Daten, Fakten, Erfahrungen und Probleme aus erster Hand

Meine Erfahrungen nach 4 Jahren E-Auto mit dem Tesla Model 3 LR

In wenigen Tagen habe ich mein Tesla Model 3 LR vier Jahre im Einsatz. Meine Erfahrungen dazu und ein Fazit.

Die Zeit vergeht! Am 07. Dezember 2019 habe ich mir ein Tesla Model 3 LR im Internet bestellt. Alleine das war schon eine gänzlich andere Erfahrung. Man bestellt sich ein Auto bei Tesla, wie ein paar Sneaker bei Amazon.

Anfang März 2020 konnte ich das neue Gefährt dann in Nürnberg abholen und dann …

… kam erst einmal der Lockdown.

Was das bedeutete, muss ich wohl niemandem zu erzählen – wir haben es alle miterlebt. Ich war dauerhaft im Homeoffice. Man konnte nirgends hin. Keine größeren Fahrten. Keine Kurzurlaube. Gar nichts. Darum hat mein Tesla heute auch nur 42.000 km auf der Uhr.

In den beiden Jahren der Corona-Krise hätte ich eigentlich kein Auto gebraucht. Trotzdem war ich der E-Mobilität verfallen. Das Fahrgefühl ist toll und es machte und macht einfach Spaß, das E-Auto zu fahren – obwohl ich nie ein großer Autofan war.

Live TV im Tesla

Dinge, wie die Standheizung oder auch Standkühlung, gutes Entertainment auf dem riesigen Display usw., sind einfach praktisch und angenehm.

Zu diesem Zeitpunkt gab es noch keinen Krieg in der Ukraine und die Energiepreise waren normal. Geladen habe ich zu 99 % daheim an meiner Wallbox, für 28 ct./kWh. Bei einem Durchschnittsverbrauch von 19,2 kWh/100 km, kostete der gefahrene Kilometer etwa 5,5 ct., wenn man den Ladeverlust einrechnet.

Service und Reparaturen

In den vergangenen 4 Jahren habe ich zweimal einen Tesla Ranger bestellen müssen, weil eine Abdeckung im Innenraum klapperte und es einen Rückruf, wegen des Kofferraumdeckels gab. Das klappte einwandfrei – einmal bei mir daheim und einmal auf dem Firmenparkplatz.

Tesla Ranger bei mir daheim

Im September 2022 musste ich zum Tesla Service-Center nach Nürnberg, da eine Radaufhängung knackte. Das war ein bekannter Serienfehler und ging auf Garantie. Wir waren derweil in Nürnberg shoppen, haben schön gegessen und nach 4 Stunden war das Auto fertig und stand vollgeladen vor dem Service-Center. Die Jungs dort haben auch gleich alles durchgesehen.

Der erste TÜV im vergangenen Jahr war ohne Mängel. Allerdings hat der Autodoktor meines Vertrauens – eine kleine 1a Werkstatt hier im Ort – vorher die vorderen Bremsscheiben samt Belägen gewechselt, da diese tiefe Riefen hatten. Ein Problem bei Elektroautos, weil man wenig bremsen muss. Kosten der Scheiben und Beläge inkl. Einbau: 340 Euro.

Dann hatte ich noch 2x einen Innenraumluftfilter für 12 €, den man problemlos selbst wechseln kann. Das war’s bis jetzt. Keine weiteren Reparaturen, Auffälligkeiten oder Kundendiensttermine. Noch immer der erste Satz Sommer- und Winterreifen und die sind noch gut.

Aufladen, Degradation und Reichweitenangst

Das Totschlagargument vieler, die noch nie ein E-Auto gefahren haben, ist die vermeintlich geringe Reichweite. Man muss ja nonstop, ohne zu Pinkeln von Hamburg bis Mailand kommen, sonst ist das nichts. Diese Diskussion spare ich mir hier.

Man muss keine Angst haben, von A nach B zu kommen, auch wenn A Oberfranken bei -2 Grad und B Hamburg bei 5 Grad ist. 540 km insgesamt. 1 Ladestopp. Kosten der einfachen Strecke 22,50 €.

Das Laden an den Tesla Superchargern funktioniert einfach und es gibt ausreichend viele davon. Wenn es keinen Tesla Supercharger gibt, kann man auf jede Menge anderer Anbieter zurückgreifen. Es gibt unterwegs mehr als genug Lademöglichkeiten. Allerdings muss man auch feststellen, dass das Laden bei vielen Anbietern oft noch immer unnötig kompliziert ist. In den 4 Jahren musste ich nur ein einziges Mal an einem Supercharger ein paar Minuten warten, da alle Stalls belegt waren und der nächste Supercharger geschlossen war.

