4-fache Auflösung mit Super Auflösung und Lightroom nutzen

Mit Adobe Camera RAW 13.2 kommt die neue Super Auflösung Funktion. So nutzt du sie mit Lightroom Classic

Wer ein Adobe Creative Cloud Foto-Abo hat, bekommt regelmäßig Updates. Mit der neuesten Version von Photoshop, kommt auch Adobe Camera RAW (ACR) 13.2 und das beherrscht einen neuen Trick: Super Auflösung. Damit kann man die Auflösung von Fotos vervierfachen. Damit wird aus einem 24 Megapixel Foto 96 Megapixel Bild. Erreicht wird das nicht durch bloßes Vergrößern, wie man es z. B. in Photoshop mit der bikubischen Bildvergrößerung machen kann. Adobe setzt dazu einen Maschinenlern-Algorithmus ein, der durch Millionen Paare von Bildern trainiert wurde, die in niedriger und hoher Auflösung vorlagen.

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Die Super Auflösung Funktion hat dadurch gelernt, wichtige Bildinhalte, Details und Kanten zu erkennen und entsprechend zu behandeln. Eine ausführliche Beschreibung findet man im Adobe Blog.

Interessant ist diese Funktion vor allem, wenn man große Abzüge von Bildern benötigt, z. B. für Plakate, Bilderwände, Fototapeten etc. Aber auch für Fotos, die man früher mit einer 6-Megapixel-Kamera gemacht hat, kann Adobe Super Auflösung helfen, eine 4-mal höhere Auflösung zu generieren.

Super Auflösung mit Lightroom Classic nutzen

Leider kann die Super Auflösung Funktion nicht direkt in Lightroom genutzt werden. Der Umweg geht über Adobe Bridge und Adobe Camera RAW.

Zunächst muss man natürlich das aktuelle Camera Raw Update über den Creative Cloud Desktop installieren oder updaten. Ebenso muss Adobe Bridge in der neuesten Version installiert werden.

Nun wählt man das gewünschte Bild in Lightroom aus. Wenn ihr die aktuellen Bildeinstellungen behalten möchtet, könnt ihr diese mit STRG+S (CMD+S beim Mac) in die Metadaten der Bilddatei schreiben. Man kann aber auch die rohe Bilddatei ohne die bisherigen Lightroom-Bearbeitungen nehmen.

Mit STRG+R (CMD+R beim Mac) öffnet ihr die Datei im Explorer bzw. Finder. Alternativ geht auch ein rechter Mausklick auf das Bild und “Im Explorer/Finder” öffnen. Nun wisst ihr, in welchem Ordner sich das Bild befinden. Mit Adobe Bridge navigiert ihr dann genau zu diesem Ordner und wählt dann das Bild in Bridge aus.

In Adobe Bridge Bild in ACR öffnen

Mit einem rechten Mausklick auf dem Bild wählt ihr “In Camera Raw öffnen …” aus. Das Bild wird nun in Adobe Camera Raw angezeigt. Nun erfolgt ein weiterer rechter Mausklick auf das Bild und ihr wählt “verbessern” aus. Alternativ geht auch die Tastenkombination STRG+Umschalt+D.

In ACR “Verbessern” auswählen

Hier steht nun “Super Auflösung” zur Verfügung. Einfach einen Haken setzen und kurz warten. Wenn ihr auf die Vorschau klickt und haltet, könnt ihr einen vorher/nachher Vergleich machen. Mit einem Klick ins Bild kann der Bereich ausgewählt werden, den ihr begutachten möchtet.

Super Auflösung funktioniert mit RAW-Dateien, TIF und JPEGs. Es kann auf jedes Bild nur einmal angewandt werden. Man kann also die Auflösung beim selben Bild nicht mehrfach hintereinander vergrößern.

Onhe Verbesserung/Vergrößerung
Mit Verbesserung

Mit “Verbessern” wird die Vergrößerung bestätigt. Je nach Leistungsfähigkeit des Rechners dauert dieser Prozess einige Sekunden. Im Bildstreifen von Adobe Camera RAW erscheint eine weitere Version des Fotos mit der höheren Auflösung, die auch im gleichen Verzeichnis des Originalfotos als DNG abgespeichert wurde. Die Dateigröße schießt dabei aber auch enorm in die Höhe: Aus einem 24 Megabyte großen Foto, wurde bei mir eine Datei mit 240 MB!

Leider lassen sich diese DNGs nicht mehr in Lightroom importieren. Man kann in ACR aber oben rechts auf das “Download” Symbol klicken und das Bild als JPG speichern, was man dann natürlich wieder in Lightroom importieren kann.

Das ist natürlich alles etwas umständlich, aber man benötigt diese Funktion vermutlich auch nicht jeden Tag und vielleicht wird sie ja in einer der nächsten Lightroom-Versionen direkt integriert.

Einen Bug gibt es scheinbar auch noch, denn nicht immer wurde das Bild tatsächlich vergrößert. Zwar ist die Dateigröße enorm gestiegen, die Pixelauflösung blieb bei einigen Bildern jedoch gleich wie beim Original. Ich konnte bislang keinen echten Zusammenhang erkennen. Mir fiel auch auf, dass durch die Vergrößerung chromatische Aberrationen verstärkt wurden, die sich aber in ACR dann wieder verringern ließen.


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2 Kommentare

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  1. Bei meinen Olympuskameras (EM-1 Ii und II) und meiner Nikon D 300 ist das Ergebnis mit der Superauflösung eher enttäuschend. Da bringt Topas Gigapixel fast bessere Ergebnisse. Und erst recht fääen die Ergebnisse bei Gigapixel bei Bildern meiner uralten Ixus400 und Olympus E10 aus.

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