Na, es gibt sie noch – die Überraschungen. Man wird als Musiker heutzutage mit einer Armada von virtuellen Effektgeräten jeglicher Ausrichtung konfrontiert, von Freeware bis in den Preisbereich richtig guter, reeller Geräte. Einen besonderen Platz in der digitalen Audioproduktion, nimmt der Prozess des Masterings ein. Normalerweise nimmt der Amateur bis Semiprofi hierzu ein Audiobearbeitungsprogramm seiner […]

Dieser Beitrag wurde 2007 veröffentlicht.
Seitdem hat sich viel getan und manche Informationen und Links sind vielleicht nicht mehr aktuell!

Ozone 3Na, es gibt sie noch – die Überraschungen. Man wird als Musiker heutzutage mit einer Armada von virtuellen Effektgeräten jeglicher Ausrichtung konfrontiert, von Freeware bis in den Preisbereich richtig guter, reeller Geräte. Einen besonderen Platz in der digitalen Audioproduktion, nimmt der Prozess des Masterings ein. Normalerweise nimmt der Amateur bis Semiprofi hierzu ein Audiobearbeitungsprogramm seiner Wahl zur Hilfe, richtet sich ein bis zwei Stereospuren ein, und schiebt dann in die Inserts seines Masterkanals ein EQ-Plugin, einen Kompressor und zum Schluss noch einen Limiter, damit auch alles schön laut wird.

Wer schon etwas weiter ist, macht noch ein bisschen M/S-Bearbeitung und kontrolliert mit einem geeigneten Multimeter die Aussteuerung von Peak- und RMS-Werten, Korrelation, Stereobreite und natürlich die Frequenzverteilung des vorliegenden Audiomaterials.

Da es sich beim Mastering aber um einen sehr komplexen Prozess handelt, der sehr viel Feingefühl und Erfahrung voraussetzt wenn er erfolgreich sein soll, ist man oft schon mit der reichhaltigen und unendlich kombinierbaren Auswahl von Plugins überfordert.

Ein absoluter Lichtblick in diesem Bereich ist Ozone 3 vom Plugin-Hersteller Izotope. Dabei handelt es sich um ein Plugin für alle gängigen Plattformen (VST, AU, RTAS, DX u.a.), das alle Werkzeuge für’s Mastering enthält. Dazu gehören die Must-Haves wie Kompressor, Brickwall-Limiter und parametrischer EQ, aber auch Dinge wie Multiband-EQ, Multiband-Stereo-Imager, Master-Reverb sowie diverse Ditherings.

Interessant ist die Bedienung, die nur über Schalter und Schieberegler gelöst ist, was sich mit der Maus sehr viel einfacher und präziser regeln lässt, als mit rotierenden Reglern. Es stehen Modellings von Röhren und Analoggeräten zur Verfügung und der Sound ist – auch gemessen an der Preisklasse dieses Plugins, mehr als gut. Sinnvolle Funktionen wie A/B Vergleich zweier Einstellungen per Knopfdruck, diverse Meteringfunktionen sowie 64-Bit Processing runden das Paket ab. Die mitgelieferten Presets klingen ausnahmsweise sehr brauchbar und bieten einen schnellen Einstieg in die Möglichkeiten des, auf den zweiten Blick, sehr komplexen Masteringtools.

Ein Highlight ist die Undo/Historyfunktion, die einem erlaubt, zu verschiedenen, früheren Einstellungen zurück zu springen – das geht in den wenigsten DAW-Setups. Ozone 3 ist vollständig automatisierbar, versteht sich auf Audioformate bis 192kHz und ist – in Anbetracht der vielen Funktionen und gebotenen Audioqualität – auch recht ressourcenschonend.

Ozone 3 ist auf jeden Fall einen Blick wert – nicht nur für ambitionierte Amateure – und für 220€ erhältlich. Damit man nicht die Katze im Sack kauft, bietet Izotope eine Demoversion an.

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