Ausgezeichnet kann man übrigens bei Aldi (Süd), Lidl & Co. laden: Debit- oder Kreditkarte vorhalten. Anstecken. Fertig. Keine Registrierung, keine App und bei Aldi Süd, am DC-Schnelllader für faire 39 ct./kWh. 20 Minuten einkaufen und man hat 80 % mehr Ladung.

E-Auto bei Aldi Süd laden

In den 4 Jahren hatte ich zu keinem Zeitpunkt Reichweitenangst und bin überall pünktlich dort hingekommen, wo ich hin wollte. Außerdem hat man in Einkaufszentren mit Supercharger oder Ladesäulen immer schöne Parkmöglichkeiten.

Das nächste Argument gegen das E-Auto ist immer die Batterie. Was, wenn die mal defekt ist und nach einem Jahr hat man ja eh nur noch die halbe Reichweite. Seit kurz nach dem Kauf, habe ich auch Tronity im Einsatz, das mir alle Fahrten und Ladungen auswertet.

Tesla Model 3 LR Degradation der Batterie

Tesla bietet 8 Jahre (oder 192.000 km) Garantie auf die Batterie. Als defekt gilt sie, wenn sie weniger als 70 % Kapazität hat.

Meine Batterie hat, laut Tronity, etwa 4 % an Kapazität in den 4 Jahren verloren. Ein lächerlich niedriger Wert.

Einige aktuelle Daten zu meinem Tesla Model 3 LR über 4 Jahre Nutzung per Tronity

Teslamate, das auf meinem Heimserver läuft, kommt zu einem ähnlichen Ergebnis. Auch hier gibt es kaum einen Hinweis auf Reichweitenverlust.

Die Gegend, in der ich lebe, wird gerne „Bayerisch Sibirien“ genannt. Hier wird es oft und lange sehr kalt. -10 und -20 Grad sind keine Seltenheit und natürlich sinkt hier die Reichweite, wenn die Batterie sehr kalt ist. Gleichzeitig verbraucht man mehr Strom für die elektrische Heizung, Batteriekonditionierung etc.

Bei -11 Grad unterwegs im E-Auto

Der Durchschnittsverbraucht steigt dann von 19 kWh/100 km auch schon mal auf 30 kWh und man muss häufiger laden. Aber auch das war bislang nie ein Problem.

Der Allrad-Antrieb mit den zwei Motoren ist besser als der bekanntlich hervorragende AWD meines Subaru Outback, den ich vor dem Tesla hatte. Das kann man bei uns auch gut brauchen, denn hier gibt es noch Schnee und Eis.

E-Auto-Laden mit Photovoltaik

Sungrow PV-Anlage Erfahrung Test

Im April 23 haben wir dann unsere PV-Anlage bekommen und seitdem können wir den Tesla auch mit selbst produziertem PV-Strom laden, was von April bis Anfang November perfekt funktioniert.

Durch die ertragsgesteuerte Ladefunktion unseres Sungrow Wechselrichters und des Sungrow AC-Chargers (Wallbox), habe ich während dieses Zeitraums nie Strom aus dem Netz laden müssen. Natürlich habe ich den Luxus, dass ich häufig von daheim aus arbeiten und damit laden kann, wenn die Sonne scheint.

Laden mit PV und dem Sungrow AC-Charger

Lässt man die Investitionskosten für die Anlage mal beiseite, kostet die Kilowattstunde PV-Strom 8 Cent – nämlich die 8 Cent, die man nicht einspeist und damit nicht vergütet bekommt. 100 km Reichweite kosten dann nur noch 1,50 €.

Selbst im Januar und Februar konnte ich einige Kilowattstunden ins Auto laden und musste sie nicht für die lächerliche Einspeisevergütung verschleudern, da auch der 16 kWh Speicher schon voll war.

Mein PV-Dashboard – Tesla mit PV-Strom laden im Februar

Ja – noch einmal: Damit ist die Anschaffung der PV-Anlage bislang nicht eingerechnet.

Meine Home Assistant Installation erinnert mich daran, dass es gerade Strom im Überfluss gibt und das Auto geladen werden könnte und wenn ich mit dem Tesla in den Geofence-Bereich der Garage komme, öffnet Home Assistant automatisch das Garagentor. Spielereien, die mit den Funktionen des Tesla einfach machbar sind.

E-Auto kostenlos laden beim Musikhaus Thomann

2023 habe ich insgesamt 3089 kWh geladen. Davon 79 % AC (meist daheim) und 21 % DC. Das hat insgesamt 485 € gekostet. Im Durchschnitt kostete die Kilowattstunde also 15,7 Cent. Hier waren kostenlose Ladungen, wie beim Musikhaus Thomann dabei, aber auch DC-Preise von 89 Cent.

