Ist DxO PhotoLab 2 eine Adobe Lightroom Alternative? Nein … ja … vielleicht …

In den letzten Wochen habe ich mich intensiv mit Alternativen zu Lightroom beschäftigt. Von euch höre ich, dass ein Bedarf vorhanden ist, nicht zuletzt, weil nicht jedem das Creative Cloud Abo-Modell von Adobe schmeckt. Bei meinen Tests hat sich mittlerweile ein Favorit herauskristallisiert: DXO PhotoLab 2. Meine Erfahrungen, Testbilder und eine Einschätzung gibt es in diesem Beitrag.

Geschätzte Lesedauer: 9 Minuten

Ihr wisst sicherlich, dass ich seit der ersten Beta-Version mit Lightroom arbeite – privat und beruflich. In dieser Zeit hat sich ein sehr effektiver Workflow entwickelt, sodass es für mich eigentlich keine Veranlassung gibt, eine Alternative zu Lightroom zu suchen. Trotzdem interessierte mich, was denn andere Anbieter RAW-Entwicklern so können.

RAW-Entwickler vs. DAM-Lösung

Hier sind wir schon an einem wichtigen Punkt: Lightroom darf einfach nicht nur als RAW-Entwickler gesehen werden. Für mich war damals tatsächlich die Bildverwaltung oder DAM (Digital Asset Management) sehr viel wichtiger als die RAW-Entwicklung. Genau das ist der Knackpunkt bei den ganzen Vergleichen Lightroom vs. Irgendwas und möglichen Lightroom-Alternativen.

Theoretisch könnt ihr hier schon mit dem Lesen des Beitrags aufhören, denn eine nur annähernd vergleichbare Bildverwaltung samt RAW-Entwickler, lieferte bislang keines der von mir getesteten Programme.

Ihr solltet aber trotzdem weiterlesen, denn es gibt vielleicht doch ein paar interessante Einsichten und vielleicht sogar überraschendes.

Lightroom Classic CC vs. DxO PhotoLab 2

DxO sind keine Unbekannten. Mit ihren Objektiv- und (Smartphone-) Kameratests sind die Franzosen hinlänglich bekannt und auch DxO Optics Pro als RAW-Entwickler gibt es schon viele Jahre. Kürzlich übernahm DxO die beliebte NIK-Kollektion von Google und entwickelt diese nun weiter.

Die U-Point Technologie gab es allerdings schon vor der NIK-Übernahme und man findet wohl keine NIK-Funktionen in DxO PhotoLab 2. Die DxO-Module ViewPoint zur umfangreichen Perspektivkorrektur und FilmPack für Filmeffekte, können hinzugekauft werden und integrieren sich nahtlos in PhotoLab. Eine 30 Tage lang gültige Testversion beider Module kann ohne Einschränkungen getestet werden. Das Gleiche gilt auch für PhotoLab 2 selbst.

Eine Aufteilung der Benutzeroberfläche im Lightroom-Stil ist beinahe bei allen aktuellen RAW-Entwicklern der Standard. So auch bei DxO PhotoLab. Die großen Unterschiede zu Lightroom findet man bei der Ausstattung der Software. So muss man bei DxO PhotoLab 2 auf eine ziemliche Liste an Funktionen verzichten, die bei Lightroom selbstverständlich sind:

DxO Photolab 2:

  • Kein Buchmodul
  • Kein Geotagging-/Kartenmodul
  • Keine Web-Galerien
  • Keine Dia-Show
  • Kein Panorama-Funktion
  • Keine HDR-Funktion
  • Kein Tethering
  • Keine Videofunktionen
  • Keine Bearbeitungshistorie
  • Keine Gesichtserkennung
  • Keine direkte Synchronisierung mit Cloud-Speichern
  • Sehr eingeschränkte Export-Funktionen
  • Keine App für Smartphones/Tablets
  • Nur rudimentäre Verwaltungsfunktionen
  • Evtl. wird die eigene Kamera (noch) nicht unterstützt
  • Keine Entwickler-API für externe Plugins und Erweiterung
  • Keine Integration von Controllern (siehe API)

Jeder einzelne dieser Punkte mag für manchen bereits ein Ausschlusskriterium sein. Für mich spielten die Web-, Buch-, Druck- und Dia-Show Module in Lightroom noch nie eine Rolle, sodass ich das am wenigsten vermisse. Zudem gibt es hierfür reichlich externe Lösungen, die das meist auch besser können. HDR und Panorama nutze ich ab und zu, aber auch das ließe sich extern lösen. Stichwort: Affinity Photo.

