Home Assistant Green - vorkonfigurierte HA-Hardware für $99

10 Jahre Home Assistant – neue Hardware für Einsteiger und neues Logo

Home Assistant feiert 10-jähriges Bestehen mit einem aufgefrischten Logo und Home Assistant Green für einen einfachen Einstieg in die Home Assistant Welt.

Man kann es kaum glauben, aber das Home Assistant Projekt gibt es mittlerweile seit 10 Jahren. Ich selbst bin, mit Umwegen über OpenHAB und Symcon, seit über 3 Jahren bei Home Assistant und bin überzeugt, dass es der beste Smarthome-Hub ist.

In den vergangenen 10 Jahren hat sich Home Assistant auch stark weiterentwickelt.

„Ich habe Home Assistant nicht gestartet, weil ich eine Smart-Home-Plattform schreiben wollte“, erklärte der Home Assistant Gründer und CEO von Nabu Casa Paulus. „Hue wurde veröffentlicht, und ich habe es gekauft. Ich war zu diesem Zeitpunkt Gastwissenschaftler an der UCSD und schloss meine Masterarbeit ab und machte eine Menge Python-Zeug, also schrieb ich etwas Code, um mit Hue zu kommunizieren.“

Seitdem ist das Projekt und das Team auf 28 Personen angewachsen. Die Entwicklung von Home Assistant wird durch Abonnements des Cloud-Dienstes Home Assistant Cloud sowie den Verkauf von Hardware wie dem Yellow, dem limitierten Blue, dem SkyConnect-Dongle und nun dem Green Hub finanziert, was es dem Unternehmen ermöglicht, ohne den Druck von externen Investoren zu arbeiten. Neben dem Kernteam selbst gibt es unzählige Menschen, die in ihrer Freizeit Blaupausen hinzufügen und zum Code beitragen. Home Assistant das zweit aktivste Open-Source-Projekt auf GitHub.

Gerade für Home Assistant gibt es ganz unterschiedliche Plattformen und Konzepte. Vom einfachen PC, über virtuelle Maschinen oder Docker Container und natürlich einem Raspberry Pi. Mit dem Home Assistant Green haben die Macher der beliebten Smarthome-Plattform nun eine neue Hardware herausgebracht, die den Einstieg in Home Assistant einfach macht und zudem auch noch sehr stromsparend ist.

Zusammen mit dem Home Assistant Green wurde auch gleich noch das Logo überarbeitet, das auch den kleinen Rechner ziert.

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Das dezent überarbeitete neue Logo

Was ist der Home Assistant Green?

Für viele Home Assistant Einsteiger, dürfte ein Raspberry Pi die Plattform der Wahl (gewesen) sein. Allerdings kam es mit der Chip-Krise zu einer Verknappung der kleinen Rechner und die Preise schossen in absurde Regionen. Habe ich meine Raspberry Pi 4 mit 4 GB RAM noch für 40 € erstanden, kosteten Sie 1 Jahr später gerne mal 300 €. Eine Alternative, die auch ich immer wieder empfehle, sind refurbished Mini-PCs. Diese bekommt man mit guter Ausstattung für unter 150 € und sie sind einem Raspberry in praktisch allen Belangen überlegen. Einzig der Strombedarf ist bei den Mini-PCs etwas höher.

Allerdings muss man hier natürlich selbst Hand anlegen, das System installieren und einrichten. Das ist zwar alles kein Hexenwerk, aber mancher möchte es noch einfacher und am liebsten eine Plug and Play Lösung.

Diese gibt es nun mit dem Home Assistant Green. Hardware von den Home Assistant Machern gab es mit dem Blue und Yellow zwar schon. Mit dem Green will man den Einstieg nun noch einfacher gestalten und durch die neue Hardware, dürfte auch keine Hardware-Engpässe zu befürchten sein. Der Green basiert nämlich nicht auf einem Raspberry Pi, sondern auf der RK3566 Quadcore CPU von Rockchip. Der geneigte Elektronik-Bastler kennt diese CPU bereits vom Pine64 Board, das sich während der Raspberry-Krise als günstige Alternative erwiesen hat.

