Sparsamer als du denkst - entgegen aller Gerüchte

Quooker: Der Stromverbrauch ist geringer als du denkst!

Wir haben den Quooker Kochendwasserhahn seit 1 1/2 Jahren täglich im Einsatz. Viele beschäftigt aber der Stromverbrauch der praktischen Küchenarmatur. Ich habe ihn für euch gemessen.

Der Quooker Wasserhahn ist eine unserer besten Küchenausstattungen (Quooker Erfahrungsbericht und Test) . Wir haben ihn täglich im Einsatz und die Anwendungsmöglichkeiten werden immer größer. Ich benutze sehr gerne Holzbretter und mit dem kochenden Wasser des Quooker kann man diese ohne Spülmittel hygienisch und schnell reinigen. Spülmittel ist bei Holzbrettern insofern schlecht, als das Holz und damit das Schnittgut den Geruch und Geschmack annehmen kann. Da bei verbrauchsoptimierten Heizungen das Brauchwasser häufig mit nur 50-60 °C aus dem Hahn kommt (bei Wärmepumpen oft noch niedriger), ist richtig heißes Wasser in der Küche unerlässlich. Das gilt besonders dann, wenn man Geflügel verarbeitet.

Um den Stromverbrauch des Quooker ranken sich allerdings seltsame Mythen und Gerüchte. Gerade bei Amazon gibt es einige Rezensenten, die den Quooker höchstwahrscheinlich noch nie aus der Nähe gesehen haben, aber vor enormen Verbräuchen warnen und den Quooker mit Durchlauferhitzern vergleichen. Daran kann man erkennen, dass das Prinzip nicht erkannt wurde. Mich ärgern solche unqualifizierten Kommentare, die vollkommen aus der Luft gegriffen sind, aber so ist das heute eben mit „gefühlten Fakten“ und Meinungen.  Häufig liegt es auch daran, dass viele einfach nicht mit Verbräuchen, Kilowattstunden und den tatsächlichen Kosten rechnen können. Da klingen 2000 Watt nach etwas, das viel Geld kostet und der Stromverbrauch von Staubsaugern wird kritisch angemerkt. Es ist aber egal, ob ich 10 Minuten pro Tag 2000 oder 1800 Watt Verbrauche – bei täglicher Nutzung sind das 3,25 Euro pro Jahr Unterschied. Nur mal so …

Das Prinzip des Quooker

Hauptkomponente des Quooker ist ein Reservoir, das über eine Vakuumisolierung verfügt. Es ist also eine extrem gut isolierte Thermoskanne, wenn man so will. Damit bleibt das heiße Wasser auch ohne ständige Energiezufuhr heiß. Zudem steht das Wasser im Reservoir unter leichtem Überdruck, sodass es auf eine Temperatur von 110 °C kommt. Man erhält damit am Wasserhahn wirklich kochendes Wasser mit 100 °C. Bei einem Wasserkocher ist das Wasser nach dem Abschalten schnell wieder auf 95 °C und weniger abgekühlt.

Verbrühung fast unmöglich – das Wasser fließt in Tröpfchenform

Ein zweites großes Missverständnis ist, dass man sich mit dem Quooker leicht verbrühen könne und es für Haushalte in denen Kinder leben gefährlich wäre. Um das kochende Wasser zu entnehmen, muss der geriffelte Ring zweimal kurz hintereinander nach unten bewegt und gleich danach nach rechts gedreht werden. Man kann also nicht versehentlich das heiße Wasser aufdrehen. Zudem entweicht das Wasser nicht als kompakter Strahl, sondern in Tröpfchen, die das Riskio von Verbrühungen minimieren.

Das Metall des Wasserhahns ist zudem isoliert und erwärmt sich bei der Entnahme kaum.

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Wie viel Strom verbraucht der Quooker?

Ich habe unseren typischen Verbrauch über 2 Wochen aufgezeichnet. Dazu kam eine AVM Fritz!DECT 200 Steckdose mit Strommessung zum Einsatz, die ich einfach zwischen Quooker und Steckdose geschaltet habe. Die AVM Fritz!DECT 200 zeichnen den Stromverbrauch erstaunlich präzise auf – das hatte ich vor langer Zeit einmal mit einem professionellen Messaufbau verglichen. Der Quooker heizt etwa alle 25 Minuten einmal kurz auf.