Affinity Photo

Die wirklichen Show-Stopper für mich sind – wie oben bereits angesprochen – die praktisch nicht vorhandenen Verwaltungsfunktionen. Viele wird freuen, dass man Fotos nicht erst in PhotoLab importieren muss, da es keinen Katalog hat. Genau das ist aber auch der größte Nachteil. Um Stichwörter, Kategorien, GPS-Koordinaten, Sammlungen etc. verwalten und wieder finden zu können, braucht man eben eine Datenbank.

Die Benutzeroberfläche von DxO Photolab 2

Mit PhotoLab kann man Fotos bewerten, als ausgewählt oder abgelehnt markieren und Fotos in sog. Projekten zusammenfassen. Das alles findet in der Photothek statt. Ansonsten bewegt man sich im Verzeichnisbaum, hat damit aber sofortigen Zugriff auf alle Bilder der Festplatte. Vorschaubilder werden dabei relativ schnell zur Verfügung gestellt. Die Photothek ist aber nicht mehr als ein einfacher Bildbetrachter. Zumindest einige Filterfunktionen sind vorhanden. So kann man nach Kamera, ISO, Bearbeitungsstatus, Datum, Dateiformat etc. filtern.

Der Bildbrowser „Photothek“ in Photolab 2

Man kann aber keine Stichwörter vergeben und damit viele weitere Workflow-Optimierungen vergessen. In Lightroom vergebe ich bereits beim Import einige Stichwörter, die das Shooting beschreiben. Damit werden automatisch Smart-Sammlungen befüllt und ich habe schon einmal eine grundsätzliche Ordnung. Ebenso bekommen die ausgewählten und bearbeiteten Bilder individuelle Titel, die dann beim Export gleich als Dateinamen übernommen werden. Gerade bei Blog-Beiträgen ist das extrem praktisch. In DxO PhotoLab kann nicht einmal ein individueller Dateiname beim Export angegeben werden. Lediglich ein Suffix ist möglich. In der Photothek lassen sich Dateien physisch umbenennen, was aber keine wirklich gute Lösung ist.

Auch an dieser Stelle wäre ich normalerweise raus, da zu viele Funktionen fehlen, die ich im Laufe der Jahre an Lightroom schätzen gelernt habe und die mir jede Menge Zeit sparen.

Aber ich habe noch nicht aufgegeben, denn …

Die RAW-Entwicklung in DxO PhotoLab 2 ist fabelhaft!

Tatsächlich hat mich die Bildentwicklung und letztendlich die Qualität der Fotos von PhotoLab 2 umgehauen! Es beginnt mit der – für meinen Geschmack – sehr viel natürlicheren Erstentwicklung von RAW-Bildern, die in PhotoLab gleichzeitig mehr Details zeigen, als in Lightroom.

Weiter geht es mit der Objektivkorrektur. DxO hat nicht alle Profile von Anfang an parat. Lädt man ein Foto, das mit einem anderen Objektiv aufgenommen wurde, bietet PhotoLab den automatischen Download des passenden Profils an. Die Qualität der Objektivprofile ist für mein Empfinden ein gutes Stück besser, als die von Lightroom. Der Detailreichtum ist im Vergleich zu Lightroom überraschend.

Interessant wird es bei der Funktion Dunst entfernen (Lightroom) und Clear View Plus (DxO): Die Resultate von DxO sind denen von Lightroom meilenweit überlegen. Es entsteht nicht nur die natürlichere Optik, sondern Clear View Plus vermag es auch, mehr Details aus dem Dunst herauszuholen.

