So habe ich unsere Heizung maximal optimiert

Wie ich 34 % Gas spare – auch durch Home Assistant und was die EnSimiMaV ist

Die Gaspreise schnellen in die Höhe und damit auch die Suche nach Einsparungsmöglichkeiten oder Alternativen. An der eigenen Heizungsanlage hat man jedoch einen großen Hebel, der kaum genutzt wird.

Die Heizung möglichst effizient und mit niedrigem Gasverbrauch laufen zu lassen, war für mich nicht erst seit der Gaskrise wichtig. Nicht weil wir uns es nicht leisten könnten, sondern weil es schlichtweg dumm ist, unnötig Gas zu verheizen. Darum habe ich seit unserem Einzug 2018 immer wieder an den Einstellungen der Heizung geschraubt, das Verhalten beobachtet und weiter optimiert, da die Einstellungen der Heizungsfirma schlichtweg falsch waren. Mittlerweile bin ich bei einem Punkt angekommen, wo es kaum mehr Optimierungsmöglichkeiten gibt, denn ich habe den durchschnittlichen Jahresverbrauch der Vorjahre um 34 Prozent senken können.

Wichtig: Ich kann hier nur meine Erfahrungen darstellen und keine fertigen Lösungen anbieten. Zu unterschiedlich sind Anlagen, Häuser, Dämmung, Nutzung und Vorlieben.

Unser Haus, unsere Heizung

Unser Haus wurde 1964 massiv gebaut und zwischen 2016 und 2018 komplett renoviert. Die Böden kamen raus und Fußbodenheizung hinein und da von den Vorbesitzern noch ein Gasanschluss ins Haus gelegt wurde, war eine Viessmann Gasbrennwerttherme die Heizung der Wahl, den sowohl Gerät als auch das Gas waren sehr preiswert. Ergänzt wurde die Heizung durch einen Kamin mit Wasserführung, mit dem man das gesamte Haus heizen und Brauchwasser erwärmen kann. Dazu steht im Technikraum ein großer Pufferspeicher, der die Wärme des Kamins aufnehmen und nach und nach an das Heizsystem abgeben kann.

Meine Homeassistant Installation vorgestellt

Zudem wurde unser Haus mit großen bodentiefen, 3-fach-verglasten Fenstern auf der Südseite ausgestattet und maßvoll gedämmt (12 cm). Die Temperaturen aller Räume können über die LCN-Issendorff Gebäudeautomation , Home Assistant und eigene Sensoren erfasst werden.

Gasthermen, hydraulischen und thermischen Abgleich optimal einstellen

Schon früh fiel mir auf, dass der Heizungsbetrieb, der unsere Anlage geplant und installiert hat, wenig dafür tut, dass die Heizung auch gut eingestellt ist. Dabei handelte es sich nicht um einen Kleinbetrieb, sondern eine Firma mit 40 Mitarbeitern. Eine Heizung in einem Einfamilienhaus wird aber einfach immer überdimensioniert, damit später keine Beschwerden kommen, dass es nicht warm werden würde. Was fehlt, sind angepasste Parameter und ein echter hydraulischer Abgleich nach Praxiswerten und nicht nur nach theoretischer Auslegung hinsichtlich Leitungslänge, Strömungswiderstand, geschätztem Wärmebedarf pro Quadratmeter etc. Nach dem hydraulischen Abgleich kommt der thermische Abgleich. Spätestens hier ist der Heizungsbauer raus, weil die Rahmenbedingungen stimmen müssen und er garantiert nicht zum passenden Zeitpunkt im Haus ist.

Heizkreisverteiler mit Durchflussreglern

Die Heizungstechniker trauen sich auch nicht in die tieferen Service-Ebenen einer modernen Heizungssteuerung, geschweige denn dass sie wissen würden, was die einzelnen Parameter bewirken. Einzig ein Außendienstmitarbeiter des Heizungsherstellers wusste hier Bescheid und sorgte bei den anwesenden Heizungstechnikern für Fragezeichen in den Augen.

„Serviceebene 2? Da fassen wir nicht ran, höhöhö!“. Der Außendienstmitarbeiter des Heizungsherstellers konnte mir zum ersten Mal meine Heizungsanlage richtig erklären und gab wertvolle Tipps. Er teilten den beiden anwesenden Heizungstechnikern aber auch mit, dass sie sich damit sehr wohl auskennen und auseinandersetzen sollte.

