Asus Mini-PCs für Home Office und mehr

Mit dem Homeoffice steigt der Bedarf nach leistungsfähigen PCs. Aber was tun, wenn man nur begrenzt Platz dafür hat? Die Mini PCs von Asus sind sehr kompakt und trotzdem sehr leistungsfähig.

Asus PN52S Mini PC

Natürlich kann man an einem Notebook auch einen externen Monitor, Tastatur und Maus anschließen. Wenn der Homeoffice-Arbeitsplatz aber eine längerfristige Einrichtung wird, kann ein kompakter PC deutlich komfortabler sein. Ich habe die Mini PC Serie von Asus getestet. Das sind PCs mit guter Ausstattung, die aber nur eine minimale Stellfläche benötigen. Im besten Fall benötigen sie gar keinen zusätzlichen Platz, sondern lassen sich an VESA-Halterungen hinter dem Monitor anbringen. Somit hat man nur Display, Tastatur und Maus auf dem knappen Platz auf dem Schreibtisch. Eine Docking-Station kann damit auch entfallen.

Aber auch wenn genügend Platz vorhanden ist, bevorzugen viele eine solche Lösung, um eine cleane Arbeitsumgebung ohne Ablenkung zu schaffen.

Von Asus gibt es bei den Mini PCs verschiedene Modellreihen mit unterschiedlichem Formfaktor und Ausstattung. Ich habe hier den Asus PN62S mit Intel i7 10510U CPU, 16 GB RAM und 256 GB SSD getestet. Der Rechner misst nur 11,5 x 11,5 x 4,9 cm. Klar, dass hier nicht auch noch das Netzteil hineinpasst. Dies wird als externes Netzteil angeschlossen, ist aber sehr kompakt. Der Rechner wird mit Windows 10 ausgeliefert. Das getestete Modell war mit Windows 10 Pro ausgestattet und ist damit auch im Unternehmensumfeld einsetzbar.

Asus PN52S Mini PC

Der PN62S zeigt sich dabei sehr anschlussfreudig. Neben 3 USB 3.2 Anschlüssen, findet man gleich 2 USB-C bzw. Thunderbolt-3 Buchsen, einen 1 GBit Ethernet-Port und zwei Display-Anschlüsse als HDMI und Display-Port-Buchsen. Damit lassen sich mit der eingebauten Intel UHD Grafik zwei Displays betreiben. Aber auch mit hohen Auflösungen wie 3840 x 1600 Pixel hat die eingebaute GPU keine Probleme. Der USB-C Anschluss kann auch zur Verbindung eines entsprechenden Displays genutzt werden. Die vordere USB-C Buchse kann außerdem auch zum Laden eines Smartphones genutzt werden.

Zwei Displays am Asus Mini PC

Da man natürlich nicht immer einen Netzwerkanschluss zur Verfügung hat, kann der PN62S auch per WLAN (Wifi 6, 802.11a/b/g/n/ac/ax) mit dem heimischen Netzwerk verbunden werden. Für die derzeit ständig benötigten Headsets für Videokonferenzen etc. ist Bluetooth 5.0 mit an Bord. Die 256 GB große SSD ist für die meisten Anwendungen mehr als ausreichend. Alternativ kann man aber eine zusätzliche M.2 SSD nachrüsten und damit den Speicherplatz schnell erweitern, denn das Gehäuse lässt sich ganz einfach und unkompliziert öffnen. Vier Schrauben raus und einfach das Seitenteil herausziehen, das wie ein Schlitten im Gehäuse steckt.

Schneller Zugriff zum Aufrüsten der SSD

Ungewöhnlich ist das eingebaute Mikrofon-Array, das zur Sprachsteuerung von Microsofts Cortana genutzt werden kann, sowie ein Infrarotempfänger. Zudem findet man einen Micro-SD-Karten-Leser und einen 3,5 mm Klinkenanschluss für Kopfhörer oder Headsets auf auf der Frontseite.