Quooker Stromverbrauch gemessen
Stromverbrauch des Quooker mit der AVM Fritz!DECT200 gemessen

Unser typische Profil sieht so aus, dass morgens gegen 7:30 Uhr gut 1 Liter Wasser für eine Thermoskanne Tee entnommen wird. Am Abend wird gekocht und dabei spüle ich Bretter, Messer etc. kurz mit dem Quooker oder entnehme Heißwasser zum Kochen. Auch gibt es oft noch mal einen Tee etc.

Am Wochenende kochen wir oft sehr aufwendig und seit einigen Wochen backe im samstags immer Brot. Auch hier benötige ich heißes Wasser, um die letzten Reste des extrem klebrigen Sauerteigs zu entfernen. Unter der Woche wird tagsüber kein Wasser entnommen – außer wir haben Urlaub.

Der Quooker heizt etwa alle 25 Minuten kurz auf

Quooker selbst wirbt mit 5 ct. Stromverbrauch pro Tag. Dazu muss man aber wissen, dass damit das Vorhalten des heißen Wassers gemeint ist, also der Standby-Verbrauch ohne Entnahme. Zapft man eine größere Menge kochendes Wasser aus dem Quooker, muss das Reservoir wieder aufgeheizt werden und das verbraucht selbstverständlich mehr Strom, als das Wasser heiß zu halten. Quooker selbst kann schlecht eure Lebensgewohnheiten und damit den Heißwasserbedarf schätzen.

Der Stromverbrauch des Quooker innerhalb einer normalen Woche

Tatsächlich liegt der Standby-Verbrauch des Quookers bei etwa 7 ct. pro Tag (ich habe unseren Strompreis von 27,9 ct./kWh angenommen). 

Nun interessiert aber der Verbrauch in der Praxis und da komme ich mit dem oben beschriebenen Profil im Schnitt auf 0,13 Euro pro Tag und 4 Euro pro Monat. Im Jahr wären das dann ca. 50 Euro. 

Die Auswertung der Fritzbox anhand der bisherigen Messwerte

Zum Vergleich: ein typischer Wasserkocher mit 2200 Watt Leistung, benötigt für einen Liter kochendes Wasser 3,5 Minuten. Wir rechnen: 2200 Watt = 2,2 kW/60 = 0,0367 kWh pro Minute * 3,5 Minuten = 0,129 kWh Stromverbrauch für 1 Liter Wasser mal 0,279 Euro = 3,6 ct. pro Zubereitung. Nimmt man unseren typischen Heißwasserbedarf an (durchschnittlich etwa 2 Liter pro Tag), liegt man hier bei 7 ct pro Tag im Vergleich zu 0,13 Euro mit dem Quooker. Dafür bekommt man den Komfort, nicht auf kochendes Wasser warten zu müssen und es immer zur Verfügung zu haben.

UPDATE 16.03.2020

Weitere 4 Wochen später zeigt sich ein noch geringerer Verbrauch. Die monatlichen Verbrauchskosten der Quooker liegen nun bei etwa 3,60 Euro.

Update 17.04.2020

Und noch einmal 4 Wochen später bestätigen sich die Messwerte

Fazit:

Die Horrordarstellungen über den angeblich hohen Energiebedarf des Quookers sind an den Haaren herbeigezogen. Wir bezahlen für diesen Komfort 13 Cent pro Tag. Mit einem elektrischen Wasserkocher lägen wir bei etwa 7 Cent. Durch die gute Isolierung arbeitet der Quooker sehr effizient und das ist es uns wert.

Wasser erhitzen – ein Ausflug in die Physik

Ein bisschen Physik ist ganz interessant, wenn man wissen will, wie viel Energie notwendig ist, um einen Liter Wasser auf eine bestimmte Temperatur zu erhitzen. 

Im Moment kommt das Wasser bei uns mit 9 °C aus der Wasserleitung. Wir leben auf 540 Metern über dem Meeresspiegel. Hier kocht das Wasser bereits bei 98,18 °C (je höher, desto niedriger der Siedepunkt). Von den 98 °C kann man die 9 °C des kalten Wassers abziehen, also bleiben 89 Kelvin bis zum Siedepunkt die als externe Energie zugeführt werden müssen.

Um 1 Kilogramm (1 Liter) Wasser, um 1 Kelvin zu erwärmen, muss eine Energie von 4,183 Kilojoule (die spezifische Wärmekapazität von Wasser) zugeführt werden.

