Preiswertes Geo-Tagging mit dem Royaltek RGM-3800

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[UPDATE: Die gesammelten Erkenntnisse aus diesem Beitrag sind ab sofort unter: http://wiki.openstreetmap.org/wiki/User:Malenki/Royaltek_RGM-3800 zu finden] Geo-Tagging ist der Trend bei Digitalfotografen. Im Urlaub, beim Fotoshooting in der Stadt oder beim Wochenendausflug nicht nur fotografieren, sondern auch gleich noch die Wegpunkte der Motive festhalten und den Bildern zuzuordnen ist eine … Weiterlesen …

[UPDATE: Die gesammelten Erkenntnisse aus diesem Beitrag sind ab sofort unter: http://wiki.openstreetmap.org/wiki/User:Malenki/Royaltek_RGM-3800 zu finden]

Royaltek RGM-3800 GPS LoggerGeo-Tagging ist der Trend bei Digitalfotografen. Im Urlaub, beim Fotoshooting in der Stadt oder beim Wochenendausflug nicht nur fotografieren, sondern auch gleich noch die Wegpunkte der Motive festhalten und den Bildern zuzuordnen ist eine sehr interessante und oft auch nützliche Sache.

Software wie Google Earth oder Angebote wie Flickr unterstützen diese „getaggten“ Dateien und zeigen die Fotos an der korrekten Kartenposition an. Um an die notwendigen Standortdaten zu kommen ist ein GPS-Empfänger, der das Auslesen der sog. Tracks erlaubt und diese möglichst in einem gängigen Format (idealer Weise das KML-Format von Google-Earth) anbietet sowie eine Software, die den Fotos anhand der EXIF-Aufnahmezeit und der Zeit des GPS-Wegpunktes, die Geodaten als EXIF-Daten zuweist.

Da man aber oft das GPS- oder Navigationsgerät schon für andere Zwecke im Einsatz hat – eben als Navi oder beim Geocaching – die meisten GPS-Empfänger nicht das gleichzeitige Navigieren und Datenloggen erlauben oder man einfach eine ganz simple „immer dabei“-Lösung braucht, sollte man mal auf die Spezialisten unter den GPS-Empfängern schauen.

Recht bekannt ist der Datenlogger von Sony, der aber nicht mehr mit aktueller Technik arbeitet. Von Royaltek gibt es nun eine preiswerte Lösung in Form des RGM-3800. Dieser arbeitet mit dem bekannten SIRF-III Chipsatz, der für sehr gute Empfangseigenschaften steht (funktioniert teilweise sogar in Gebäuden), hat 64MB Speicherkapazität was bei der reinen Aufzeichnung der Zeit sowie des Längen- und Breitengrades für 650.000 Wegpunkte oder 112 Tage Tracking genügt (15 Sekunden Intervall).

Der Royaltek verfügt neben dem Einschaltknopf nur über eine grüne LED, die die Empfangsbereitschaft und den Betrieb signalisiert sowie eine Mini-USB Buchse, die zum Auslesen der Daten dient, aber auch den Betrieb als GPS-Maus an z.B. einem Notebook ermöglicht. Man schaltet also den RGM-3800 einfach ein, und verstaut ihn z.B. in einer Außentasche der Kameratasche oder des Rucksacks. Durch die guten Empfangseigenschaften ist aber sogar ein Betrieb in der Hosen- oder Jackentasche möglich.

Der RGM-3800 wird mit zwei AAA-Batterien betrieben, was gerade für den Einsatz bei Wanderungen und Touren praktischer ist als Akkus, kann man so doch einfach einige Ersatzbatterien mitnehmen und ist damit immer empfangsbereit, unabhängig von Netzstrom und Ladegerät. Die Batterien genügen für etwa 10 Stunden Dauerbetrieb, was meiner Ansicht nach absolut ausreichend ist.

Als Software werden „Data Log Data Downloader“ der zur Konfiguration des Loggers und zum herunterladen der Tracks dient, sowie „Locr GPS Photo“ zum Taggen und Anzeigen der Fotos mitgeliefert. Da derRoyaltek pro Tag nur einen kompletten Track liefert, es aber oft wünschenswert ist, einen Teiltrack zu erhalten, kann man sich mit der kostenlosen Software GPS-Track-Analyse.NET von Dietmar Domin behelfen, die auch sonst sehr gute Dienste leistet.

Insgesamt ist der Royaltek RGM-3800 eine einfache, aber leistungsfähige Lösung für durchgängiges Geotagging von Fotos, aber auch zur Nachverfolgung der wochenendlichen Wandtour in Google-Earth.

Den Royalteck RGM-3800 gibt es derzeit bei Amazon für günstige 64,90 €.

Weitere GPS- und Geotagging Artikel von mir, findet ihr HIER. Ein ausführlicher Erfahrungsbericht folgt demnächst.