Asus Mini PC und Netzteil
Asus Mini PC und Netzteil im Vergleich zu einer beliebten Schokoladensorte

Der Asus PN62S in der Praxis – Lightroom, Bildbearbeitung, Videoschnitt

Dass ein PC mit INTEL i7 CPU und 16 GB RAM den üblichen Office-Aufgaben gewachsen ist, dürfte nicht überraschen. Videokonferenzen mit Zoom, Microsofts Teams etc. laufen geschmeidig neben großen Excel-Tabellen und 30 offenen Browser-Tabs. Die Wiedergabe von Netflix-Filmen oder YouTube-Inhalten mit 4k und 60fps stellten für den Mini PC kein Problem dar. Alles wurde flüssig und ohne Ruckeln wiedergegeben. Der Lüfter des PN62S hält sich dabei recht dezent im Hintergrund. Wie sieht es aber mit anspruchsvolleren Aufgaben aus?

Ich habe Adobe Photoshop, Lightroom Classic, aber auch DaVinci Resolve auf dem kleinen Rechner ausprobiert und war sehr positiv überrascht. Lightroom und Photoshop arbeiten sehr flüssig, was sich ja immer besonders bei Funktionen wie dem Korrekturpinsel oder dem Reparaturwerkzeug zeigt. Lightroom fühlt sich auf dem Asus Mini PC praktisch genau so an, wie auf meinem „großen“ Desktop-Rechner mit AMD Ryzen 3700, 32 GB RAM, RX480 Grafik und M.2 SDDs. Natürlich hat der Asus PN62S hier mehr zu tun und muss gekühlt werden. Der eingebaute Lüfter dreht bei diesen Anwendungen höher und ist hörbar. Angesichts der kompakten Abmessungen geht das aber in Ordnung und auch Notebooks mit ähnlicher Ausstattung verhalten sich hier vergleichbar. Hat man den Mini PC hinter dem Display montiert, reduziert sich die wahrgenommene Lautstärke deutlich.

Anschlüsse der Frontseite
Anschlüsse der Frontseite

Auch bei gängigen Photoshop-Aufgaben zeigt der Asus Mini PC keine Blöße. Auch große RAW-Dateien lassen sich mit dem ACR-Filter schnell anpassen und selbst Projekte mit vielen Ebenen können flüssig bearbeitet werden, was nicht zuletzt an den 16 GB RAM des getesteten Modells liegt.

Mit DaVinci Resolve habe ich getestet, ob man mit dem kleinen Rechner auch Videos bearbeiten kann. Resolve 17 Beta 7 akzeptiert dabei die Intel UHD GPU als unterstütze Grafikhardware. Ich konnte damit 1080er Videos (Full-HD) schneiden. Beim Color-Grading oder bei 4k-Material macht sich dann bemerkbar, dass die GPU nicht für derlei Anwendungen ausgelegt ist und die Wiedergabe gerät ins Ruckeln.

Anschlüsse auf der Rückseite
Anschlüsse auf der Rückseite

Mit der aktuellen Version von Adobe Premiere Pro war es hingegen kein Problem, auch 4k-Material zu schneiden und flüssig wiederzugeben. Der Grund dürfte sein, dass Premiere Pro noch immer weniger auf die GPU zugreift, als es bei Resolve der Fall ist.

Fazit

Die Asus Mini PCs sind eine leistungsfähige Alternative zu großen Tower-PCs, ohne dass man dabei große Abstriche bei der Leistung machen muss. Alltägliche Aufgaben meistern sie tadellos und nehmen dabei noch weniger Platz ein, als ein kompakter Laptop. Dabei bieten sie aber Anschlussmöglichkeiten für zwei hochauflösende Displays, USB-C und Thunderbolt 3 Port und können mit einer zusätzlichen M.2 SSD erweitert werden.

Wer nicht die Leistung einer i7-CPU benötigt, kann günstigere Varianten mit i5, i3 sowie Celeron-Prozessoren auswählen. Die Preise hierfür beginnen bei etwa 350 €. Das getestete Modell ASUS VIVO Mini PN62S-B3132MD kostet um die 800 Euro. Die Mini PCs von Asus stellen damit auch eine gute Alternative zu Intel NUC Systemen dar.

Mehr Infos: Asus Mini PC Website

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