Mögliche Lightroom-Alternativen, Entscheidungshilfen und Workarounds aus meiner Sicht

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Noch immer wirbelt ein Haufen Staub durch die Luft, weil Adobe die Kaufversion von Lightroom bald nicht mehr anbieten wird. Zwar kann man Lightroom 6 dann natürlich weiterhin nutzen, doch was ist mit Alternativen?

Lightroom 6 wird so lange weiter funktionieren, so lange der Unterbau – sprich das Betriebssystem – nicht grundlegend geändert wird. Dass das jedoch passieren kann, hat man erst kürzlich wieder bei macOS 10.13 gemerkt. In einem solchen Fall würde dann evtl. auch Lightroom 6 nicht mehr funktionieren und Adobe liefert dann auch keine Updates mehr nach.

Wer nur mit JPGs fotografiert, benötigt keine Kameraprofile etc. und ist damit erst einmal sicher, wenngleich man auf einen der großen Vorteile, nämlich der Möglichkeiten, die sich aus dem RAW-Format ergeben, verzichtet. Holt man sich jedoch eine neue Kamera und setzt auf RAW, wird diese zukünftig nicht mehr unterstützt.

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DNG-Converter: Workaround für Lightroom 6 RAW-Fotografen

Ein Workaround für fehlende Kameraunterstützung in Lightroom wäre der externe DNG-Konverter von Adobe. Dieser ist kostenlos und wird ständig um neue Kameramodelle und RAW-Formate ergänzt. Man kann damit die Original-RAWs zunächst in DNGs umwandeln und diese anschließend in Lightroom importieren.

Mehr Informationen, Download und eine Anleitung dazu gibt es bei Adobe.

Das ist zwar ein zusätzlicher Schritt vor dem Import, der sich aber z. B. durch einen Import Ordner (Anleitung HIER) etwas entschärfen lässt.

Lasst uns Lightroom noch einmal genau definieren

Das ist ein sehr spezieller Punkt. Es wird zwar immer von irgendwelchen Alternativen gesprochen, welche letztendlich aber keine sind. Meine Definition einer Alternative ist, dass ich damit zumindest all das machen kann, was ich bislang auch tun konnte – in der gleichen Zeit, mit gleichem Funktionsumfang, in gleicher Qualität. Eine Lernkurve gibt es immer und eine Umgewöhnung auch – das ist nicht das Thema. Das ganze Leben hat eine steile Lernkurve 🙂

Funktion 1: Bildverwaltung und Organisation

Es werden jedoch zu häufig Äpfel mit Birnen verglichen. Lightroom ist zunächst einmal eine ziemlich mächtige Bildverwaltung, die auf einer Datenbank basiert und dadurch sehr große Vorteile gegenüber der Datenhaltung im Dateisystem bringt. Virtuelle Kopien – und damit unterschiedliche Varianten desselben Fotos – verbrauchen praktisch keinen zusätzlichen Speicherplatz. Die Fotos können per nach unterschiedlichsten Eigenschaften durchsucht werden. Man kann ein und dasselbe Foto in mehreren Sammlungen anzeigen lassen, ohne dass ich eine Kopie davon benötige. Smart Sammlungen kümmern sich um eine automatische Sortierung nach vordefinierten Regeln. Das Geotagging ist eingebaut usw.

Die wichtigste Funktion ist jedoch: Ich muss mich nicht mehr um meine Verzeichnisstruktur kümmern. Im Dateisystem zu organisieren ist bei den heutigen Datenmengen einfach nicht mehr sinnvoll. Zudem birgt das viel stärker die Gefahr, dass etwas versehentlich gelöscht wird etc. (wogegen ihr natürlich alle regelmäßig Backups macht). Man muss keine Dateien umbenennen usw. Nur aus Gewohnheit im Dateisystem weiterzuwursteln kann man tun – es bringt einen aber nicht weiter.

Funktion 2: RAW-Entwicklung und nicht-destruktive Bearbeitung

Für viele ist das die Kernfunktion und der Entscheidungsgrund für Lightroom. Wenn das so ist, hat man eine große Auswahl an anderen Anwendungen zur Verfügung, denn RAW-Entwickler gibt es haufenweise. Angefangen von OpenSource bis zu kostspieligeren Lösungen wie Capture One. Diese sind aber nur RAW-Entwickler und damit keine Lightroom Alternativen. Ein schneller und zeitsparender RAW-Workflow benötigt mehr als einen RAW-Entwickler. Zudem ist Lightroom nicht-destruktiv, will heißen, man verändert niemals das Original. Man kann nichts versehentlich überspeichern.

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