4,18 kJ * 1 kg * 89 K = 372 kJ 

1 Wh (Wattstunde) entspricht 3,6 Kilojoule

372 kJ / 3,6 = 103,3 Wh oder 0,103 kWh (Kilowattstunden)

0,103 kWh * 0,279 Euro pro Kilowattstunde Strom = 0,029 Euro

In einer idealen (Physik-) Welt, müsste man also 3 ct. bezahlen, um einen Liter Wasser von 9 auf 98 °C mit Strom zu erwärmen.

Das Trinkwasser enthält aber Gase, Mineralien und andere Teilchen, welche die spezifische Wärmekapazität gegenüber reinem Wasser erhöhen. Man benötigt also etwas mehr Energie. Die Heizspirale und das Gefäß müssen erst einmal selbst erhitzt werden, haben einen Wärmeverlust und die zugeführte Energie wird auch nicht zu 100 % in Wärme umgesetzt. Diese ganzen Verluste sind in dieser Rechnung nicht berücksichtigt, sodass unser Wasserkocher unter realen Bedingungen eben realistisch 0,13 kWh statt idealen 0,1 kWh benötigt, um das Wasser zu erhitzen. Man sieht daran aber auch, dass wir uns mit dieser Rechnung auf jeden Fall im richtigen Bereich bewegen.

Letzte Aktualisierung am 2.10.2022 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API


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25 Kommentare

  1. Meine Messwerte unterscheiden sich (leider) deutlich:
    Ebenfalls mit der AVM Steckdose gemessen, braucht mein Quooker ca. 2kWh pro Tag. Von der Beschreibung her würde ich sagen, dass wir bei unserem Profil weniger Wasser verbrauchen, da wir es nur für Tee 2-3x pro Tag und vielleicht 3-4 mal pro Woche 2-3l Wasser zum Kochen verwenden. Zum Spülen verwenden wir es gar nicht. Allerdings bemerkt man die anfängliche Heißwasser Zuschaltung, wenn der Warmwasserhahn aufgedreht wird, was mich stört, da die Warmwasserleitung eine sehr kurze Zuleitung zum Boiler im Keller hat (ca 3m) und ich mir die Hände gefühlt fast verbrühe.

    Dazu muss ich noch erwähnen, dass ich neben der Heißwasser auch die Kaltwasserfunktion mit Sprudel habe, die an derselben Steckdose hängt.

    • Der Kompressor beim „Sprudel-Quooker“ benötigt natürlich nicht unerheblich Strom. 2 kWh sind aber schon eine Hausnummer! Den Satz mit deiner Warmwasserleitung verstehe ich im Zusammenhang mit dem Quooker nicht …

    • Hallo,
      Ich finde den Artikel sehr gut, mir jedoch fehlt noch ein Aspekt, der die Wirtschaftlichkeit des quooker ggf untermauern sollte.
      Man benötigt ja nicht nur kochendes Wasser sondern auch normal warmes Wasser. Sprich neben dem Wasserkocher benötige ich noch einen Durchlauferhitzer um das Wasserspektum des quooker abzudecken. Der Energiebedarf Quooker versus Durchlauferhitzer+ Wasserkocher würde mich interessieren.

      • Der Quooker ist eine Ergänzung zum ohnehin vorhandenen Warmwasser und als komfortabler Ersatz zum Wasserkocher zu sehen. Daher kann man hier keine sinnvolle Rechnung aufstellen.
        Es ist ganz klar eine Komfortlösung, die sich nie rechnen wird, weil sie initial erst einmal 1200 € kostet. Mit meiner Rechnung wollte ich nur zeigen, dass der Quooker beim Verbrauch bei Weitem nicht so teuer ist, wie mancher behaupten möchte.

  2. Ich habe seit ein paar Tagen einen Quooker und habe dazu einige Fragen, vielleicht kann mir jemand helfen. Seit des Einbaus haben wir ca. alle 8 sec. ein Geräusch, als würde ganz kurz Wasser angesaugt. Auch läuft meine Wasseruhr ständig. Dies erklärt sich mir nicht. Macht es Sinn, den Quooker über Nacht bzw. wenn man mehrere Tage nicht zu Hause ist, auszuschalten?

    • Die erste Frage kann ich nicht beurteilen. Der Quooker heizt etwa alle 20 Minuten kurz auf und rauscht dabei leicht. Wenn die Wasseruhr ständig läuft, muss auch irgendwo Wasser verbraucht werden (oder etwas undicht sein). Ich würde besser den Quooker Kundendienst und einen Fachmann fragen.