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Der Außendienstler sagte mir, dass Heizungsbauer zwar auf dem Papier einen hydraulischen Abgleich angeben, dieser aber selten passen würde. Der Grund dafür ist auch einleuchtend, denn dem hydraulische Abgleich folgt der thermische Abgleich der Anlage und der muss zu unterschiedlichen Außentemperaturen erfolgen, mehrfach nachjustiert werden und dauert bei Fußbodenheizungen durch deren Trägheit auch lange. Zudem muss man einfach testen, ob man mit den Einstellungen die Wohlfühltemperatur im jeweiligen Raum erreicht.

Der Sinn des hydraulischen Abgleichs ist, dass jeder Raum gerade die Wärmemenge erhält, die er für die gewünschte Temperatur benötigt. Wenn es in einem Raum nicht warm wird, wird häufig einfach die Vorlauftemperatur der Heizung angehoben. Problem gelöst – für den Heizungsbauer. Jetzt wird es im Raum warm und in den anderen Räumen noch wärmer und man verbraucht unnötig Energie. Die zahlt aber nicht der Heizungsbauer. Der schickt uns für diese „Leistung“ auch noch eine Rechnung.


„Serviceebene 2? Da fassen wir nicht ran, höhöhö!“

– Heizungstechniker vor Ort

Wir haben bei unserem Haus auch auf eine Einzelraumregelung (ERR) mit Thermostaten verzichtet. In gut gedämmten Häusern kann man die Raumtemperatur ganz ohne Thermostate, ausschließlich über den hydraulischen Abgleich regulieren. Das hat den Vorteil, dass etwa externer Wärmeeintrag durch Sonneneinstrahlung auf dem Fußboden (bei Fußbodenheizung), Abwärme von Geräten etc. auch in andere Räume übertragen wird und auch ein Selbstregeleffekt eintritt. Dieser wird hier schön erklärt: http://www.bosy-online.de/Selbstregeleffekt.htm.

Das funktioniert bei uns einwandfrei und sorgte für die ersten Einsparungen im Bereich von 15 %. Zudem verbrauchen gerade die Stellantriebe von Fußbodenheizungen selbst Strom (ca. 1-2 Watt pro Ventil), was bei uns einen Stromverbrauch von 60 Watt, nur für die Stellantriebe der Heizung bedeuten würde und das für etwa 200 Tage im Jahr = 288 kWh Strom – bei den aktuellen Strompreisen immerhin 100 € pro Jahr. Der Stromverbrauch der Steuerung und Raumthermostate ist hier noch gar nicht berücksichtigt.

In modernen Häusern ist eine Einzelraumregelung Unfug, kostet Geld bei der Installation und im Betrieb. Der hydraulische Abgleich kostet nur Zeit und ist effizienter. Durch Einzelraumventile wird dessen optimale Wirkung abgewürgt.

Mit der korrekten Einstellung der Heizkurve und der Heizzeiten, hat man einen großen Hebel, was die Verbrauchsoptimierung angeht. Auch das ist eine Einstellung, die von den Heizungsbauern nur auf Augenmaß gemacht wird. Wenn man seine Heizung optimieren will, muss man sich selbst mit der Materie befassen, die gemachten Einstellungen und Effekte dokumentieren und „erleben“. Der Heizungsbauer ist nur ein paar Minuten im Haus und macht seine Standardeinstellung, die nie optimal sein kann.

Gasverbrauch, Außentemperatur, Vorlauf und Temperatur im Büro in einer Grafana Auswertung

Unser Zeitprogramm für den Normalbetrieb Fußbodenheizung läuft auch nur von 6 bis 8, 11–13 und 17–21 Uhr. Damit haben wir einen optimalen Wert zwischen der Trägheit der FBH und konstanter Raumtemperatur gefunden. Wir senken dazwischen allerdings auch nur um max. 2 Grad ab. Meine Messungen haben gezeigt, dass eine höhere Nachtabsenkung den Energieverbrauch erhöht, da der Estrich zu stark auskühlt und das mit mehr Energie aufgeholt werden muss.

