Lightroom-Tipp: Lightroom hat eine Hilfestellung zum Workflow bei der Bearbeitung

Manche Dinge sind so offensichtlich, bleiben uns aber trotzdem verborgen. So ist es auch bei einer "eingebauten" Hilfestellung zur Bildbearbeitung in Lightroom. Eine häufige Frage hier im Blog ist: "Was stelle ich zuerst ein und welche Dinge ändere ich zuerst?" Hier hilft uns Lightroom schon seit der ersten Version.

Technische Details am Schluss anpacken

Erst fast am Schluss der Bearbeitung und damit recht weit unten im Entwicklungspanel entfernt man Bildrauschen, schärft das Foto, entfernt Objektivverzerrungen und Chromatische Aberrationen und richtet das Bild mit „Transformieren“ gerade. Die Funktionen „Details“, „Objektivkorrektur“ und „Transformieren“ liegen aus zwei Gründen soweit unten in der Bearbeitungskette von Lightroom: Sie sind für die Bildaussage relativ unwichtig UND sie verlangsamen die Bearbeitung in Lightroom.

Zum Schluss kann man dem Bild noch mit einer Vignette und Bildkörnung den letzten Schliff geben. Aus der Reihe tanzt hier zwar der Dunstfilter, der besser bei den Details aufgehoben wäre. Ebenso wäre die Kamerakalibrierung weiter oben besser aufgehoben. Keine Regel ohne Ausnahme …

Gerade für Lightroom-Einsteiger gibt die Reihenfolge der Bearbeitungsfunktionen in Lightroom einen guten Anhaltspunkt für die schnelle und erfolgreiche Entwicklung von Fotos.

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Dazu noch ein weiterer Workflow-Beschleuniger:

Wenn alle Panels ausgeklappt sind, wird es schnell unübersichtlich und man muss viel scrollen. Mit einem rechten Mausklick auf das Entwicklungspanel, kann man nicht nur den Solo-Modus aktivieren, der immer nur die gerade benötigte Funktion ausklappt, sondern auch weniger häufig genutzte Panels ausblenden.

Mit einem rechten Mausklick auf das Entwicklungspanel, kann man es übersichtlich anpassen

Das fokussiert auf die wichtigsten Einstellungen und beschleunigt somit die Arbeit bei der Entwicklung in Lightroom.


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5 Kommentare

  1. Bislang war meine Vorgehensweise die, dass ich Beschnitt und Ausrichtung vor der Belichtungs- bzw. Kontrastkorrektur erledigte, sofern gewünscht. Durch entfallende Bildinhalte ändert sich doch auch die
    Tonwertverteilung.

  2. Eine Ausnahme würde ich aber vor schlagen. Wenn du mit RAWs arbeitest und vor hast das Profil zu ändern, so würde ich das ganz am Beginn (und ganz unten) machen.
    Die Interpretation der Raw Informationen ist so grundlegend, dass du mit dem Feintuning ganz von neuem beginnen könntest, würdest du erst am Schluss z.B auf Vivid umstellen.
    LG Gerhard

    • Vielen Dank für den Artikel, welcher im LR-Universum auch tatsächlich nützlich ist. Aber dieses Kompliment möchte ich gerne auch für das Blog als solches aussprechen. Immer wieder gibt es spannende Details zu lesen und als Hobby-Knipser hat man nicht immer die Zeit sich in die Tiefen des Adobe-/PS-/LR-Dschungels zu begeben.

      Ansonsten stimme ich Hr. Bögner zu. Ich selbst bin seit einiger Zeit passionierter Fuji-X-Nutzer und stelle die Filmsimulation immer als erstes ein. Da bin ich im Standard-Workflow selber schon ordentlich auf die Nase gefallen. 😉

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