Mit der THG-Quote kamen bislang auch über 600 € an Vergütungen herein. Damit bin ich 2023 praktisch kostenlos gefahren. Die Kfz-Versicherung für den Tesla kostet bei der HUK24 gerade mal 396 € (SF34, Vollkasko, 500 € Selbstbeteiligung, TK 150 €, jährliche Zahlweise). So viel zum Thema, dass E-Auto bei der Kfz-Versicherung deutlich teurer wären. Der Subaru Diesel kostete knapp 600 €.

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Nerviges, autonomes Fahren und Elon Musk

Natürlich ist der Tesla nicht perfekt. So wundere ich mich jedes Mal, warum man zwar eifrig am autonomen Fahren schraubt, aber keine vernünftige Scheibenwischer-Automatik und Regenerkennung hinbekommt. Das soll zwar – laut diesem Beitrag – demnächst viel besser werden, aber nervig ist das schon. Gleiches gilt für den Fernlicht-Assistenten, der schlichtweg unbrauchbar ist. Beides hat bei meinem Subaru Outback tadellos funktioniert.

Die Windgeräusche könnten etwas niedriger sein, was aber bei den neuen Modellen schon deutlich besser ist und ich hätte auch nichts gegen Amazon Music und Carplay oder eine bessere Benutzerführung bei Spotify. Das war es aber auch schon. Ach ja: Warum hat man kein Kurvenlicht, wenn doch eine Matrixbeleuchtung verbaut ist, mit der man sogar beeindruckende Lichtshows samt Logo-Projektionen machen kann?

Auf der anderen Seite erhält man laufend Software-Updates, die neue Funktionen beinhalten oder Vorhandenes verbessern.

Ich habe damals keinen FSD mitbestellt und das war auch gut so. Ich habe von Anfang an nicht daran geglaubt, dass echtes autonomes Fahren bald funktionieren und genehmigt wird. Stand heute, sind wir auch noch immer weit davon entfernt. Ich halte die Komplexität für so hoch, dass das auch in den nächsten 5-10 Jahren nicht kommen wird – zumindest nicht Level 4 oder gar Level 5.

Wie soll autonomes Fahren funktionieren, wenn die vielen Kameras im Tesla noch nicht einmal eine Reinigungsfunktion haben? Interessant dazu ist auch dieser Beitrag:

„Haben Komplexität unterschätzt“
Traum vom autonomen Fahren wohl vorerst geplatzt

Der Lenkassistent funktioniert – ich habe ihn jedoch eher selten im Einsatz, weil ich meistens auf Landstraßen unterwegs bin. Eine Phantombremsung hatte ich bislang erst ein einziges Mal in einer unkritischen Situation. Gefühlt ist aber das autonome Fahren bei Tesla noch sehr weit entfernt – auch wenn diverse Videos gerne das Gegenteil zeigen. Bei einem Ortsschild bremst das Auto nicht etwa vorher langsam ab, sondern brettert mit 100 km/h rein. Auf Straßen ohne Markierung ist es schon einmal verwirrt und davon gibt es auf meinem Arbeitsweg reichlich. Da ist es nicht cool, wenn man mitten auf der Straße fährt.

Lasst uns über Elon Musk sprechen: Da mir das Fan-Gen fehlt, bin ich nie ein Musk-Fan und auch von jeher skeptisch, was sein „Genie“ angeht. Ich interessiere mich auch nicht für Promis jeglicher Art, Schauspieler oder was Musiker privat tun. Bei meinem Subaru war mir auch egal, wer die Firma führt. Allerdings wird der Kerl zu einem immer größeren Problem und das färbt mittlerweile negativ auf die Marke ab.

Ich habe aber noch nie ein Produkt wegen seines Images gekauft, sondern weil es mir gefiel und meine Anforderungen erfüllte. Gleiches gilt für das Tesla Model 3 LR.

Würde ich wieder ein E-Auto und einen Tesla kaufen?

Ich kann mir nicht vorstellen, wieder einen Verbrenner zu fahren. Zu gut sind die Erfahrungen mit dem Tesla. Ich würde auch wieder einen Tesla kaufen. Allerdings gibt immer mehr chinesische Hersteller, die auch sehr interessant und auch günstiger sind.

Den Tesla werde ich auf jeden Fall noch 1–2 Jahre behalten und bis dahin wird es vermutlich noch viel mehr Auswahl geben. China setzt komplett auf E-Mobilität. Der deutsche Michel findet wie immer mehr Argumente dagegen, als dafür. Nichts ist schließlich so schmerzhaft, wie eine falsche Überzeugung aufzugeben und wenn nichts hilft, dann holt man die Kinderarbeit-Keule für Kobalt heraus.