Brauchwassertemperatur und Zirkulation

Viel Energie wird für die Brauchwasserbereitung verschwendet. Das Brauchwasser wird zu häufig auf die Solltemperatur erwärmt, die auch noch viel zu hoch eingestellt ist. Die Grundeinstellung unserer Heizung lag bei 65 °C Warmwassertemperatur und praktisch permanenter Bereitung zwischen 5 und 23 Uhr! Gleichzeitig war das Programm für die Zirkulationsleitung in dieser Zeit auch ständig aktiv. Gerade die Warmwasserzirkulation vernichtet Unmengen an Energie, da der Wärmeverlust ständig kompensiert werden muss.

Unser Zeitprogramm für die Zirkulationsleitung

Wir haben nur noch 48 °C Warmwassersolltemperatur und eine einzige Aufheizung um 6 Uhr morgens. Die Zirkulation springt um 6:30 Uhr und um 22:30 für jeweils eine halbe Stunde an – das war es! Damit haben wir 24 Stunden lang ausreichend warmes Wasser, selbst für eine Dusche am Abend.

In der gefürchteten Parameterebene 2 unserer Viessmann-Heizungssteuerung findet man den Parameter 59 „Speicherbeheizung: Einschaltpunkt Sollwert“, der von 0 bis 10 K(elvin) eingestellt werden kann. Die Standardeinstellung war 4 K. Das bedeutet, dass die Brauchwassererwärmung sofort anspringt, wenn während des aktiven Warmwasserprogramms die Temperatur 4 K unter den Sollwert sinkt. 44 °C sind jedoch noch immer ausreichend, weshalb ich diesen Parameter auf 8 K eingestellt habe. Das hat den Effekt, dass die Brauchwassererwärmung oft nur alle 2 Tage erfolgt, weil auch nach mehr als 24 Stunden noch über 41 °C Brauchwassertemperatur vorherrschen.

Sinnvolle und effiziente Einstellungen der „gefürchteten“ Parameterebene 2

Hier tritt aber noch ein anderes Problem in Erscheinung: Die Temperatur für diesen Parameter wird in unserem Pufferspeicher auf etwa 2/3 der Höhe gemessen. Tatsächlich liegt die Temperatur der obersten Schichtung, aus der auch das heiße Wasser entnommen wird, noch bei 48 °C, wenn der Sensor nur noch 35 °C misst.

Mit diesen Einstellungen konnten wir den Energieverbrauch für die Brauchwasserbereitung um 2/3 verringern!

Um Legionellen braucht man sich nicht die Sorgen machen, die häufig angeführt werden, wenn man mit niedriger Brauchwassertemperatur in Einfamilienhäusern fährt. Unsere Zapfstellen sind regelmäßig in Benutzung, sodass sich hier keine Legionellen bilden können und wir zählen auch nicht zu den gefährdeten Gruppen. Ein „Hygieneprogramm“ heizt den Speicher auch alle 10 Tage auf 65 Grad. Das nützt aber nur, wenn man dann auch alle Warmwasserleitungen einige Zeit fließen und spülen lässt.

Kurzanleitung Heizungsoptimierung

  • Sich in die Thematik einlesen und recherchieren. Seiten wie https://www.haustechnikdialog.de, https://www.heizungsforum.de/ oder die Foren der Heizungshersteller helfen bei Fragen meist besser und kompetenter als der Heizungsbauer vor Ort.
  • Hydraulischer Abgleich der Anlage – das A und O der Heizungsoptimierung, muss aber „erlebt“ werden ? Thermischer Abgleich
  • Heizkurven optimieren
  • Heizzeiten reduzieren, im Sommer nur Warmwasserbetrieb
  • Bei Fußbodenheizung auf Einzelraumregelung verzichten (was durch den hydraulischen Abgleich kein Problem mehr sein sollte)
  • Raum- und Außentemperaturen messen und erfassen (geht mit einer Smarthome-Steuerung einfach und komfortabel)
  • Alle Änderungen dokumentieren. Fotos von den Einstellungen an der Heizungssteuerung machen.
  • Brauchwassertemperatur reduzieren. Je nach Nutzung und Anzahl der Benutzer können 48 Grad ausreichend sein.
  • Brauchwasseraufheizungen reduzieren. Je nach Anlage und Nutzung genügen 1–2 Aufheizungen pro Tag.
  • Zirkulation reduzieren oder deaktivieren
  • Weitere Optimierungen durch Anpassung der „tieferen“ Heizungsparameter
  • Smarthome-Technik für die Steuerung nach Nutzung und Anwesenheit einsetzen