      Zur zweiten Frage: Ich lasse den Quooker über unsere Smarthome-Steuerung über Nacht ausschalten. Und bei längerer Abwesenheit ist es natürlich sinnvoll, ihn ebenfalls abzuschalten.

  3. Hallo,
    vielen Dank für diesen super Artikel – leider fehlen mir hier tatsächlich noch ein paar Faktoren und die wären für mich noch eine große Entscheidungshilfe:

    Bei mir geht es weniger darum, immer sofort kochendes Wasser aus dem Hahn zu haben, sondern mehr darum, dass ich sehr lange das Wasser laufen lassen muss, bis endlich warmes Wasser kommt. Hier geht es also um die Ersparnis des Wassers, das unnötig den Abfluss runter geht, bis endlich warm kommt und auch darum, dass der Boiler natürlich auch die Menge an Wasser erhitzen muss, die Kalt aus dem Hahn den Abfluss runter geht -> einfache Beispiel Rechnung (Zahlen jetzt einfach mal angenommen): Ich benötige 3L warmes Wasser, muss aber zuvor 2L Wasser laufen lassen, bis warmes Wasser kommt, ergo werden aus dem Boiler 5L Wasser entnommen, die auch wieder erhitzt werden müssen. Das ist ja Energie- und Wasserverschwendung, die theoretisch durch den Quooker gemindert werden kann.

    Weiterhin wird mir sowohl in dem Artikel als auch auch in dem beschriebenen Fall von Herrn Ehrbach im Kommentar vom 27.08.21 nur zu sehr auf den Ersatz des Wasserkochers eingegangen.
    Aber was ist mit der Energieersparnis, wenn ich z.b. Nudelwasser bereits kochend aus dem Wasserhahn bekomme und somit viel weniger Energie durch die Herdplatte verbrauche – hier fehlt ein Vergleich, wie viel Energie hier Quooker und Herd jeweils für die gleiche Menge Wasser verbrauchen bis es kocht.

    Viele Grüße
    Manuel

    • Es lohnt sich sicher nicht einen Quooker anzuschaffen, weil man viel Wasser weglaufen lassen muss bis heißes Wasser kommt. Auch bereits kochendes Wasser für den Herd zu nehmen, ist eher ein Komfort- und Zeitgewinn als tatsächliche Einsparung. So einfach lässt sich das auch nicht berechnen, da das sehr stark vom Kochgeschirr, Herd (Induktion, Infrarot, Gas …) und anderen Faktoren abhängt.
      Kurz gesagt: Der Quooker dient nicht zur Energieeinsparung, sondern als Komfortlösung. Ich wollte nur nachweisen, dass die Horror-Meinungen zum Stromverbrauch aus der Luft gegriffen sind.

  4. Hallo und vielen Dank für den guten Artikel und die klare und detailreiche Arbeit. Die Frage um die es hier geht ist ja gemäß des Titels, ob der Stromverbrauch wirklich so hoch ist wie behauptet wird.
    Und ich finde in diesem Artikel wird eindeutig belegt, dass er durchaus hoch ist, nämlich (wenn man sich die Verbrauchszahlen/Kosten ansieht) bis zu 85% höher als wenn man einen Wasserkocher verwenden würde.
    Ja, es handelt sich nur um Cent-Beträge. Aber das ist beim Benzin nicht anders – und da würde sich die Mehrheit wohl auch gut überlegen, ob sie sich ein neues Auto mit super Funktionen holt, dafür aber bis zu 85% mehr Verbrauch in Kauf nimmt.
    Man darf nicht vergessen, dass der Qooker nur ein einziges Gerät im Haushalt darstellt – und da finde ich eine jährliche Erhöhung der Stromkosten von 30-50 Euro, die auf die Verwendung eines einzigen Gerätes zurückzuführen sind, schon ordentlich.
    Ich finde das Gerät wirklich toll und innovativ, aber ich tue nunmal weitaus mehr für meinen Geldbeutel (und nebenbei auch für die Umwelt,) wenn ich mir weiterhin die 1 Minute Zeit nehme und den Wasserkocher bediene.
    Grüße
    Frank

    • Das muss jeder für sich entscheiden. Angesichts des Komfortgewinns belasten mich 50 Euro pro Jahr nicht. Die gehen im Grundrauschen der sonstigen Fixkosten unter. Ich glaube auch nicht, dass jemand, für den das eine Rolle spielt, 1.200 Euro und mehr für ein solches Gerät ausgeben würde.

