Strrrriiike! Das erste brauchbare Gewitterfoto

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Nach über 10 Jahren habe ich es tatsächlich geschafft, ein ordentliches Gewitterfoto mit einem Blitz zu machen. Oft lag ich sehr gut vorbereitet und angespannt auf der Lauer und konnte keine Erfolge verbuchen, da unsere Region auch nicht die beste Umgebung für eine solches Unterfangen ist.

Ganz nebenbei gelang mir dann gestern, einen Blitz auf den Sensor meiner Nikon D90 zu bannen. Geringer Aufwand, fotografiert im Tethering-Modus von Lightroom 3 und anschließend auch darin entwickelt, bin ich mit dem Ergebnis recht zufrieden.

Wie sage ich immer: Locker durch die Hose atmen (okay, ist von Gevatter Stromberg) und abwarten, denn viele Dinge ergeben sich von selbst. Da probiere ich seit mindestens 10 Jahren, um ein schönes Foto von einem Gewitter, besser gesagt: von einem Blitz zu machen und dann geht das so nebenbei.

Zwar konnte ich 2008 auf Rhodos bereits einmal ein brauchbares Gewitterfoto machen, aber so richtig zufrieden war ich damit noch nicht.

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Das Gewitter und ich

Gewitter und Blitze faszinieren mich seit meiner Kindheit, obwohl mich der Blitzschlag vom Juli 2009 schon etwas vorsichtiger werden ließ.

Die Wettervorhersage wusste natürlich nichts von Regen und Gewitter, als es gegen 20:30 Uhr zu rumpeln begann. Da ich ohnehin das Tethered Shooting mit Adobe Lightroom 3 mit meiner Nikon D90 ausprobieren wollte, stellte ich einfach mal die Kamera ans Fenster, steckte sie per USB ans Notebook an und löste gemütlich per Mausklick aus, ohne auf einen wirklichen Erfolg zu hoffen. Bei uns im Fichtelgebirge ist es nicht ganz so einfach gute Gewitterfotos zu schießen, da es hier kaum größere Ebenen gibt, in die man „hineinfotografieren“ könnte.

Die Einstellungen

Die Einstellung variierte im Laufe der Zeit zwischen f/16 mit ISO100 und 10 Sekunden Belichtungszeit bis zu f/14 mit ISO200 und 30 Sekunden Verschlusszeit. Montiert war meine Kamera auf einem Bilora A283 Stativ. Tja, und dann fing ich tatsächlich den einzig richtig sichtbaren Blitz an diesem Abend, mit folgenden Einstellung ein: f/13, ISO100 und 15 Sekunden Belichtungszeit im RAW-Modus. Ich fotografierte Richtung Süden, denn laut Blids.de zog das Gewitter aus dieser Richtung zu mir.

Anschließend habe ich das Bild in Adobe Lightroom 3 entwickelt, dabei etwas Rauschunterdrückung und Scharfzeichung angewandt und den Weißabgleich korrigiert. Die Lichter wurden per Gradationskurve etwas verstärkt und die Farben selektiv leicht angepasst. Eine ganz leichte Vignette führt den Blick weiter zum Hauptmotiv und lässt den Blitz noch strahlender erscheinen. Es war zwar kein besonders verästelter und intensiver Blitz, aber ich bin mit dem Ergebnis recht zufrieden.

Die Einstellungen habe ich als Lightroom 3 Vorgabe gespeichert und Du kannst sie HIER als Lightroom 3 Preset herunterladen (ZIP, 1kB).

Weiter auf der Jagd nach Blitzen

Da ich mich seit einiger Zeit häufig in Nürnberg aufhalte und diese Region fast ideale Bedingungen für gute Gewitterfotos bietet, hat mich das Thema nun noch mehr infiziert und ich werde wohl noch häufiger nachsehen, in welche Richtung sich entsprechende Wetterlagen ausbreiten …

Welche Erfahrungen hast Du mit Gewitter- und Blitzfotos und hast Du schon einmal ein richtig schönen Blitz fotografieren können? Ich freue mich auf Deinen Kommentar!

PS: Eine Liste der Kameras, die von Adobe Lightroom 3 im Tether-Shooting Modus unterstützt werden, findest Du HIER.

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