Weitere Optimierung durch Home Assistant

Ja, man kann sagen, dass wir ein sehr smartes Smarthome haben. Dabei hilft Home Assistant sehr. Für die meisten modernen Heizungsanlagen gibt es bereits fix und fertige Integrationen für Home Assistant. So auch für unsere Viessmann Heizung mit ViCare-Modul. Damit kann man nicht nur den Gasverbrauch, Kessel- und Vorlauftemperaturen oder die Warmwassertemperatur auslesen, sondern auch die Heizkreise steuern. Wenn wir das Haus verlassen (kein Smartphone mehr im WLAN eingeloggt), schaltet Home Assistant die Heizung auf den reduzierten Betrieb. Und wenn die wichtigsten Räume im Haus eine Temperatur von 22 °C (z. B. durch Abwärme beim Kochen oder Sonneneinstrahlung) erreicht haben, schaltet Home Assistant die Heizkreise aus.

Unsere Heizung in Home Assistant

Auch kann ich die gesamte Rücklauftemperatur über einen Sensor überwachen (siehe mein Projekt hier: https://nachbelichtet.com/mein-neuer-esphome-multisensor-mit-display-fuer-home-assistant/) und wenn diese gleich der Vorlauftemperatur ist, also keine Wärme mehr an die Räume abgegeben werden kann, wird die Heizung ebenfalls auf den reduzierten Betrieb umgeschaltet. Das macht meine Steuerung deutlich früher als die eigentliche Heizungssteuerung.

Der ganz große Vorteil von Home Assistant ist aber, dass ich alle Parameter der Heizung, Raum- und Außentemperaturen über lange Zeiträume aufzeichnen und vergleichen kann. Damit hat man die optimale Grundlage für Optimierungen und kann wirklich beurteilen, ob diese etwas gebracht haben.

Gasverbrauch und Heizungsparameter in Grafana

Der Energiebedarf wird dieses Jahr bei 15.000 kWh für Heizung und Warmwasser liegen, wobei einige große Optimierungen, wie die zusätzliche Steuerung durch Home Assistant erst im Mai 22 hinzukamen. Es kann also gut sein, dass die Einsparungen in der kommenden Heizsaison noch deutlicher ausfallen werden. Der Durchschnitt der Vorjahre lag bei etwa 23.000 kWh.

Fazit

Einer der größten Hebel zur Einsparung von Energie – nicht nur bei Gasheizungen – liegt in der richtigen Einstellung der Anlage und zwar außerhalb von Standards wie Heizkurve und Heizzeiten.

Leider zeigt sich, dass viele Heizungsbetriebe noch immer nach Schema-F arbeiten und wenig Kenntnisse von modernen Heizungssteuerungen haben. Über die Kenntnisse für die Auslegung und Einstellung von Wärmepumpen, gar nicht zu sprechen. Ein Bekannter aus der Branche erzählte mir, dass bei der Ausbildung von Heizungsbauern gerade einmal 8 Schulstunden für Wärmepumpen zur Verfügung stehen und kaum eine Berufsschule überhaupt Wärmepumpen für die praktische Ausbildung vorhält. Ein Blick in den Rahmenlehrplan für Anlagenmechaniker Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (Bayern) zeigt, dass hier der Begriff „Wärmepumpe“ nur ein einziges Mal in einem Nebensatz auftaucht (Seite 32).

Auszug aus dem Rahmenlehrplan

Verschärft wird das Problem dadurch, dass es kaum Nachwuchs gibt, man als Kunde mittlerweile als Bittsteller dasteht und kaum auf zeitnahen Service hoffen kann. Das geht schon so weit, dass man Termine nur noch über eine Gebühr früher bekommt oder man Vorauskasse möchte.