  5. Warum das Reservoir nicht an die Warmwasserleitung anschließen?

    Ich habe eine zentrale Warmwasserversorgung vorliegen, würde es da nicht auch Sinn machen, das Quooker-Reservoir direkt an die Warmwasserleitung anzuschließen? Dann käme das Wasser zumindestens eingermaßen vorgewärmt in das Reservoir, oder hab ich da einen Denkfehler?

    Danke für den Bericht und lg
    Dieter

  6. Guten Tag, ich hätte eine Frage: Ist Ihre Armatur unter einem Oberschrank oder ist sie frei? Ich hätte gerne einen Quooker, der wäre dann aber unter den Hängeschränken , und ich mache mir Sorgen, ob die Schränke dann zu nass werden?!
    Würde mich sehr über Antworten freuen!!

    • Wir haben gar keine Hängeschränke, daher kann der Dampf frei aufsteigen. Allerdings sollten alle einigermaßen hochwertigen Küchen das problemlos aushalten. Auch beim Kochen steigt ständig Dampf auf und viele haben links und rechts vom Herd Hängeschränke.

  7. Hallo,

    toll, Ihre Ausführungen sparen mir die Mühe es selbst tun. Da freue ich mich über die nun bessere Einschätzung von Verbräuchen und Vergleichen. Ich stehe gerade vor der Entscheidung, einen Quooker zu kaufen und suche nach Argumenten „Für und Wider“. Das ist natürlich logisch, dass die Vorhaltung von Wärme (hier eher HITZE) einen erhöhten Energieverbrauch ausmacht. Die Frage ist schließlich, welchen Komfort ich mir leisten möchte und wofür oder will ich unbedingt Back To The Roots und maximal wenig Energie verschwenden.
    Ein für mich erheblicher Vorteil des Quookers besteht in der frei werdenden Arbeitsfläche auf meiner Arbeitsplatte zum Anrichten von Essen. Der ist wie so oft bei Bauweisen von Raumspar-Küchen etc. begrenzt. Das wären in meinem Fall fehlender Wasserkocher plus eingesparter Wassersprudler. Natürlich geht dabei eine komplette Unterschrank-Abstellfläche verloren. Das muss jeder für sich selbst entscheiden, was er da braucht und will.

    Allen Unkenrufen der Schreiberlinge oben mit ihren teils netten „Klugscheißereien“ zum Trotz: danke für Ihre erhellenden Berechnungen. Da kann ich jetzt noch besser Abwägen.
    Markus

  8. Sieht aus als wäre das mit dem Wort Durchlauferhitzer doch ganz gut beschrieben. Warum sollten Leute die das so nennen sich irren und nicht mit kW und kWh umgehen können?

    • Weil es ein Boiler und kein Durchlauferhitzer ist und die meisten Laien die Terminologie sowie Stromverbräuche und Kosten vollkommen falsch einschätzen, was sich hier wieder bestätigt.
      Durchlauferhitzer: Erwärmt das Wasser erst, wenn der Hahn geöffnet wird.
      Boiler: Hält einen Vorrat an heißem Wasser vor -> Quooker

      In diesem Zusammenhang auch gerne mal „Dunning-Kruger-Effekt“ googeln.

      • Sie hätten den Vergleich mit dem Durchlauferhitzer auch als Schmeichelei hinnehmen können. Etwa so: „Der Quooker ist so gut isoliert, dass er fast so gut ist wie ein Durchlauferhitzer“. Aber wenn sie auf korrekte Darstellung bestehen. Ja es ist ein Boiler. Und damit energetisch etwas schlechter als ein Durchlauferhitzer, weil wir beim Quooker nicht ganz um die Standby-Verluste herumkommen und die Energie zum erhitzen des Wassers ansonsten gleich ist.

        Mit ist nach ihrer Antwort jetzt nur nicht mehr klar ob Sie das gut finden oder schlecht. Ich dachte erst sie finden den gut. Aber mit dem besseren Durchlauferhitzer wollen sie ihn nicht gleichgestellt sehen. Na gut soweit so korrekt.

        Menschen die nicht in kW und in kWh können, die können sie aber bestimmt von weitem erkennen. Ja doch bestimmt.

  9. Danke für die Berechnung 🙂 Dennoch zahlt man nicht nur die Laufenden Kosten, sondern auch die Anschaffung. Aber es ist wie mit vielen Dingen. Lohnen tut es sich nicht, aber man möchte es dennoch gern haben: Auto, Urlaub, Freizeitvergnügen, Haushaltsgegenstände

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