Digitalkameras für Kinder

Kinder sind fasziniert von Fotos und Kameras, das merke ich immer, wenn ich mit meiner Kamera bei unseren Patenkindern bin. Sie sind begeistert, wenn sie bei einer „richtigen“ Kamera einmal auf den Auslöser drücken dürfen und – dank Digitaltechnik – auch gleich das Meisterwerk auf dem Display ansehen … Weiterlesen …

Kinder fotografieren gerneKinder sind fasziniert von Fotos und Kameras, das merke ich immer, wenn ich mit meiner Kamera bei unseren Patenkindern bin. Sie sind begeistert, wenn sie bei einer „richtigen“ Kamera einmal auf den Auslöser drücken dürfen und – dank Digitaltechnik – auch gleich das Meisterwerk auf dem Display ansehen können.

Zu meiner Zeit gab es für Kinder oft nur die AGFA „Ritschratschklick“ mit einer Rollfilmkassette, die sauteuer war und deren 24 Aufnahmen ratzfatz durchgeorgelt waren, was meine Eltern nicht gerade zu Begeisterungsstürmen hinriss, zudem ja auch noch die damals recht teuere Entwicklung der Abzüge dazu kam – auf denen dann mal nur ein Fuß oder der Rest der Katze zu sehen war … ich hatte sie aber immer am Mann und schon bei den Schulausflügen in der Grundschule mit dabei.

Ritschratschklick Bild: fotocommunity.deHeute haben wir eine riesen Auswahl an günstigen Digitalkameras, die Fotos selbst kosten nichts mehr, sofern diese am PC betrachtet werden und auch die Entwicklungskosten sind auf einem mehr als erschwinglichen Niveau angekommen.

Leider werden Kinden meist mit irgendwelchen Plastikkameras mit miserabler VGA-Auflösung von Mattel & Co. abgespeist, die meist sogar teurer sind, als eine brauchbare „echte“ Digitalkamera und auch nicht viel robuster. Die verrauschen, unscharfen Bilder verderben selbst verzeihenden Kinderaugen den Spaß am Foto und die Dinger landen nach kurzer Zeit in der Ecke.

Warum also nicht eine „echte“ Digitalkamera für die Kids kaufen? Je nach Entwicklung des Kindes, kann das schon ab 3-4 Jahren gut gehen – wenn es nicht gerade hyperaktive Abrissbirnen sind, die auch sonst alles niederknüppeln. Gute Kompaktkameras gibt es für weit unter 100€ und auch die können einen Rempler ab. Aber welche Kriterien sind aber noch für eine „Kinderkamera“ wichtig?

  • Die Kamera sollte natürlich preiswert, aber von guter Qualität sein
  • Einfache Bedienung und Menüs ohne zuviel Schnickschnack
  • Kompakte Abmessungen für die kleinen Kinderhände
  • Guter Zoombereich (zoomen macht Spaß 🙂 ) und ausreichend großes Display
  • Durch Speicherkarten erweiterbar
  • Videofunktion (Videos machen noch mehr Spaß)
  • Normale Batterien / Akkus sollten verwendbar sein, damit zur Not unterwegs auch einmal Batterien von der Tankstelle eingesetzt werden können
  • Die Kamera sollte nett aussehen aber nicht zu abschreckend wirken – wobei Kinder umso mehr fasziniert sind, je mehr Knöpfe und LEDs an einer Kamera dran sind …

Kodak C613Ein Modell, dass alle Kriterien erfüllt und mit knapp 73€ auch noch sehr preiswert ist, wäre die Kodak C613. Die 6 Megapixel der C613 reichten bis vor kurzem auch noch bei digitalen Spiegelreflexkameras, großes 2,5″ Display, 3-facher optischer Zoombereich (36-108mm), Videofunktion, Standard-AA Batterien und einfache Bedienung machen sie zur idealen Kamera für die Kids.

Dazu noch eine 2GB SD-Speicherkarte und eine schöne Kameratasche (dazu mit den Kids vielleicht mal in einen Laden gehen, damit sie sich selbst aussuchen können, was ihnen gefällt) und das junge Fotografenglück ist perfekt.

Kodak C613 RückseiteAuf der 2GB-Karten bringen die zukünftigen Starfotografen mal locker 600 Bilder unter und sie können damit fotografieren, bis der Finger glüht. Die Fotos können sich die Sprösslinge ja auch gleich auf dem Display ansehen, was ihnen erfahrungsgemäß auch immer einige Zeit genügt. Alle paar Tage oder Wochen – je nach Motivgier der Kleinen – sollte man sich zusammen mit ihnen an den PC setzen, die Bilder auf den PC in eine geeignete Fotoverwaltungssoftware (ich würde – nicht nur für die Kinder – Google Picasa empfehlen) hochladen und mit ihnen besprechen.