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Ich will hier die Heizungsbau-Branche nicht über einen Kamm scheren. Hier gibt es sicher auch ausgezeichnete und kompetente Leute, was man nicht zuletzt in den einschlägigen Foren feststellen kann. Meine Erfahrung ist aber, dass man kaum Interesse an gezielteren Einstellungen hat und sich nur mit den rudimentärsten Dingen auskennt – Hauptsache es wird warm und keine beschwert sich. Es wäre sicher interessant, was Spezialisten über die Auslegung und Einstellung der Anlagen sagen würden, wenn man einfach einmal stichprobenartig 10 Anlagen auswählen würde …

Darum sollte man sich die Grundlagen selbst beibringen. Das hat zum einen den Vorteil, dass man mit den eigenen Beobachtungen und Optimierungen bares Geld sparen kann. Zum Anderen aber auch, dass man nicht mehr blank dasteht, wenn ein Heizungsbauer doch einmal Zeit findet.

EnSimiMaV – Mittelfristenergieversorgungssicherungsmaßnahmenverordnung

Ab dem 1. Oktober 2022 soll ein verpflichtender Heizungs-Check eingeführt werden, wenn man eine Gasheizung betreibt. Zwar ist das Gesetz noch nicht durch den Bundesrat gegangen, aber man kann wohl davon ausgehen, dass es kommen wird.

Offiziell heißt das bürokratische Monstrum: Mittelfristenergieversorgungssicherungsmaßnahmenverordnung – kein Witz! Ein paar Bindestriche würden es zumindest lesbar machen. Durch dieses Wort erkennt man aber auch gleich, wessen Geistes Kind, das ist.

Die kommende EnSimiMaV

Wie ich oben beschrieben habe, haben selbst Heizungstechniker Probleme, die echten Energiespar-Faktoren einer Heizung im Betrieb zu ermitteln und einzustellen. Nun sollen aber auch Schornsteinfeger und Energieberater feststellen, ob die Heizung richtig eingestellt ist. Zwar steht im Entwurf der Vorordnung auch, dass Rohre auf richtige Isolierung etc. geprüft werden sollen, was ich den Leuten auch noch zutraue. Alle anderen Belange halte ich jedoch für völlig sinnfrei.

Ob eine Nachtabsenkung sinnvoll ist oder vielleicht sogar zu einem Mehrverbrauch führt, kann man nicht pauschal sagen. Auch bei der Einstellung der Heizkurve möchte ich sehen, wie „gut“ und „schlecht“ argumentiert wird. Über den hydraulischen Abgleich habe ich oben schon geschrieben. Der steht zwar auf der Rechnung der Heizungsfirma, ist aber nur eine Pi mal Daumen Einstellung. Heizkurven können „gut“ aussehen und die Heizung trotzdem falsch eingestellt sein. Unsere Heizung hat auf beiden Parameterebenen über 100 Einstellungsmöglichkeiten. Und wenn der Prüfer aus dem Haus ist, kann ich alles wieder so einstellen wie vorher – oder schlechter …

Ausnahmen von der EnSimiMaV? Ja, aber nebulös.

Interessant ist der Satz unter § 2 (5) „Die Verpflichtung zur Heizungsprüfung entfällt in Gebäuden, die im Rahmen eines standardisierten Energiemanagementsystems oder Umweltmanagementsystems verwaltet werden und in Gebäuden mit standardisierter Gebäudeautomation“.

Was soll bitte eine standardisierte Gebäudeautomation sein? KNX? LCN Issendorff? Homematic? Home Assistant (ist zumindest die verbreitetste) oder ein Protokoll wie BACnet oder Modbus und wo kann ich das geltend machen?

LCN Module zur Gebäudeautomation im Schaltschrank

Was machen Hausbesitzer wie ich, die durch umfassende und belastbare Messungen UND Gebäudeautomation die Heizung und deren Verbrauch so optimiert haben, wie es selbst Fachleuten kaum möglich ist und die Erfolge in Zahlen nachweisen können?

Die Kosten für diese EnSimiMaV-Prüfung sollen zwischen 100 und 150 € betragen – ohne weitere Arbeiten. Wenn zu mir jemand kommt und meint, an meinen Einstellungen etwas verändern zu müssen, würde ich wohl das erste Mal in meinem Leben eine Klage anstrengen.

