Richtige Farbdarstellung im Microsoft Edge Browser einstellen

Der Microsoft Edge Browser ist eine gute Alternative zu Google Chrome, zeigt aber leider Farben sehr entsättigt an. Diese Einstellung hilft.

Ich hätte nicht gedacht, dass ich noch jemals einen Microsoft Browser gerne nutzen würde. Zum letzten Mal war das vor 25 Jahren der Fall, als der Microsoft Internet Explorer 3.0 herauskam. Wegen des gigantischen Download-Volumens von 10 MB, konnte man sich diesen bei Vobis und anderen Computer-Händlern gegen eine Schutzgebühr auf CD abholen.

Microsoft Edge vs. Google Chrome

25 Jahre später habe ich mir Microsofts Edge Browser angesehen und ihn als interessante Alternative zu Google Chrome schätzen gelernt – auch auf dem Mac. Edge basiert auf der Chromium-Rendering-Engine und zeigt Seiten damit genau so an wie Google Chrome. Er bietet praktisch den gleichen Funktionsumfang, kann Chrome Extensions nutzen, hat die Entwickler-Tools an Bord und lässt umfangreiche Datenschutzeinstellungen zu.

Microsoft Edge Browser
Microsoft Edge Browser

Was den Edge Browser so interessant macht, ist die Leistung bei Animationen und der deutlich geringere Ressourcen-Verbrauch. Chrome ist gerade auf MacBooks ein Garant dafür, dass der Akku bald leer ist, weil er die CPU permanent auslastet. Das ist im Winter zwar ein schöner Oberschenkelwärmer, die meiste Zeit jedoch mehr als lästig.

Und auch unter Windows gönnt sich Googles Chrome jede Menge Ressourcen, besonders wenn viele Tabs geöffnet sind. Ganz anders bei Edge: Das MacBook bleibt kühl und die Akkulaufzeit ist deutlich länger, als bei der Nutzung von Chrome. Unter Windows wird weniger RAM belegt.

Farbprofile in Microsoft Edge einstellen

Ein Problem gibt es jedoch und das ist die unschöne Farbdarstellung in Edge, was sich gerade bei Rottönen bemerkbar macht, wie man im Bild beim ColorChecker Passport sehen kann. Dieser hat noch kein offizielles Farbmanagement und zeigt Farben damit sehr entsättigt an. Trotzdem gibt es einen Weg das zu ändern.

Farbwiedergabe ohne (links) und mit (rechts) Farbmanagement in Edge. Besonders beim roten Feld sichtbar.

Um ein Farbprofil zuzuweisen und damit die falsche Darstellung von Farben in Edge zu ändern, muss man in die sog. “Flags” bemühen. Dazu gibt man in der Adressleiste des Browsers edge://flags ein und drückt Eingabe.

Mit einer Suche nach color im Suchfenster werden die versteckten Einstellungen zur Farbwiedergabe in Edge aufgerufen. Hier findet man Force color profile. Die Auswahl sRGB ist ein guter Einstieg für die gewohnte Farbdarstellung von Fotos und Webseiten in Microsoft Edge, die damit erzwungen wird.

Farbmanagement in Edge mittels Flags
Farbmanagement in Edge mittels Flags

Damit auch Webseiten richtig dargestellt werden, muss noch Forced Colors aktiviert werden. Nach der Einstellung muss Edge neu gestartet werden und nun sollte die Farbwiedergabe deutlich besser sein.

Bei mir ist Microsoft Edge mittlerweile der Standard-Browser auf allen Geräten, denn auch die mobile Variante für Android weiß zu überzeugen.


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3 Kommentare

  1. Ich bin dir zu unendlichem Dank verpflichtet. als letzte Hürde wäre nun, nachdem ich meinen Dell Laptop mit einem Spyder kalibriert hab, die Windows Bilder Vorschau, diese zeigt Bilder weiterhin sehr entsättigt an, während im Chrome und auch in Photoshop mein kalibriertes Profil genutzt wird. Dank dir kommt sRGB im Edge dem nun auch sehr nahe.
    LG Rob

  2. Sehr cooler Tipp, danke dafür. Zufällig stieß ich dabei auch noch auf einen eingebauten Dark Mode, der nach Aktivierung auf allen Webseiten/Inhalten angewendet wird – den kannte ich auch noch nicht. Bis dato habe ich immer die Dark Reader Erweiterung verwendet, die auch nicht immer das gelbe vom Ei ist.

    Ich hätte aber noch eine Frage bzw. ein Problem, wo wir gerade beim Edge sind. Vielleicht hast du dazu auch eine Idee!

    Ich habe meinen Bildschirm mit FancyZones (MS PowerToys) in individuelle Bereiche aufgeteilt, die ich dann per Fenster Drag&Drop oder Win+Pfeiltaste ansteuern kann. Nun möchte ich den Edge (und andere Anwendungen) so im Fenstermodus anzeigen lassen, dass sie eine “Sidebar” am rechten Rand des Bildschirms freilassen. Das funktioniert auch super, fast. Denn der Edge hat so seinen eigenen Kopf. Den schiebe ich auch in den Bereich, dann schließe ich ihn und beim nächsten Start steht er nur fast auf seiner angedachten Position, denn er lässt unten (zur Taskleiste hin) und nach links zum Bildschirmrand einen Abstand von ca 5-10 Pixeln. Andere Fenster bleiben an ihrem Platz und lassen nach erneutem Start keinen freien Rand stehen.

    Hast du eine Idee, ob der Edge selbst dieses Verhalten verursacht (was ich vermute) und ob man es abschalten kann? Google war im deutschen und englischen Netz nicht sehr ergiebig zu dem Thema 🙁

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