Lasst uns mal über Adobe Lightroom 5 reden

Na, schon zusammengezuckt? Nein nein, es gibt noch keinen Lightroom 5 von dem du nichts weißt. Ich möchte nur ein bisschen rumspinnen, was ich mir von einer neuen „Major“ Version wünschen würde und vielleicht möchtest du deine Wünsche nennen.

Lightroom benutze ich seit der ersten öffentlichen Beta-Version nun schon über 6 Jahre. Vieles hat sich in dieser Zeit getan. Neue Funktionen wie die lokale Korrektur, Dualmonitor-Betrieb, Geotagging und Fotobuch-Gestaltung kamen, neben vielen anderen Verbesserungen, hinzu.

Während 2006 das RAW-Format noch immer ein ziemliches Nischendasein fristete und eher etwas für die Fotofreaks war, ist der RAW-Workflow heute etabliert und viele andere Anwendungen wie ACDSee, Aperture, DxO oder Freeware wie RAW Therapee und natürlich die Programme der Kamerahersteller wie Capture NX von Nikon, bieten dem geneigten Benutzer einige Auswahl an Programmen.

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Hat man sich jedoch einmal auf einen Workflow eingeschossen, wird man selten auf eine andere Umgebung umsteigen, da meist auch das komplette Archiv davon betroffen wäre. Ich bin mit Lightroom in weiten Teilen sehr zufrieden und ähnliche Anwendungen interessieren mich nur wenig. Trotzdem gibt es einiges, was ich mir in einem Lightroom 5 – oder wie das auch immer heißen mag – wünschen würde.

Lightroom schneller machen?

Für viele steht wohl eine bessere Performance und mehr Geschwindigkeit bei der Bearbeitung an erster Stelle. Seltsamer Weise habe ich damit praktisch keine Probleme oder bin zu anspruchslos. Selbst die neuerlichen Berichte, dass Lightroom 4.2 langsamer als 4.1 wäre, kann ich nicht nachvollziehen. Eine SSD-Festplatte und einige meiner Lightroom Tuning Tipps, machen Lightroom für mich praxisgerecht schnell.

Modul-Presets

Mit den Einstellungsmöglichkeiten von Lightroom 4 hat sich sehr vieles getan, gerade was die wichtigen Belichtungsparameter angeht. Eine Idee, die mir schon länger vorschwebt, wäre eine Funktion, die ich einfach mal „Modul-Presets“ nennen würde. Das wäre für mich ein Vorgaben-System, das man direkt aus dem jeweiligen Bearbeitungsmodul (z. B. die Datail-Einstellungen) aufrufen kann und das über den Standard-Vorgaben steht – diese ggf. überschreibt.

So könnte man verschiedene Schärfeeinstellungen direkt aus dem Detail-Modul aufrufen und anwenden. Zwar kann man die Idee grundsätzlich auch mit den jetzigen Funktionen realisieren, aber nicht so komfortabel, wie ich mir das vorstelle.

Erweiterte Objektivkorrekturen

Die Objektivkorrektur von Lightroom funktioniert wirklich ordentlich und die Datenbank der unterstützten Objektive wächst mit beinahe jedem Update. Was mir ein bisschen fehlt sind Funktionen, um stürzende Linien zu korrigieren, oder eine Möglichkeit um Fotos gezielt dehnen oder stauchen zu können.

Alles sammeln!

Viele Probleme drehen sich immer um das Thema Kataloge verschieben, kopieren und sichern. Mit etwas Vorwissen ist das zwar eigentlich kein Problem, aber man könnte es trotzdem besser gestalten.

So wäre es wirklich hilfreich, wenn eine Funktion, die ich einfach einmal „Sammeln“ nenne, alle Fotos und alle Dateien die zu einem Katalog gehören „sammeln“ und dann als kompaktes Paket zum Transport oder zur Archivierung anbieten würde.

Fotobücher und Kalender

Der Gedanke Adobes hinter dem in Version 4 eingeführten Fotobuch-Modul ist ziemlich einfach: Sicher wird man an den Umsätzen Fotobuchanbieter beteiligt, die Lightroom 4 bereits unterstützt. Ich halte diese Funktion für höchst überflüssig und wenn sie schon vorhanden ist, sollte sie zumindest auch die Gestaltung anderer Produkte wie Fotokalender etc. anbieten.

Datensicherung in der Cloud

Datensicherung ist ja so ein Thema, bei dem viele Fotografen in Verlegenheit geraten, da es damit wohl meist nicht so weit her ist. Adobe könnte hier helfen, wenn man ein eigenes kleines Datensicherungsmodul einbinden würde, das Kataloge und Fotos zu Cloud-Speichern wie Dropbox, Amazon S3 oder Google Drive sichern könnte.

 

 

 

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19 Kommentare zu “Lasst uns mal über Adobe Lightroom 5 reden

  1. Als iPad Besitzer exportiere ich einige Bilder im Seitenverhältnis 4:3. Dazu mache ich einem Bild eine virtuelle Kopie und dann crop. Gut wäre es eine „Crop virtual copy“ zu haben. Nimmt alle nachträglichen Änderungen mit, mit Ausnahme des Crops.
    Sammlungen können so erzeugt werden, dass die ausgewählten Bilder virtuelle Kopien werden. Fügt man später ein Bild so einer Sammlung hinzu wird keine virtuelle Kopie erzeugt. Macht so wenig Sinn. Also ein Schalter damit eine Sammlung beim hinzufügen immer eine virtuelle Kopie erzeugt. Wird diese aus der Sammlung gelöscht und wurde nicht angefasst (ist sonst nirgendwo, keine Veränderung) auch die Kopie löschen.

    Geotagging von Track mit Referenzbild und -punkt für Zeitversatz. Das ist das Feature von Geosetter! Einen Referenzpunkt mit dem Tracker erzeugen und gleichzeitig ein Bild machen. Das dann als Referenz für den Zeitversatz und kein raten mehr ob und wie die Zeiten auseinander laufen. Geosetter merkt sich den Versatz und korrigiert auf Wunsch alle anderen Bilder mit dem Wert.

  2. Mir fehlt die Möglichkeit vorabbestimmte EXIF-Daten, wie beispielsweise Belichtung, Belichtungskorrektur, ISO-Empfindlichkeit, Brennweite bei 35mm, etc. als automatisch erzeugte Fotobeschriftung einzufügen.

  3. Das mit den Objektivkorrekturen verstehe ich nicht. Es gibt doch die manuellen Objektivkorrekturen, da geht doch zumindest das Korrigieren von stürzenden Linien?!?

  4. Ich würde mir auch eine bessere Presetverwaltung wünschen. Als Presetjunkie sammeln sich im Laufe der Zeit einige hundert Presets an. Mit dem jetzigen System hat man kaum die Möglichkeit diese sinnvoll zu organisieren. Mehrere Ordnerebenen sollte der Mindeststandard sein.

  5. Ich würde mir auch vor allem mehr Geschwindigkeit wünschen. Ich habe zwar Deine Tipps genutzt, aber trotzdem dauert es noch immer ca. 15 Sekunden auf dem MBP bzw. 12 Sekunden auf dem Mac Mini, bis vom Katalog- ins Entwickeln-Modul geschaltet wird.

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