Lasst euch zeigen, welche ihrer Fotos sie am meisten mögen, vermeidet aber Kritik jeglicher Art – den Kindern geht es nur um den kreativen Moment. Man kann mal einen vorsichtigen, und bitte: nicht-technischen Tipp geben („versuch doch mal, die Köpfe ganz drauf zu bringen“), aber ansonsten sollte man die Kinder ihre eigenen Erfahrungen machen lassen – sie entwickeln sich hier selbst sehr schnell weiter und bei manchen Bildern ist man teilweise mehr als erstaunt und hätte diese so selbst nicht hingebracht, da man durch sein fototechnisches Wissen vielleicht schon zu befangen ist. Wenn die Kinder mehr über das Fotografieren wissen wollen, kommen sie schon selbst und fragen.

Man kann mit den Nachwuchsfotografen auch ein Kontingent an Abzügen vereinbaren. Bei teilweise 5ct. pro 10×15 Abzug, sollten doch mal 10 oder 20 Abzüge pro Monat für die Kleinen drin sein und vielleicht vom Lieblingsbild ein 20×30 für 60ct. Ein so groß entwickeltes Bild an der Kinderzimmerwand macht die Kinder unheimlich stolz und sie behalten die Lust am Fotografieren.

Später kann man auch einmal darüber nachdenken, ob man nicht einen kostenlosen Flickr– oder Google-Webalbum-Account für die Kids anlegt, damit sie ihre Fotos auch den Freunden oder den entfernt lebenden Großeltern präsentieren können.

Zeigt doch einmal, was eure Kinder, Nichten und Neffen, Patenkinder, Enkel usw. für Fotokunstwerke fabrizieren!

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Letzte Aktualisierung am 26.09.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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Ist halt die Frage, ob es Kinder oder Abrissbirnen sind … 🙂


Hi,
ich finde den Artikel sehr nützlich.
Leider habe ich auch schon andere Erfahrung gemacht, wenn es um die Haltbarkeit einer ’normalen‘ Digitalkamera geht.
Hier ist doch eine stoßfeste, wasserdichte, evtl. unzerstörbare zu bevorzugen.

Kinder: 2 Stück (6 und 3 Jahre)

Gruß Miep

Jaja, da gibt es trollige Namen … „Hintere Schnaid“, „Hirschberglein“ oder „Stegenwaldhaus“ sind ein paar Highlights. Noch besser wird es aber dann, wenn die Ortsnamen im örtlichen Dialekt ausgesprochen werden, denn dann wissen oft nicht einmal Leute, die nur 20km weiter wohnen, was gemeint ist.
Beispiel: aus dem Dörfchen „Issigau“ wird „Nissja“, der Kurort „Bad Steben“ wird zu „Stiem“ oder mein Wohnort „Oberkotzau“ zu „Kotzich“ … 🙂 🙂

Ein paar Facts zu Franken habe übrigens HIER einmal verfasst

: ach so. übrigens: ich liebe es, wie bei euch die orte benannt werden! 😉

Das macht mein Blog von selbst – dafür kann ich nichts 😉

@micha. genau. vor dem ding will er sowieso die ganze zeit sitzen – warum also nicht weg von spielen und hin zur kreativen fotobearbeitung!

p.s. wer hat mir denn da einen link in meinen kommentar gebaut? 😉

Ich habe gestern auch eine Horde Schulkinder, so 2.-3. Klasse, beim Ausflug gesehen, da hatte ca. jedes zweite eine Digitalkompaktkamera dabei, ein Mädchen sogar einen Camcorder…

@Anne: Und wenn du ihm dann noch erklärst, wie Bildbearbeitung geht, wähnt er sich im siebten Himmel, dass er alles alleine machen kann. 😉

Wenn ich daran denke, wie mein kleiner Neffe, kaum hat mein Bruder seine Kamera in der Hand, sein „Papa ich auch, Papa ich auch-Mantra“ beginnt, überlege ich mir, dass ich da auch was tun sollte! Für technikbegeisterte 7jährige mit zu viel Spielzeug DIE Idee. Danke für die Inspiration!

Ich finde die Idee auch gut. So kann man die Kleinen spielerisch an ein tolles Hobby heranführen.