Nun sind wir seit knapp 3 Wochen in unserem neuen Haus und wir ihr vielleicht wisst, haben wir uns auch für ein Smart Home entschieden. Smart bedeutet in diesem Zusammenhang aber nicht immer nur Haussteuerung, Apps und Elektronik. Zu einem Smart Home gehören auch smarte Hausgeräte, die das Leben komfortabler machen. Der Kochend-Wasser-Hahn Quooker gehört ganz bestimmt dazu und wir haben ihn in den letzten Wochen ausführlich getestet.

Heißes Wasser hat man üblicherweise direkt aus der Mischbatterie des Spülbeckens. Dieses Wasser ist aber meistens nur etwa  60 °C warm und eignet sich daher nicht zum Aufbrühen von z. B. Tee. Für kochendes Wasser haben auch wir bislang einen Wasserkocher eingesetzt: Wasser einfüllen, einschalten und warten. Natürlich steht man da nicht die ganze Zeit daneben, sodass es immer wieder vorkommt, dass das Wasser kocht, der Wasserkocher abschaltet und bis man es merkt, ist das Wasser schon wieder deutlich abgekühlt.

 

 

Da Frau Nachbelichtet viel Tee trinkt, ist der Bedarf nach heißem Wasser ständig vorhanden. Tatsächlich haben wir aber festgestellt, dass man viel öfter kochendes Wasser benötigt und es jede Menge Anwendungen für den Quooker gibt.

Der Quooker – kochendheißes Wasser direkt und sofort aus dem Wasserhahn

Der Quooker besteht aus zwei Teilen: Einem schicken Wasserhahn (den es verchromt oder in Ganzedelstahl gibt) mit Mischbatterie und einem Reservoir, das nach dem Prinzip einer Thermoskanne mit Hochvakuum-Isolation immer kochendes Wasser bereithält. Der Wasserhahn selbst kann einfach gegen den herkömmlichen Hahn ausgetauscht werden. Das Reservoir wird im Schrank unter der Spüle untergebracht.

Montage und Einbau

Wir haben den Quooker Flex in Chrom zusammen mit dem PRO3 Reservoir im Einsatz. Der PRO3 ist ca 40 cm hoch und misst 15 cm im Durchmesser. Da wir einen Mülltrenneinsatz in unserem Spülenunterschrank haben hatten wir schon bedenken, dass wir das Reservoir nicht unterbringen würden. Tatsächlich war aber hinten im Schrank noch genügend Platz, um den PRO3 unterbringen zu können. Das Reservoir steht übrigens sehr gut von selbst – es wird aber auch eine spezielle Halterung angeboten. Spülenschränke sind üblicherweise hinten immer offen und haben auch noch ein paar Zentimeter Abstand zur Wand, sodass der PRO3 tatsächlich in den meisten Küchen unterzubringen sein dürfte.

Der Name „Flex“ kommt übrigens daher, weil dieses Modell einen flexiblen ausziehbaren Schlauch besitzt.

Angeschlossen wird das Reservoir an die Kaltwasserleitung. Ebenfalls an die Kaltwasserleitung muss ein Schlauch des Wasserhahns angeschlossen werden. Hat man bereits einen Geschirrspüler angeschlossen, benötigt man ein passendes Abzweigventil.

Zum Flex Wasserhahn gehen dann insgesamt 3 Zuleitungen: Kaltwasser, normales Warmwasser und das kochende Wasser aus dem PRO3 Reservoir. Außerdem benötigt man auch noch eine Steckdose in der nähe des Reservoirs. Ein dünnes Kabel mit Klinkenstecker verbindet den Flex-Wasserhahn mit dem PRO3 Reservoir, denn der Hahn verfügt über ein eigenes Bedienelement für die Kochend-Wasser-Funktion. Auf der Oberseite des RPO3 befindet sich der Einschalter und eine rote LED signalisiert den Betrieb.

Das Herzstück des Quookers

Für handwerklich begabte Anwender ist die Installation kein Problem und wenn man – wie wir – eine komplett neue Küche bekommt, kann man die entsprechenden Anschlüsse gleich passend vorsehen und dem Küchenplaner bitten, den Platz für den Quooker zu berücksichtigen.

So funktioniert der Quooker

Mit dem Quooker erweitert man den Wasserhahn um die Kochend-Wasser-Funktion. Der normale Mischerhebel am Flex hat nach wie vor die gleiche Funktion: Er dient zur Regulierung von Kalt- und Warmwasser. Möchte man nun kochendes Wasser entnehmen, kommt ein spezielles Bedienelement direkt am Hahn zum Einsatz. Der geriffelte Ring wird zweimal schnell nach unten bewegt und dann nach rechts gedreht. Dies ist eine Sicherheitsfunktion, die ein versehentliches Entnehmen von kochendem Wasser verhindert und auch als Kindersicherung dient.

Gleich unterhalb dieses Bedienelements, leuchtet bei Entnahme und beim Aufheizen des Reservoirs ein roter LED-Ring. Diese LED sorgt bei vielen Besuchern zur berechtigten Frage, was denn das für ein Wasserhahn wäre.

Betätigt man die Drehring in der richtigen Reihenfolge, erhält man sofort 100 °C heißes Wasser. Das ist bei der ersten Nutzung ziemlich beeindruckend, weil man das direkt aus dem Wasserhahn nicht gewöhnt ist und es mit Rauschen und Dampf einhergeht.

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3 Responses

  1. Sebastian

    Ich habe vor rund einem halben Jahr schon einmal Werbung dafür gesehen und fand das Konzept schon echt nice. Danke für deinen täglichen Erfahrungsbericht. Wir trinken zwar nicht ständig Tee – auch im Winter nicht. Aber ist schon richtig das man meist 0,5L Wasser aufkocht und dann nur 0,2 L verwendet bzw das erst später bemerkt und nochmal anmacht. Wieviel verbraucht eigentlich ein Wasserkocher im direkten Vergleich.. ? 🙂
    Der Anschaffungspreis ist tatsächlich heftig. Dachte mich erst verlesen zu haben.. die 1 zuviel 😉 Hast schon recht, ist schon Luxus.

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  2. Susanna

    Sehr interessant! Wie sieht es denn mit Kalkablagerungen und der Wartung aus?

    Antworten
    • nachbelichtet

      Dazu kann ich leider noch nichts sagen. Wir haben hier auch extrem weiches Wasser mit nur 3 °DH. Man kann den Quooker aber selbst warten, die Firma bietet passendes Zubehör und eine Anleitung an.

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