E-Auto Fahrzeugdaten mit Tronity.io auswerten

Mein Tesla Model 3 liefert intern schon viele nützliche Daten zu Verbrauch, Reichweite etc. Mit einer externen Monitoring-Software bekommt man aber noch viel mehr Einblick in die Fahrzeugdaten seines Elektrofahrzeugs.

Software zur Auswertung von Fahrzeugdaten gibt es gerade für Tesla-Modelle nicht wenige. Am bekanntesten sind wohl TeslaFi, ein Cloud-Service und TeslaMate, was man als Open Source Software selbst betreiben kann.

Ich habe seit einigen Wochen den deutschen Anbieter Tronity.io im Einsatz und bin davon sehr angetan. Interessant an Tronity ist, dass der Dienst nicht nur für E-Autos von Tesla, sondern auch für BMW, MINI, Mercedes, Jaguar, Audi, Volkswagen, Skoda, Kia, Hyundai und Renault zur Verfügung steht.

Tronity.io Dashboard

Noch interessanter ist aber, dass die Aufzeichnung der Fahrzeugdaten auch auf dem eigenen Computer erfolgen kann. Ansonsten erfolgt die Datenspeicherung ausschließlich verschlüsselt in deutschen Rechenzentren statt. Ein großes Plus an Datenschutz. Der Zugang zu Tronity kann per Zwei-Faktor-Authentifizierung abgesichert werden.

Der Funktionsumfang von Tronity.io

Die Entwicklung neuer Features ist bei Tronity sehr dynamisch. Er vor Kurzem kam ein elektronisches Fahrtenbuch in einer Beta-Version hinzu, mit dem die automatische Aufzeichnung der Fahrten entsprechenden Einträgen zugeordnet werden kann.

Ladevorgänge können unterschiedlichen Tarifen zugeordnet werden. Gängige Tarife wie Tesla Supercharger, Maingau Autostrom etc. werden von der Community gepflegt und können direkt übernommen werden. Ladevorgänge werden mit allen relevanten Daten, voraussichtlicher Reichweite und Ladekurve angezeigt.

Eine Kalenderansicht zeigt Fahrten, Durchschnittsverbräuche und Aufladungen.

Eine Flut an Daten liefert die Ansicht der Fahrtdetails. Zum Glück werden die Daten sehr übersichtlich aufbereitet und dargestellt. Überhaupt ist Tronity sehr clean und übersichtlich gestaltet und damit auch logisch und einfach bedienbar. In den Details werden Verbrauch, Geschwindigkeit, Wetter, Innentemperatur und Leistung als Diagramm und Tabelle angezeigt. Eine weitere Ansicht zeigt die Leistung im Vergleich zum Höhenprofil. Im Dashboard werden die wichtigsten Eckdaten kumuliert und Durchschnittwerte angezeigt.

Die Ansicht „Fahrzeugzustände“ zeigt das Verhältnis von Fahrten, Ladungen, parkend und Ruhezustand.

Im Bereich Fahrzeug ist der Batteriemonitor eine der wohl interessantesten Ansichten. Hier wird die Kapazität der Batterie protokolliert. Hier werden nicht nur Ladevorgänge nach AC oder DC-Ladung aufgeschlüsselt, es lässt sich damit auch eine mögliche Degradation der Batterie feststellen.

Eine Karte mit Ladestationen ist ebenfalls vorhanden und zeigt die Ladepunkte auf Wunsch mit den eigenen Ladetarifen an.

Alle Auswertungen lassen sich zeitlich frei einstellen und viele davon als Excel-Datei exportieren.

Anmeldung und Kosten

Ein Tesla kann entweder über Token oder Tesla-Kontodaten verbunden werden. Dabei lässt sich auch festlegen, wann die Aufzeichnung pausieren soll, um das unnötige Entladen der Batterie zur Datenerhebung zu vermeiden. Das „intelligente Aufwecken“ richtet dabei die Datenaufzeichnung basierend auf vergangenen Ladungen und Fahrten. Über einen individuellen Link kann das Fahrzeug auch manuell aufgeweckt werden, so z. B. über den Android Tasker, sobald sich das Auto per Bluetooth mit dem Smartphone verbunden hat.

Ich habe Tronity seit dem 8. Mai 2020 im Einsatz und meine Erfahrungen damit sind durchweg sehr gut. Demnächst werde ich das lokale Hosting der Daten testen, da die Infrastruktur durch mein Smarthome System ohnehin schon zur Verfügung steht.

Tronity.io kann zwei Wochen kostenlos getestet werden. Darüber hinaus kostet die Nutzung 3,89 € pro Monat oder 38,97 € im Jahr, wobei man hier 2 zusätzliche Monate kostenlos bekommt. Für das gebotene und hinsichtlich der umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen ein sehr attraktives Angebot für alle Besitzer von unterstützten Elektroautos.

Mehr Infos: Tronity.io

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Ist das ein Beispielbild, oder sind die 5,25Cent/Kilometer aus dem ersten Bild ein realistischer Wert ?