Es ist natürlich sinnvoll, die Heizung zu optimieren – nicht nur wegen der Gaskrise. Das mache ich seit Jahren. Aber die Auslegung dieser neuen Verpflichtung ist schlichtweg Unsinn. Sie unterscheidet nicht zwischen neuen und alten Anlagen, lässt Fragen nach der Mindestkompetenz der Prüfer offen und definiert nicht, was als „standardisierte Gebäudeautomation“ anzusehen ist. Ebenso fehlt eine Wirksamkeitsprüfung. Diese wäre ohnehin schwer zu argumentieren, da gleiche Rahmenparameter wie Außentemperaturen, gleiche Nutzung etc. zugrunde gelegt werden müssten.

Abgesehen davon, dürfte es schwierig werden, einen Fachbetrieb zu finden. Ach so: Der Stichtag für die Durchführung der Mittelfristenergieversorgungssicherungsmaßnahmenverordnung ist der 15. September 2024. Hoffen wir mal, dass dieser Quatsch im Bundesrat noch gestoppt wird.

Letzte Aktualisierung am 28.11.2022 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API


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18 Kommentare

  1. Ich habe das mit dem Gesetz mal überflogen. Der hydraulische Abgleich ist nur für Mehrfamilienhäuser ab 10 Wohneinheiten verpflichtend (siehe Paragraph 3 1. b)).

    Ich finde das Gesetz an sich sehr sinnvoll. Es wird aber vermutlich an zwei Tatsachen scheitern:

    1. Mangelnde Fachkräfte
    2. Es sind keine Strafen genannt

    Ich sehe das Gesetz somit eher als Empfehlung.

    • Ich finde diesen Artikel sehr spannend. Kannst Du auf die Parameter, welche Du in HA auswertest näher eingehen? Ich habe gestern direkt mal die Warmwasserzeiten unserer Vitodens 333-F dem Artikel entsprechend angepasst. Die Passwörter für das Servicemodul findet man übrigens im Service Handbuch. Ich war eben in der Parameterebene 2 und konnte leider den Parameter 59 nicht finden. Da ist unsere Heizung wohl anders aufgebaut. Ich habe 56 Einstellung Trinkwassertemperatur-Sollwert. Standard ist dort 0 eingetragen. Hier wird wohl der Max. Wert des Kesselcodierateckers als default verwendet. Unter 58 kann man einen zweiten Temperaturwert definieren. Ich denke dieser wird für die Desinfektion alle 10 Tage verwendet. Ich muss mich da tiefer einlesen ;-).

  2. Ich habe (mal wieder) mit großem Interesse diesen Artikel gelesen. Danke dafür!
    Was ich aber nicht verstehe, ist die Sache mit dem einmal Warmwasser aufheizen täglich. Was genau soll man dadurch sparen? Durch die Erhöhung auf 8K verhinderst du doch bereits ein vermehrtes Einschalten (diesen Tipp nahm ich dankend an, da mir die 4K auch etwas niedrig vorkamen.
    Wo genau ist hier also das Einsparpotential?

    • Das liegt vielleicht an unserer Konstellation: Die Warmwasserbereitung heizt morgens den Puffer auf und danach startet die Heizung und hält den Puffer den ganzen Tag auf ausreichender Temperatur für das Warmwasser.

      • Ja, das habe ich schon verstanden 🙂
        Aber auch wenn du die Warmwasseraufheizung z.B. den ganzen Tag von z.B. 6 – 20 Uhr per Programm eingestellt hast, wird der Brenner und die Speicherladepumpe nicht angehen, solange das Delta-T nicht unterschritten wird.
        Von daher denke ich, dass die Einstellung mit dem einmal am Tag überflüssig wäre. Wenn dann aber z.B. bei Besuch doch mal mehr Warmwasser benötigt würde, wäre man auf der sicheren Seite.

