Power für Home Assistant: Der Raspi 5 kommt mit viel mehr Leistung

Die Raspberry Pi Foundation hat den Raspberry Pi5 vorgestellt, der nicht nur mehr Leistung, sondern auch SSD-Anschlüsse und PoE bietet.

Der Raspberry Pi ist ein beliebter Mini-Computer, der sich für viele Projekte eignet. Ob als Mediacenter, als Server, als Retro-Spielekonsole oder als Smarthome Zentrale – der Raspi bietet unzählige Möglichkeiten. Nun hat die Raspberry Pi Foundation den Raspberry Pi 5 vorgestellt, der mit deutlich mehr Leistung und neuen Funktionen aufwartet. Hier erfahrt ihr, was der neue Raspi alles kann und welche Vorteile er für Home Assistant bringt.

Raspberry Pi5 (Bild: Raspberry Foundation)

Was ist neu am Raspberry Pi 5?

Der Raspberry Pi 5 ist der Nachfolger des Raspberry Pi 4, der im Juni 2019 erschienen ist. Der neue Raspi hat einige Verbesserungen und Neuerungen zu bieten, die ihn zu einem noch leistungsfähigeren und vielseitigeren Mini-Computer machen. Hier sind die wichtigsten Neuerungen im Überblick:

Der Raspberry Pi 5 hat einen neuen Prozessor, den Broadcom BCM2712. Dieser basiert auf der ARMv8-Architektur und hat vier Kerne mit je 2,4 GHz Taktfrequenz. Damit soll der BCM2712 zwei- bis dreimal so schnell sein wie der Vorgänger. Die Raspberry Pi Ltd. hat mit dem RP1 außerdem einen eigenen I/O-Chip entwickelt, der USB, PCIe, SDIO, Ethernet und die GPIO-Anschlüsse direkt anbinden kann. Der USB-Chipsatz kann damit wegfallen. Die neue USB-Anbindung, kann USB 3.2 Gen1 mit 5Gbit/s und das gleichzeitig auf beiden Ports USB3 Ports. Außerdem sind weiterhin 2 USB 2.0 Ports an Bord. Damit wird der neue Raspi 5 auch als NAS-Plattform sehr interessant. Die beiden USB-Ports sollen dabei jeweils 4,5 Watt liefern.

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Die neue GPU VideoCore VII taktet 60 Prozent höher, hat aber keinen H.264 Decoder mehr. Dieser Codec kann lt. den Machern nunmehr direkt durch die CPU verarbeitet werden. Über die zwei Mini-HDMI-Buchsen können 4k Displays mit 60 Hz angesteuert werden. Ebenso können nun entweder zwei Kameras, zwei (Touch-)Displays oder beides gemischt an den beiden MIPI Ports angeschlossen werden

NVMe-HAT für SSDs

Noch viel interessanter ist aber der PCI-Express-Anschluss, der per PCIe 2.0×1 bis zu 500 MByte/s schafft. Über einen M.2 SSD-HAT Adapter kann man dann endlich auch schnelle und zuverlässige NVMe-SSDs nutzen, was gerade bei Home Assistant vor Ausfällen durch defekte Micro-SD-Karten schützt und zudem sehr viel bessere Performance bei vielen Datenbankzugriffen bringt.

Apropos SD-Karte: Diese kann nun mit bis zu 100 MByte/s ausgelesen werden.

Nicht zuletzt sollte auch ein kleines, aber sehr praktisches und lange überfälliges Feature genannt werden: Ein Ein-/Ausschalter. Damit kann man den Raspi schnell neu booten oder resetten, ohne dass man am Netzteil herummachen muss.

Aktiver Kühler für den Raspberry Pi5

Über einen PoE-HAT, kann man den Raspi jetzt auch ganz offiziell per Power over Ethernet versorgen. Allerdings hat der neue Raspi 5 eine deutlich höhere Stromaufnahme. Erforderte der Raspi 4 noch ein 5V Netzteil mit 3 Ampere, sind es beim Raspi 5 jetzt 5 Ampere. Dafür gibt es jedoch auch einen Lüfteranschluss, der vermutlich für Anwendungen wie Home Assistant auch sinnvoll sein dürfte. Versorgt wird der Raspi5 – wie schon sein Vorgänger – über den USB-C Anschluss.

  • 2.4GHz quad-core 64-bit Arm Cortex-A76 CPU
  • VideoCore VII GPU, supporting OpenGL ES 3.1, Vulkan 1.2
  • Dual 4Kp60 HDMI® display output
  • 4Kp60 HEVC decoder
  • Dual-band 802.11ac Wi-Fi®
  • Bluetooth 5.0 / Bluetooth Low Energy (BLE)
  • High-speed microSD card interface with SDR104 mode support
  • 2 × USB 3.0 ports, supporting simultaneous 5Gbps operation
  • 2 × USB 2.0 ports
  • Gigabit Ethernet, with PoE+ support (requires separate PoE+ HAT, coming soon)
  • 2 × 4-lane MIPI camera/display transceivers
  • PCIe 2.0 x1 interface for fast peripherals
  • Raspberry Pi standard 40-pin GPIO header
  • Real-time clock
  • Power button

Was sind die Vorteile des Raspberry Pi 5 für Home Assistant?

Mit der einfachen Nutzung von NVMe-SSDs, dürfte der Raspberry Pi5 Home Assistant ziemlich Schwung geben. Vorbei die Zeiten, in denen die Micro-SD-Karten wegen zu vieler Schreibvorgänge ausfielen. Zusammen mit der neuen schnellen CPU ist der Raspi5 prädestiniert für die neuen Sprach- und Ki-Funktionen von Home Assistant und kann auch viele Geräte und Integrationen gleichzeitig schnell bedienen.

Gerade, wenn man mit Home Assistant Supervised viele Add-Ons wie InfluxDB, Grafana, MQTT-Broker, AdGuard etc. nutzt, welche ja als Docker-Container arbeiten, sind Leistungszuwachs und 500 MByte/s per SSD sicher sehr hilfreich.

Der erst kürzlich vorgestellte Home Assistant Blue dürfte es gegen den Raspi5 schwer haben, zudem der mit voraussichtlich $60 für die 4GB Version und $80 für die 8 GB RAM, einem zusätzlichen Gehäuse und ZigBee-Stick auch nicht teurer wäre.

Fazit

Der Raspberry Pi 5 ist ein leistungsstarker und vielseitiger Mini-Computer, der sich für viele Projekte eignet. Der neue Raspi bietet deutliche Verbesserungen und Neuerungen gegenüber dem Raspi 4, die ihn zu einem noch besseren Smart Home Zentrale machen.

Allerdings benötigt er auch mehr Strom und kostet deutlich mehr, als seine Vorgänger (sieht man von den irren Preisen während der Chip-Krise einmal ab). Für kleinere Projekte genügen Raspi4 (und häufig auch noch ein Raspi3) vollkommen. Für Mediacenter-Anwendungen, Smarthome-Hubs oder DIY NAS-Systeme ist der Raspberry Pi5 jedoch höchst willkommen.

Lieferbar soll er ab Oktober 2023 sein. Warten wir’s ab und ich bin auch über die tatsächlichen Verkaufspreise der Raspi5 hierzulande gespannt.

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