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Letzte Aktualisierung am 23.09.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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Hallo, ich bin zum ersten mal hier und da ich leider nicht selber Fotofreak bin, sondern nur Fotofreak-Beschenker, hätte ich eine Frage: Meine Freundin wünscht sich für ihre Nikon D90 einen GPS empfänger. Da die Empfehlung des Royalteck RGM-3800 schon von 2007 ist, wüsste ich gerne, ob Du den noch immer empfiehlst, oder ob inzwischen was besseres auf dem Markt ist. Und: Kann sie den direkt benutzen oder sollte ich noch ein Zubehör (Software) kaufen? Verstehe leider nicht viel davon und blicke daher nicht ganz durch den Beitrag durch … Sie ist übrigens Windows-Nutzerin. Würde mich über Hilfe freuen! Grüße… Weiterlesen »

Achso, Panoramasoftware: Sehr gut und kostenlos ist das hier:

http://nachbelichtet.com/2011/07/27/kostenlose-fototools-von-microsoft/

Einfach nur mal die Suchfunktion auf meiner Seite benutzen 😉

Danke für die super schnelle Antwort!

verwende den Logger auch seit 2 Jahren. Da die Akku-Laufzeit doch recht gering ist (knapp 9 Stunden mit voll aufgeladenen Eneloops), habe ich heute getestet, wie sich der Logger verhält, wenn er mit voll aufgeladenen Eneloops an einer USB-Stromversorgung betrieben wird. Ergebnis: Die Laufzeit betrug 18 Stunden bei knapp 10 Stunden Stromversorgung über USB. Anschließend noch gut 8 Stunden über die Eneloops. Das eröffnet neue Möglichkeiten, wenn der Logger im Auto über einen 12V->USB-Adapter betrieben wird.

Grüße, Ingo

Hallo an Euch und Karsten Petersen insbesondere,
ich melde mich nun nach langer Zeit wieder. Viel im Beruf um die Ohren gehabt. Ich hab ein Programm für den Logger fertig und möchte einfach testen und sehen und verbessern. Könnt ihr mir helfen?

Hallo zusammen, hat den RGM-3800 schon jemand erfolgreich in Google-Earth als GPS-Maus angesprochen (idealerweise am Mac)?
Ich versuch das unter Tools->GPS und dort unter Echtzeit. Die dump-Ausgabe vom Logger mit dem Python-Skript bringt Daten. In Google-Earth kommt aber weder eine Fehlermeldung, noch wird irgend etwas angezeigt.

Hallo zusammen,
ich habe für Mac OS X eine grafische Oberfläche für Karsten Petersens Python-Skript „rgm3800.py“ erstellt.
Erhältlich ist die Applikation, dank Karsten, auf seiner Google Code Projekt-Seite:
http://code.google.com/p/rgm3800py/
Direktlink zum Programm:
http://code.google.com/p/rgm3800py/downloads/detail?name=rgm3800-0.9.dmg

Grüße
Niels

Hallo zusammen, ich bin auf der Suche nach einem deutschen Manual (pdf) für den RGM-3800. Kenn tjemand eine Quelle?
Danke!
Thomas

@Julien: Laufzeiten findest du Wiki-Seite. Deine schlechten Erfahrungen mit den Ansmann-Akkus kann ich nicht nachvollziehen. Die „losen Drähte“ kannst du ja mit Isolierband und 2-3 Schrumpfschläuchen stabilisieren.

Vielen Dank fuer Eure Antworten. Ich habe jetzt auch verschiedene Testlaeufe gemacht, jeweils bis zum Ausgehen: – Panasonic Batterien: ~10 Stunden – Conrad 700mAh NiMH Billigakkus: ~8 Stunden (erste Ladung, Cellconn V-1000 mit 350mA Ladestrom) – Ansmann 1100mAh NiMH, 6 Stunden aufgeladen in einem nicht-intelligenten Sony-Lader mit 150mA Ladestrom: ~ 5 Stunden Bis jetzt bin ich davon ausgegangen, dass die Ansmann-Akkus wirklich eine sehr schlechte Entladekurve haben und auch das schnelle Aufladen nicht so gern moegen. Habe sie auch noch mal mit einem intelligenten Lader entladen und neu geladen… der dachte sie waern nach 30 Minuten voll, bei 300mA Ladestrom.… Weiterlesen »

Mein letzter Kommentar scheint veroren gegangen zu sein -.- Also nochmal: @N.Jung : Ja. Wenn über USB angeschlossen, kannst du das Gerät komplett ohne Batterien betreiben. @Julien: Ich habe heute morgen einen Laufzeittest mit frishcgeladenen Ansmann gleichen Typs gemacht, wobei eine Laufzeit von 10h 47min 16s herauskam. Logmodus war der detaillierteste mit 1Hz, der Logger lag die ganze Zeit auf der Fensterbank (und hat dabei über 11km aufgezeichnet…=) Für die ultimative Laufzeitoptimierung kann man den Logger so aufhübschen: http://malenki.ch/Touren/08/Sommer/tmp/DSCF9281.JPG – siehe auch die drei folgenden Bilder. Mit den zu sehenden Batterien würde eine Laufzeit von über 25h erreicht, Parallelbetrieb von… Weiterlesen »

Ich hab mal gelesen, das Akkus erst nach mehreren Ladezyklen ihre volle Kapazität erreichen.
Evt. liegt die doch sehr kurze Benutzungsdauer da dran!?