        • Bei Viessmann scheint das noch nicht angekommen zu sein, denn selbst wenn die Temperatur über der Einschaltschwelle liegt, wird da gerne mal nachgeladen. Interessant ist auch, dass bei Wind die Modulation und Taktung des Brenners zunimmt, damit die Flamme nicht ausgeht.
          Oder aber die sinnlose Kesseltemperaturerhöhung, die standardmäßig bei 8 K über der Heizkreistemperatur liegt: Stellt man die niedriger, beginnt der Brenner erst recht zu takten (!) und stellt man sie auf 0, schaltet der Brenner fast gar nicht mehr ein …
          Das Viessmann-Forum ist voll von solchen Phänomenen, weshalb die Steuerung der Wasseraufheizung die Anlage dazu zwingt, es nicht zu tun.

  3. Das Thema Wärmepumpe wird leider von der Politik ja auch völlig falsch aufgezogen.
    Es fängt schon damit an, dass alle Wärmequellen über einen Kamm geschert werden. Es ist jedoch ein himmelweiter Unterschied, ob die Wärmequelle Luft, Flächenkollektor, Grundwasser oder Tiefensonde ist.
    Auch wird das Thema der notwendigen Vorlauftemperatur mißachtet. Wenn ein Heizungsbauer meint, eine „Luftwärmepumpe“ könnte eine Gasheizung ersetzen um „alte Wandheizkörper“ zu beheizen, stellen sich mir alle Haare auf. Das ist mehr als Grenzwertig.

    Ich habe Einzelraumregelung und aufgrund wechselnder Nutzung einzelner Räume ist das praktikabler und effektiver, jedoch zu Lasten Energieverbauch für Sensoren und Aktoren.

    Auch habe ich zwei Wärmespeicher für Brauchwasser und Fussbodenheizung. Hier kann man aber streiten, was besser ist. Denke eine Pauschalaussage lässt sich hier nicht treffen. Aber der Speicher für die Fussbodenheizung fährt bei mir mit sehr geringer Temperaturvorlauf. Ich mag warme Füße, aber keine heißen. Dafür wurden die Schlaufen im Fussboden auch mit geringem Abstand verlegt.

    Aber definitiv macht die alte Praxis mit den 65°C wegen Legionellen bei Wärmpepumpen keinen Sinn (Ich rede hier aber von Einfamilienhäusern ohne dauerhaft ungenutzte Warmwasserentnahmestellen). Aber um dem Heizungsbauer zumindest etwas recht zu geben, darf die Wärmepumpe alle 14 Tage hochheizen. 🙂

    Was definitiv der Fall ist: Eine zu starke Nachtabschaltung der Heizung führt zu einem geringeren Spareffekt, als viele meinen…. Hast gut beschrieben. Sehe hier auch 2°C als praktikabel.
    Ich denke auch, dass bei Fussbodenheizungen viele kurzfristige Wechsel im Tagesverlauf nicht den großen Effekt bringen. Hierzu ist die zu träge. Zumindest bei „geringen“ Vorlauftemperaturen.

    Ich fürchte auch, dass in diesem Winter in vielen Objekten Schimmel Einzug halten wird. Dank falscher Lüftung und Energie-Sparwunsch an der falschen Stelle.

  4. Moin.
    Oh ja, da gebe ich dir Recht mit den Heizungsbauern. Nicht nur, dass viele keine Ahnung, oder eher gesagt, keine Ahnung haben wollen, und nur schnell die Norm abarbeiten wollen,
    gibt es auch noch ganz andere Heizungsbauer. Mein Heizungsbauer aus Hagen, der bei mir 2017 eine Wärmepumpe eingebaut hatte, drohte mir sogar mit Gewalt, weil ich mit den Arbeiten überhaupt nicht zufrieden war. Da standen Positionen auf der Rechnung, die er schlicht weg nicht gemacht hat.
    Aber gut, dass ist Schnee von gestern.
    Doch allein schon bei der Planung ist man als ‚Dummie“ im Heizungsbau überfordert. Da verlässt man sich dann natürlich auf den Heizungsbauer.
    Ob man zum Beispiel einen Pufferspeicher für die Fußbodenheizung braucht, oder nicht.
    Leider scheiden sich die Geister daran immer noch. Ich habe einen.
    Meine Einzelraumregelung habe ich auch auf die höchste Einstellung stehen, und regel die Temperatur mit der Durchflussmenge.
    Da mal eine Frage.
    Du schreibst, dass die Stellmotoren ja auch noch ordentlich Strom verbrauchen. Deshalb gehe ich davon aus, dass es bei dir keine mehr gibt.
    Nur wie stellst du dann automatisch einen ganzen Heizkreis ab?
    Beste Grüße
    Kalle

