Fotos für Blogs und Webshops mit Lightroom optimal komprimieren und ein paar Tipps dazu

Mit Lightroom kann man zwar beim Export eine Qualitätsstufe oder eine maximale Dateigröße für den JPEG-Export festlegen, es gibt aber keine Vorschau, mit deren Hilfe man die tatsächliche Qualität beurteilen könnte. Mit einem kleinen Workaround bekommt man aber Bild mit dem besten Verhältnis aus Qualität und kleinstmöglicher Dateigröße. Und wann setzt man JPEG und wann PNG ein?

Möglichkeit 2:

Wenn du viele gleichartige Fotos, als mit sehr ähnlichem Bildinhalt komprimieren willst, kannst du auch über den Lightroom Export gehen.

  1. Um die Komprimierungseinstellung festzulegen, verfährst du zunächst mit einem der Bilder wie bei Möglichkeit 1 und stellst alles so ein, wie es auch auf alle anderen Fotos zutreffen soll.
  2. Dann wählst du alle weiteren Fotos aus und gehst über den bekannten Lightroom Export. Hier wählst du als Bildformat TIFF aus. Auch hier musst du wieder auf sRGB und 8 Bit/Komponente umstellen und du kannst auch gleich die gewünschte Bildgröße, Dateinamen etc. Festlegen.
  3. Wichtig ist nun, dass du ganz unten unter Nachbearbeitung Nach Export In Riot.exe öffnen auswählst. Damit werden alle Fotos zunächst als TIFF exportiert und dann an die Stapelverarbeitung (Batch-Export) von Riot weitergereicht.
  4. Beim Batch-Export in Riot brauchst du nur noch den gewünschten Zielordner auswählen und mit einem Klick auf Start werden alle Fotos in einem Rutsch mit den Einstellungen aus Punkt 1 komprimiert und abgespeichert.
Export zu Riot
Stapelverarbeitung in Riot aus dem Lightroom Export heraus

Was mache ich als Mac-User?

Für MacOS gibt es z. B. den kostenlosen Caesium-Bildkompressor. Aber auch der ImageOptim ist eine gute Wahl – wenngleich ohne Vorschau, dafür mit mehr Automatismen. Die Einbindung in Lightroom erfolgt auf gleiche Weise wie oben unter Windows beschrieben.

JPEG, PNG oder GIF – welches Format für was?

JPEG (oder JPG) und auch GIF und PNG sind Bildformate, die speziell für kleine Dateigrößen entwickelt wurden und daher die Standardformate im Web wurden. Wann nimmt man aber JPEG, PNG oder GIF?

Ohne nun zu tief in die Theorie vordringen zu wollen – (um es anwenden zu können, braucht man die Fourier-Transformation oder diskrete Cosinus-Transformation nicht verstehen), möchte ich euch ein paar praktische Anhaltspunkte geben.

Das JPEG-Format – für alles fotorealistische

Zwar kann das JPEG-Format nicht nur 8-Bit Farbtiefe pro Kanal (Rot, Grün, Blau) speichern, sondern auch 12 Bit Informationen. Praktisch findet aber im Netz nur das 8-Bit Format Verwendung. Damit können 16.8 Millionen Farben dargestellt werden und damit mehr als genug für Fotos. Mehr zum Thema Bit-Tiefe findest du übrigens HIER.

Damit eignet sich JPEG für alle fotografischen Darstellungen. Durch die spezielle Art der Komprimierung (JPEG fasst ähnliche Farben und Tonwerte einfach zusammen), kann es jedoch bei harten Kontrastübergängen zu Unschärfen und Artefakten kommen, weshalb man bei Bildern mit viel Textinhalt oder grafischen Darstellungen, besser zum PNG-Format (wird „Ping“ ausgesprochen) greift.

Mit der Qualitätseinstellung schafft man eine Balance aus kleiner Dateigröße und guter Bildqualität.

Noch ein Tipp zum JPEG-Format:

In Riot (und anderen Programmen), kann man bei der Qualitätseinstellung von JPEGs auch noch das „Subsampling“ auswählen.

Da unser Auge für Helligkeitswerte (Luminanz oder Luma) sehr viel sensibler ist, als für Farbwerte (Chrominanz oder Chroma), kann man die Farbinformation stärker komprimieren, als die Helligkeitswerte.

Das wird beim JPEG-Verfahren über das Subsampling auch tatsächlich gemacht. Grob gesagt führt es dazu, dass ähnliche Farbinformationen zu größeren Blöcken zusammengefasst werden und damit Speicherplatz gespart wird. Das führt aber auch dazu, dass Farbflecken (sog. Blotches) entstehen können.

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