Neues vom nachbelichtet Smart Home – LCN, OpenHAB, LED, IoT, MQTT und zu kleine Verteilerschränke

So langsam geht es weiter mit unserem Traum von Haus. Die Elektroinstallation ist nahezu vollständig, nachdem ich einige Wochen geplant habe. Wo brauche ich welche Steckdosen und welche davon werden schaltbar sein? Wie kann ich die Installation flexibel halten und wie bringe ich die ganze Technik im Verteilerschrank unter? Heute gibt es wieder einige Einblicke in meine Smart Home Planung.

Die grundsätzliche Haussteuerung übernimmt bei mir der LCN von Issendorff. Warum ich mich dafür und gegen KNX, Loxone & Co. entschieden habe, könnt ihr in diesem Beitrag nachlesen. Tatsächlich hat sich die Entscheidung auch bei der Planung als richtig herausgestellt, denn der Installationsaufwand ist relativ gering. Man kann auf zusätzliche Bus-Kabel verzichten und die Kosten für die verschiedenen Module und die schicken „aktiven“ Schalter sind vergleichsweise gering.

Kabel, Kabel, Kabel

Häufig werde ich gefragt: „Was kostet ein Smart Home mit LCN im Vergleich zu Loxone, KNX etc.?“. Tatsächlich ist es recht schwierig die Kosten der unterschiedlichen Systeme zu vergleichen. Rechnet man den einzelnen Schalt- und Dimmerkanal, so ergibt sich ein Vorteil für LCN (Schaltkontakt: 22,55 Euro bei LCN, 33,57 bei Loxone. Dimmer 90,80 Euro bei LCN, 111 Euro bei Loxone – jeweils Listenpreise). Auf der anderen Seite ist bei LCN die Software kostenpflichtig ist, bei Loxone jedoch kostenlos. Möchte man aber Taster mit Display oder Statusanzeigen, muss man bei Loxone auf EIB/KNX Komponenten zurückgreifen und diese entsprechend anbinden. Hier ist dann auch mindestens ETS Light als Parametrierungssoftware nötig und damit kommt zusätzliche Komplexität ins Spiel.

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Als größten Nachteil bei Loxone sehe ich nach wie vor den Miniserver als „Single Point of Failure„, denn auch KNX-Komponenten werden in Loxone nur „dumm“ eingebunden. Die Logik steckt komplett im Miniserver. Das widerspräche auch der Empfehlung der DIN VDE 0100-100, 314.1, dass bei einem fehlerhaften Stromkreis der Ausfall der kompletten Beleuchtung zu vermeiden sei, weil dadurch eine weitere Gefahrenquelle entstehen könne.

Loxone ist auch noch recht jung, wohingegen LCN gerade 25 jähriges Jubiläum feiert und so „kleine“ Referenzen wie den Main Tower Frankfurt oder die Messe Düsseldorf nennen kann. Im Notfall ließe sich die Installation aber auch zurück auf „konventionell“ klemmen und die jetzigen Taster gegen einfache Taster und z. B. Eltakos austauschen. Damit möchte ich kein Loxone-Bashing betreiben – im Gegenteil: Software, Visualisierung und z. B. auch die 1-Wire Extension gefallen mir sehr gut. Ich möchte euch nur meine Gedanken bei der Auswahl näherbringen.

Unsere LCN-Installation für das Smart Home

Nach dem Raumbuch mit der Auflistung der erforderlichen Steckdosen, Schalter, Lampen etc., ging es darum, diese in den Plänen zu verzeichnen und zu beschreiben. Ich habe darauf verzichtet, die Pläne mit CAD-Programmen etc. zu zeichnen, da in diesem Fall Stift und Papier wesentlich flexibler waren und schneller zum Ziel führten.

Planung eines Smart Homes – Excel und bunte Stifte sind dein Freund

Sehr hilfreich war hier die Hotline von LCN-Issendorff, die mir bei der Planung immer freundlich und kompetent zur Verfügung stand und meine Wünsche und Vorstellungen in eine effiziente Planung und Modulausnutzung übersetze.

In jedem Zimmer befinden sich nun Taster von LCN (hauptsächlich LCN-GT6, aber auch die Versionen mit Grafik-Display, LCN-GT4 und LCN-GT10). Diese haben alle einen Temperatursensor integriert, der dann auch gleich zur Steuerung der Heizkreise herangezogen werden kann. Damit sparen wir uns die zusätzliche Installation von herkömmlichen Raumthermostaten und können zentral und eben auch „intelligent“ die Heizung steuern.

Hinter den LCN-Tastern sitzt jeweils ein LCN-UPS Modul, welches die Taster anbindet und auf die Datenader des LCN-Bus übersetzt. An diese LCN-UPS Module sind dann auch noch Bewegungsmelder (LCN-BMI) angeschlossen und Tastenumsetzer, mit denen man auch problemlos herkömmliche Taster anbinden kann.

Aus Gründen der Flexibilität und durch günstige Räumliche Bedingungen habe ich mich dazu entschlossen, alles in die Hauptverteilung im Technikraum zu ziehen. Zu allen Steckdosen und Tasten mit LCN-UPS Modul führt mindestens ein 5×1,5 NYM Kabel. Damit habe ich, neben L, N, PE und LCN-Datenleitung, immer noch einen Leiter frei, den ich bei Bedarf auch schalten könnte.

Versuch macht Kluch … mein LCN-Testbrett

LCN bietet zwar auch z. B. das Schaltmodul LCN-UPP, das sich einfach in eine Unterputzdose einbauen lässt und somit eine Verkabelung bis in den Verteiler erübrigt. Das ist bei der Nachrüstung mit Smart Home-Funktionen im Bestand zwar sehr praktisch und effizient. Bei uns wurde aber ja ohnehin alles neu gemacht und daher habe ich dann auch gleich alles bis in den Technikraum verlegen lassen.

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