    • Ich hatte noch nie Stellantriebe 🙂 Das ist zwar vorgesehen (Kabel in den HK-Verteilern, Aktoren hätte ich auch noch im Verteiler frei), aber war bislang nie notwendig.
      Ich regle das nur über die Heizkreissteuerung meiner Heizung. Die Wärmeverteilung in den Räumen wird über den Durchfluss am HK-Verteiler eingestellt und wenn alles warm ist, schaltet der Heizkreis „Fußbodenheizung“ komplett bzw. geht auf die abgesenkte Temperatur.

      Die Auslegung unserer Heizung war auch eine Katastrophe. Ich habe auch auf die Heizungsfirma vertraut und nun eine Heizung, die 60 % überdimensioniert ist. Die Planungsunterlagen konnten sie auch nicht mehr finden, da während der Bauzeit deren Projektleiter 4x gewechselt hat. Zumindest haben sie dann auf einen großen Teil ihrer Forderungen verzichtet, weil sie nicht mit einem Gutachter konfrontiert werden wollten.
      Auf meiner Rechnung standen damals auch Raumthermostate samt Steuerung und Verkabelung, die gar nicht eingebaut wurden. Schließlich waren ja bereits die LCN-Taster installiert, mit denen ich in jedem Raum einen Temperatursensor habe und auch die Temperatureinstellung machen könnte.

      Ich kann eigentlich jedem nur raten, die Anlangenplanung den Leuten beim Haustechnik-Forum zu zeigen und bewerten zu lassen. Gerade jetzt, wo viele auf Wärmepumpen umsteigen. Was man da so lesen kann, ist mehr als bedenklich.

  5. Toller Bericht und das sage ich als Fachmann aus der Branche. Ich muss dir leider Recht geben, dass viele meiner Kollegen hier große Defizite haben. Die ganze Materie ist aber auch sehr komplex geworden und man muss schon ein eigenes Interesse und sozusagen Leidenschaft fürs Thema haben. Bisher war alles okey, wenn die Heizung wieder lief und Anlagen werden zu 95% mit den Werkseinstellungen aufgestellt, was natürlich nicht richtig ist.
    Es stimmt auch, dass die Berufsschule hier um Jahre hinten dran ist. Bei der aktuellen Auftragslage wird sich vermutlich auch niemand großartig anstrengen. das Geld kommt ja so oder so rein.
    Wie ein Kaminkehrer sinnvolle Einstellungen bewerten soll ist mir aber auch ein Rätsel.

    • Danke schön! Wie zuvor erwähnt: Ich möchte die Branche nicht über einen Kamm scheren. Es sind meine eigenen Erfahrungen und Eindrücke aus den genannten Foren, wo sich Privatleute Rat einholen, weil der Heizungstechniker vor Ort nicht hilfreich ist und keine Lösung anbieten kann.

  6. Der Quatsch mit dem Gesetz wird bestimmt nicht gestoppt, weil ein MdB keine Ahnung von Heizung hat und die Idee toll klingt.

    Das 90 % der HB keine Ahnung von der Materie haben wird niemand aus der Branche jemals zugeben.

  7. Wow! Sehr ausführlich!
    Wir haben etwas andere Voraussetzungen (BJ2010, Mittelhaus, keine Fußbodenheizung) und ich habe recht faul auf tado gesetzt. Wir (4pers) liegen damit aktuell bei ca. 7.000kWh Gas. Deswegen haben wir das Projekt Wärmepumpe erst mal pausiert.
    Vg, oli

    • Mit dem geringen Verbrauch braucht man sich erst einmal keine großen Sorgen machen.

      Viele wollen nun auf Biegen und Brechen eine Wärmepumpe, koste es, was es wolle. Allerdings kann man für die Kosten der Umrüstung noch sehr lange teures Gas kaufen und Strom wird auch nicht billiger.

  8. Vielen Dank für den sehr aufschlussreichen Einblick in deine Einstellungen. Von dieser Verordnung habe ich vorher noch nie gehört und ich pflichte dir bei, dass das sehr seltsam klingt.

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