Diese Plattform hat gegenüber dem Raspberry Pi 4 auch gleich einen entscheidenden Vorteil, denn man kann einen eMMC-Speicher direkt damit betreiben. Damit sind defekte Micro-SD-Karten Geschichte, das der eMMC-Speicher wie eine SSD arbeitet und für viele Schreibzyklen ausgelegt ist. Die Besonderheit beim Green ist, dass man ihn komplett mit dem neusten Home Assistant Version auf der eMMC-Karte vorkonfiguriert bekommt. Man muss ihn also nur noch mit dem Router verbinden und kann loslegen. Der Green ist speziell dafür gemacht, Home Assistant zur Verfügung zu stellen und ich keine universelle Plattform, wie ein Raspberry Pi.

Der Home Assistant Green
Home Assistant Green

Der Home Assistant Green hat folgende technische Daten:

  • RK3566 Quadcore CPU mit 1,8 GHz
  • 4 GB RAM
  • Gigabit Ethernet-Port
  • 2 USB 2.0 Ports
  • 32 GB eMMC Speicher
  • HDMI-Ausgang
  • Micro-SD Slot
  • Aluminiumgehäuse mit Kühlkörper
  • 1A Netzteil mit USB-C-Anschluss
  • Ethernet-Kabel

Der Home Assistant Green hat kein WLAN an Bord, denn das Herz einer Smarthome-Installation sollte immer per Ethernet angebunden werden. Leider ist auch kein ZigBee-Router eingebaut, sodass man hier z. B. auf den Skyconnect-Dongle zurückgreifen muss. Da es bislang noch wenige Matter-Geräte gibt, empfehle ich auch gerne den Sonoff ZigBee 3.0 USB Dongle, mit dem ich sehr zufrieden bin und der auch sehr viel einfacher zu bekommen ist.

Was sind die Vor- und Nachteile des Home Assistant Green?

Als Vorteile des Home Assistant Green sehe ich:

  • Komplett vorinstalliert. Man kann sofort starten, was den Einstieg für technisch weniger versierte Anwender erleichtert.
  • Auf Home Assistant abgestimmte Hardware
  • eMMC-Speicher für zuverlässigen Betrieb
  • geringer Stromverbrauch

Allerdings gibt es aus meiner Sicht auch einige Nachteile:

  • Derzeit nur über Seeed Studio mit Versand aus China erhältlich (die Verfügbarkeit von Home Assistant eigener Hardware, war in Europa schon immer etwas schwierig).
  • Nur 2 USB 2.0 Ports. Damit keine Anbindung z. B. einer schnellen externen SSD möglich/sinnvoll
  • Kein ZigBee-Router eingebaut
  • Kein WLAN, was die Aufstellung für manche schwierig machen könnte.
  • Leistung vielleicht bald zu gering

Gerade den letzten Punkt sehe ich häufig in Foren: Viele starten mit einem Raspi (der Green dürfte in der Leistungsfähigkeit vergleichbar sein), finden dann Gefallen an Home Assistant und wollen immer mehr Funktionen. Gerade wenn es dann um Kameras und Frigate geht, kommen diese Einplatinen-Rechner schnell an ihre Grenzen. Zudem ist der Green auch nicht ganz billig. In Deutschland dürfte er sich wohl bei 129 € einpendeln, schätze ich. Dafür bekommt man, wie oben schon erwähnt, oft schon einen kleinen PC mit Intel i5, 8 GB RAM, USB 3.0 Ports und 256 GB SSD. Diesen kann man dann auch leicht mit mehr SSD-Platz aufrüsten oder als günstiges NAS-System nutzen.

Mit dem Green hat man zwar eine vorkonfigurierte Plattform. Allerdings ist aus meiner Sicht und Erfahrung die Installation von Home Assistant noch die einfachste Aufgabe. Wie man Sensoren und Automationen anlegt oder eigene Template-Sensoren erstellt, um unterschiedlichste Dienste und Daten miteinander zu verbinden, muss man trotzdem noch lernen.

Refurbished Mini-PCs als Alternative zu Raspberry Pi

Wie kann man den Home Assistant Green kaufen?

Der Home Assistant Green ist seit dem 17. September 2023 erhältlich und kostet $99. Du kannst ihn direkt auf der Website von Nabu Casa bestellen oder bei ausgewählten Händlern kaufen. Aktuell ist hier nur Seeed Studio mit Versand aus China aufgeführt. Weitere Händler sollen aber demnächst hinzukommen.

Mehr Infos: Home Assistant Green – Home Assistant (home-assistant.io)

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