Keine Kaufversion mehr: Lightroom CC2017 wird reine Cloudlösung

Beim letzten Lightroom-Update habe ich ja schon spekuliert, dass bald eine neues großes Update kommen dürfte. Nun kündigte Adobe im Developer-Forum an, dass die neue Version Lightroom CC2017 im Mai erscheinen wird. Allerdings hat man auch sehr überraschende Details, die manchen nicht gefallen dürften.

UPDATE 02.04.2017: Es war ein Aprilscherz!

Mit der Creative Cloud haben ja jetzt schon so einige ihre Schwierigkeiten. Auch wenn sie meiner Ansicht nach sehr preiswert ist, setzen viele noch immer auf die Kaufversion von Lightroom. Allerdings hatte Adobe ja schon vor einiger Zeit damit begonnen, diese im Funktionsumfang zu kürzen. So gibt es z. B. den Dunstfilter nur in der Creative Cloud (CC) Version von Lightroom.

Lightroom Cloud ersetzt Lightroom Kauf- und CC-Versionen

Man konnte aber auch schon ahnen, dass Adobe zukünftig nur noch das Abo-Modell anbieten würde. Der jetzt angekündigte Weg überrascht aber sogar mich, denn die nächste Lightroom-Version wird komplett Browser-basierend sein und hört auf den einfachen Namen „Lightroom Cloud“. Also keine lokale Installation mehr und auch keine lokale Datenhaltung. Damit gibt es aber auch keine Lightroom 7 Kaufversion mehr.

Das hat Vor- und Nachteile. Der große Nachteil ist, dass man seinen Fotos erst einmal in die Creative Cloud hochladen muss, bevor man sie verwalten und verarbeiten kann. Je nach Internetzugang und Datenformat (JPEG, RAW) kann das schon etwas dauern. Adobe liefert dazu nach eigenen Angaben aber einen speziellen Uploader (Lightroom-Cloudlink), der die Daten vor dem Upload um bis zu 90% verkleinert und so die Übertragung deutlich beschleunigt. Ähnliche arbeitete das mittlerweile eingestellte Google Picasa. Zu diesem Zweck stellt Adobe satte 5 Terabyte Speicherplatz für eure Fotos zur Verfügung (für CC-Abonnenten). Der Preis des CC-Fotografie-Abos bleibt gleich. Es gibt auch eine kostenlose Variante, auf die ich später kommen werde.

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Mehr Vor- als Nachteile

Mit dem Upload müsst ihr euch nicht mehr um Backups kümmern. Aus vielen Kommentaren weiß ich, wie selten Backups noch immer sind und hier geht es schließlich oft um unwiederbringliche Erinnerungen.

Der zweite Vorteil ist, das die Bildbearbeitung nun auf leistungsfähigen Serverfarmen erfolgt und die Performanceprobleme der lokal installierten Lightroom-Versionen gehören damit der Vergangenheit an.

Noch ein Vorteil ist, dass Lightroom Cloud auch überall zur Verfügung steht. Ein Browser und ein Internetzugang sowie eure Zugangsdaten genügen und ihr könnt an praktische jedem Endgeräte eure Fotos verwalten und bearbeiten, denn die eigentliche Rechenarbeit geschieht ja im Rechenzentrum von Adobe. Damit sind auch Tablets und Chromebooks zur Bildbearbeitung mit Lightroom geeignet. Sogar auf einem Raspberry Pi ist dann Lightroom möglich.

Kostenlose Version für Inhaber einer Lightroom Kauflizenz

Wenn ihr eine Lightroom-Kauflizenz ab Version 3 habt, bekommt ihr einen Lightroom Cloud Zugang kostenlos! Dabei habt ihr zwar „nur“ 1 TB Speicherplatz zur Verfügung, aber ansonsten alle anderen Funktionen. Wer mehr Speicherplatz benötigt, kann diesen für 0,79 Euro pro TB und Monat aufrüsten.

Grundsätzlich finde ich diesen Weg sehr interessant, da ich an vielen verschiedenen Rechnern arbeite und so immer Zugriff auf Lightroom habe. Auch muss ich nicht ständig mein Backup-System ausbauen. Am jetzigen Wohnort habe ich nur 16 MBit (2 Mbit Upload) und da muss sich erst einmal zeigen, ob das wirklich zügig geht. Allerdings ziehen wir ja demnächst in das neue Haus um und dann gibt es mindestens 50 MBit DSL.

Im April soll es einen kostenlosen Beta-Test geben, mit dem man dann schon ausführlich testen kann. Lightroom Cloud wird dann im Mai 2017 schrittweise ausgerollt.

 

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