähers kommt man, indem man entweder auf die Abbildung des Mähers oder eines der drei Icons für Batterie, Mähzeit oder Verbindung tippt. Allesamt führen zum gleichen Untermenü, wo man noch einmal eine ähnliche Ansicht erhält, jetzt aber mit einer weiteren Menüzeile.

Diese bietet jetzt ein Menü für die Einstellung der Mähzeiten an. Dann folgt ein Schraubenschlüssel-Icon. Was verbirgt sich dahinter: Genau! Die Bestellung von Ersatzteilen und die Produkthilfe. Ist doch klar …

Dem folgt ein Zahnrad. Dahinter sind dann Einstellungen für die Smarthome-Anbindung (Alexa und IFTTT), Frostsensor und Startzeit nach Frost, verbleibende Messerlaufzeit, Firmware-Update (das aktuell nicht funktioniert), aber auch Funktionen wie der Eco-Modus versteckt. Der Eco-Modus gehört aber meiner Ansicht nach zu den Grundfunktionen und damit prominenter dargestellt.

Wichtige Funktionen sind tief im Menü vergraben, wie etwa der Eco-Modus

Bitte eine echte Smarthome-Anbindung per API – andere haben das längst!

Apropos Smarthome: Viele Hersteller begreifen einfach nicht, dass eine Sprachsteuerung oder IFTTT, keine Smarthome-Anbindung ist. Es hat sich vermutlich bislang nicht herumgesprochen, dass Smarthome-Hubs wie Home Assistant, ioBroker oder OpenHAB millionenfach eingesetzt werden und Nutzer solcher Systeme ausschließlich Geräte kaufen, die sich auch damit verbinden lassen.

Hallo AL-KO! Seid nicht so dumm, und überlasst Mähroboter-Herstellern wie Husqvarna, Gardena, Landroid usw. dieses Feld und gebt endlich eure API frei!

Die Home Assistant Karte für unseren Garten – da gehört auch die Steuerung des Mähroboters hinein

Smarthome-Anbindung bedeutet, dass ich das Gerät aktiv steuern kann und auch Rückmeldung über den Betriebszustand, Akkustand, Messerlaufzeit etc. erhalte. Warum sollte ich so etwas benötigen, fragt ihr euch nun bestimmt.

Beispiele gefällig? Okay! Ich habe auf dem Dach eine Wetterstation mit Regensensor. Der Robolinho 1300W hat keinen solchen. Mit der Integration des Mähroboters in Home Assistant (oder andere Systeme), könnte ich ebendiesen Regensensor nutzen, um den Mähvorgang zu unterbrechen. Dabei könnte ich sogar zwischen leichtem und starkem Regen unterscheiden. Auch wäre es ganz einfach möglich, die automatische Rasenbewässerung mit den Mähzeiten zu koordinieren oder den Mäher gleich gar nicht loszuschicken, wenn die Wettervorhersage ohnehin Dauerregen oder Trockenheit verheißt.

Mit einer älteren Android-Version der App und etwas Bastelei, kann man den API-Zugang auslesen und über Umwege in Home Assistant nutzbar machen, aber das muss doch nicht sein. Verlangt meinetwegen ein paar Euro im Jahr dafür, aber öffnet diese Möglichkeit. Andere Hersteller bietet das kostenlos an.

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App-Probleme und Firmware-Updates funktionieren nicht

Momentan haben viele jedoch ein ganz anderes Problem bei der App: Bei der neuen Version hat man nun ein zusätzliches Menü, in dem man einstellen kann, ob man den Rand und Fläche oder nur Fläche mähen möchte, wann und wo der Mähvorgang gestartet und wie lange er dauern soll.

Eigentlich eine interessante Funktion, wenn sie denn auch nutzbar wäre. Dazu wäre nämlich erst ein Firmware-Update des Mähers erforderlich, aber genau das funktioniert mit der aktuellen App-Version nicht. Das Update kreiselt seit Tagen vor sich hin und nichts passiert.

Die Firmware-Aktualisierung läuft und läuft und läuft …

Damit kann man das Randmähen nur manuell am Mäher auswählen und nicht mehr aus der App. Auch alle anderen Einstellungen des neuen Menüs sind damit nicht nutzbar, weil der Mäher nach der einstellten Startzeit nicht losfährt. Das ist ein echtes und vermeidbares Ärgernis, zumal der AL-KO Robolinho auch kein Sonderangebot ist.

Zudem wäre es sinnvoll (wenn es denn eines Tages funktionieren würde), wenn dieses neue Menü ermöglichen würde, Voreinstellungen (Presets) abspeichern zu können, also etwa

Preset 1: Randmähen und Fläche, 2 Stunden Mähdauer, ab Station starten
Preset 2: Nur Fläche mähen, 1 Stunde, ab Startpunkt 2
Preset 3: Randmähen, 30 Minuten, ab Startpunkt 1

Wenn man dann die Presets noch bei den automatischen Mähzeiten hinterlegen könnte, würde die Sache interessant werden. Ach ja: fügt bitte als Mähdauer auch noch ein „bis Akku leer“ hinzu.

Fazit zum AL-KO Robolinho im Mai 2024

Die Hardware und wie der Robolinho seine Arbeit verrichtet, sind über jeden Zweifel erhaben. Kein Festfahren, lange Mähzeit pro Akkuladung. Zuverlässiges Zurückfinden zur Ladestation und eben ein hervorragendes Schnittbild.

Die schlecht ausgeführte und fehlerhafte Software sowie die fehlende Smarthome-API trüben diesen guten Eindruck aber gewaltig. Warum verstehen die Hersteller denn nicht, dass heutzutage die Software sehr viel wichtiger ist, weil sie die Verbindung zum Anwender herstellt. Den Mäher muss ich, außer um ihn zu reinigen, nie anfassen. Deshalb muss die Software und App funktionieren – ohne Wenn und Aber.

Stand 29.05.2024: Laut AL-KO Service wird gerade ein Release der App getestet, das die Fehler beim Update beheben und dann in den nächsten Tagen verfügbar sein soll.

Hier geht es zum ersten Erfahrungsbericht zum AL-KO Robolinho 1300W >>>

Letzte Aktualisierung am 20.06.2024 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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