Waaas? Kobalt wird auch für die Entschwefelung von Diesel und Kerosin in Raffinerien eingesetzt, ist in Autoreifen, in Kurbelwellen, Pleuelstangen, Nockenwellen, Ventilsitzringen und Smartphones? Egal: E-Auto = scheiße und böse – und ich muss 3x pro Woche ohne Pause von Hamburg nach Mailand und habe eine Blase aus Stahl.

Natürlich ist ein E-Auto derzeit nichts für Laternenparker und auch nicht für gestresste Außendienstmitarbeiter, die täglich 500 km abspulen. Mit fortschreitender Batterie-Entwicklung wird sich aber auch das lösen lassen. Höhere Kapazitäten pro Gewichtseinheit und schnelleres Laden werden eine eigene Lademöglichkeit überflüssig machen.

Ich habe es aufgegeben zu diskutieren, denn das ist heute kaum mehr möglich. Ist eine Meinung erst einmal festgefahren, hilft das Internet auch dabei, das passende Argument zur Meinung zu finden. Cherrypicking nennt man das.

Bei mir sind es echte Erfahrungswerte über 4 Jahre und das Fazit ist: Ja, es bleibt beim E-Auto und ich freue mich jedes Mal, wenn ich einsteige. Ich hatte weniger als 400 € Service-Kosten, lade sehr preiswert, zahle keine Kfz-Steuer und mit der bisherigen THG-Quote kamen über 600 € an Vergütungen herein. Unser Toyota Yaris Hybrid wird auf absehbare Zeit ebenfalls durch ein E-Auto abgelöst.

Letzte Aktualisierung am 13.04.2024 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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5 Kommentare

  1. Danke für den Bericht. Habe auch die davor gelesen. Solche Berichte sind mir 10x lieber als die großen Medien oder das x-te YouTube Video.
    Für mich mittelfristig noch kein Thema. Der invest für ein Gesamtpaket (Umrüstung Solar auf PV vermutlich mit Wechsel Heizungssystems und das Auto selbst) würde noch den Rahmen sprengen.
    Trotzdem geben deine Berichte wertvollen Input und Impulse ?

  2. Moin Markus,
    da kann ich dir nur in allem voll und ganz zustimmen.
    Ich höre auch immer wieder diese Aussagen: „aber die Reichweite, wenn ich „mal“ in den Urlaub fahre“
    Ist für mich auch völliger Blödsinn. Natürlich gibt es die Menschen, die für ein Wochenende
    von Hamburg nach Österreich zum Skilaufen fahren und dann volle Kanone durchfahren.
    Höchstens mal ne Pinkelpause.
    Vor meinem Kauf meines MG ZS EV habe ich mir bei YouTube auch sehr viele Videos in Sachen
    E-Mobilität angesehen.
    Und ein Video vom Tarik von Elektrobays fand ich zum Thema Reichweite im Urlaub für mich besonders Entscheidungswichtig.
    Er ist mit seinem Ford Mach-E nach Südfrankreich gefahren.
    Und wenn man „normal“ in den Urlaub fährt, ist man nicht auf der Flucht und man macht und sollte auch, immer im guten Abstand eine Pause machen. Wenn man dann etwas isst, oder einen Kaffee trinken geht,
    oder den mitgenommenen Hund etwas Auslauf gönnen möchte, dann sind mal schnell 20 Minuten um.
    Das war auch so bei Tarik. Und er sagte, sie mussten nie auf das Auto (Laden) warten, das Auto musste immer auf sie warten.
    Ich lade auch immer zu Hause an der WallBox. Musste noch nie an einem Schnelllader laden.
    Und ich möchte mein E-Auto auch nicht mehr missen. Es macht einfach Spaß.
    Besonders wenn man an einer Ampel neben einem fetten Verbrenner steht, der gerne kurz nach der Ampel vor mir, auf meine Spur wechseln möchte. Dann schalte ich schon mal sehr gerne in den Sport-Modus
    und kann mir ein leichtes Grinsen nicht verkneifen.

    Beste Grüße

  3. Seit 2 Jahren fahren wir nun eine VW ID.4. Mit dem Auflademöglichkeiten in DE bin ich nicht zufrieden. Das führt immer noch zu Stress – nicht funktionierende Säulen, man braucht ein Sammelsurium an „Tankkarten“oder Apps, weil hier nur der Anbieter A, dort nur der Anbieter B und Schnelladesäulen sind in DEU noch Mangelware. In NL sieht das anders aus. Eine Vielzahl an Shell- und FastNet-Säulen mit bis zu 300kW – man kann mit der Anbieterkarte oder App bezahlen.

  4. Schaut mit meinem KIA NIRO-EV auch nicht anders aus!
    Es funktioniert einfach. Und wer ein EFH mit PV, Garage/Carport und der Möglichkeit einer Wallbox hat, der bekommt keine günstigere Mobilität.
    Wer das nicht hat, für den rechnet sich das zwar auch, aber es wird anstrengender.
    vg, oli

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