[UPDATE] Nikon D7100 – der Nachfolger der D7000 ist da und enttäuscht mich

Nun gibt es sie also doch, die neue Nikon D7100. Als Nachfolger der D7000 schließt sie die Lücke zwischen DX-Kameras und den Vollformat-DSLRs. Die Ausstattung ist solide und weiß trotzdem nicht so recht zu begeistern.

Die Nikon D7000 war das aktuelle Modell zwischen den kleineren DX-Kameras und den Vollformat-Boliden D600 und D800, da die Nikon D300s schon einige Jährchen auf dem Buckel hat und die D7000 in vielen Bereichen deutlich besser war.

D7100 mit 16-85 mm Objektiv
D7100 mit 16-85 mm Objektiv

Der wohl größte Unterschied zum Vorgängermodell ist der neue Sensor mit 24 Megapixeln Auflösung, was mittlerweile als Standard bei DSLR-Kameras gilt. Auch der Verzicht auf einen Tiefpassfilter ist eine Neuerung, die zu noch mehr Bilddetails führen soll. Das Mehr an Pixeln kann auch dazu benutzt werden, die Sensorfläche zu Begrenzen um damit eine 1,3-fache Vergrößerung zu erreichen, wobei sich die Auflösung dann auf 15 Megapixel reduziert.

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Nikon D7100
Nikon D7100

Der Autofokus hat nun 51 Fokussensoren samt 15 Kreuzsensoren in der Bildmitte. Beim Videomodus hat man zugelegt und nun sind auch Full-HD Aufnahmen mit 60 Bildern pro Sekunde möglich – allerdings nur im Interlaced-Modus (Halbbilder, 1080i). Mit progressiver Aufzeichnung sind es dann noch 30 fps. Im 720er HD-Modus gibts dann auch 60p Aufnahmen. Für den besseren Ton hat man der D7100 nun ein Stereomikrofon spendiert, von einer manuellen Tonaussteuerung habe ich bisher aber nichts gelesen. Auch die Blende bei Videoaufnahmen lässt sich nach wie vor nur bei deaktiviertem Live-View ändern, was mich schon bei der D7000 nervte.

Das Display ist um 0,2 Zoll auf 3,2 Zoll gewachsen und stellt nun 1.229.000 Pixel dar.

Vielmehr gibt es zur neuen Nikon D7100 auch nicht zu sagen.

Was ich erwartet hätte

Ich bin mit den Leistungen der D7000 noch immer sehr zufrieden und finde bei der D7100 kein Feature, das mich neugierig auf den Nachfolger machen würde. Die Auflösung und das Rauschverhalten der D7000 ist für mich noch immer so brillant, dass ich auf 24 Megapixel getrost verzichten kann. Der Videomodus wäre mit 1080p interessant gewesen und wenn man endlich eine komplett manuelle Steuerung von Blende und Verschlusszeit während der Aufnahme angeboten hätte. An der Geschwindigkeit und Präzision des Autofokus‘ konnte ich bei einer D7000 nie etwas aussetzen.

Was mir fehlt wäre ein eingebautes GPS und vor allem: WiFi. Sowas würde ich 2013 eigentlich von jeder gehobenen DSLR erwarten, aber das ist – nicht nur bei Nikon – scheinbar zuviel verlangt, für einen Kaufpreis von fast 1200 Euro für den Body.

Apropos Preis: Hier muss man dann tatsächlich überlegen, ob man nicht gleich auf eine D600. Den Vollformat-Body gibt es mittlerweile für gute 1.500 Euro. Nur wer viele DX-Objektive sein Eigen nennt, dürfte diesen Schritt nochmal überdenken.

Auch wenn die D7100 bei der Bildqualität vermutlich einer D7000 leicht das Wasser reichen kann (das würde ich zumindest erwarten), halte ich das Update für vernachlässigbar und werde diese Kamera sicher überspringen, da mir die technische Bildqualität der letzten Kamerageneration schon lange genügt und wirklich neue und attraktive Features fehlen.

Wie siehts bei euch aus?

UPDATE: HIER gibt es mehr Infos und ein paar Beispielfotos in voller Auflösung

UPDATE 2: Bei Amazon kann man die D7100 mit und ohne Kit-Objektiv vorbestellen.

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