Ebenfalls erstaunlich ist die Qualität bei der Bearbeitung des Bildrauschens. PhotoLab kommt hier mit zwei Varianten. Während die Standardrauschminderung (HQ – schnell) mit der von Lightroom vergleichbar ist, spielt die PRIME-Version in einer völlig anderen Liga. Eine noch bessere Rauschminderung kenne ich nur von Capture One.

Was die Geschwindigkeit bei der Entwicklung angeht, ist DxO vergleichbar mit Lightroom – also auch nicht wirklich rasend schnell. Besonders fällt das bei der PRIME Rauschminderung auf, die übrigens erst beim Export angewandt wird. Bei der Einstellung muss man sich einen Bildschirmausschnitt aussuchen und sieht dann eine Vorschau des späteren Aussehens. Beim Reparaturwerkzeug geht DxO aber gerade bei vielen Reparaturen sehr viel schneller vor wie Lightroom und auch die Qualität der Bereichsreparatur ist häufig besser und genauer.

Ich habe mich bei PhotoLab häufig dabei ertappt, dass ich mit der Erstentwicklung schon sehr zufrieden war und nur minimale Anpassungen mit Clear View Plus und der Belichtung gemacht habe. Auffällig ist auch, dass DxO Gelb- und Orangetöne weniger rötlich wiedergibt. Ein Effekt, der bei Lightroom schon immer diskutiert wurde. In Lightroom rücke ich dem schon lange mit eigenen Farbprofilen zu Leibe, die ich mit dem Datacolor Colorchecker Passport erstelle.

Dieser Vergleich zeigt die Unterschiede in der Farbinterpretation und in der Wirkung des Dunst-Filters mit hoher Einstellung im Vergleich zu Clear View von DxO bei mittlerer Intensität.

[twenty20 img1=“23541″ img2=“23542″ offset=“0.5″ before=“Lightroom Entwicklung“ after=“DxO Entwicklung“]

Die lokalen Korrekturen mit U-Points sind ein zweischneidiges Schwert. Grundsätzlich hat man alle Funktionen zur Verfügung, die auch Lightroom in diesem Bereich bietet. Bei der Pinselfunktion für die Masken ist Lightroom mit der Bereichsmaske im Vorteil, weil man hier die Maskierung auf z. B. gleiche Helligkeitsbereiche einschränken kann. Zudem ist der sog. Equalizer bei DxOs U-Points eine ziemlich kleinteilige Angelegenheit.

Upoint Menü für lokale Anpassungen

Zwar hat man alle Einstellungsmöglichkeit direkt mit dem Bild im Blick, allerdings muss man sehr genau zielen, um den richtigen Regler zu erwischen und die Symbole oder Reihenfolge der Regler erst einmal verinnerlichen. Hier wären mir (alternativ) große Regler im rechten Panel lieber. Dafür gehen die Berechnungen von lokalen Einstellungen flotter, als man das von Lightroom kennt.

Upoint Equalizer

Natürlich arbeitet PhotoLab nicht-destruktiv, fasst also die Originaldateien nicht an, sondern speichert alle Einstellungen parallel zur RAW-Datei in einer Datei mit der Erweiterung .DOP.

Die .DOP Datei als Sidecar zur Bilddatei

Das ist übrigens eine Textdatei mit Klarnamen aller Einstellungen. Auch kann man virtuelle Kopien eines Fotos anlegen.

Die DPO-Dateien von PhotoLab im Texteditor

Das sind die Vorteile bei der Entwicklung gegenüber Lightroom Classic CC:

  • Bessere Erstentwicklung
  • Clear View Plus liefert deutlich bessere Ergebnisse als die Dunst-Funktion von Lightroom
  • Extrem gute Rauschminderung mit PRIME
  • Häufig bessere Objektivprofile
  • Schneller bei lokalen Anpassungen
  • mehr Details ohne überschärft zu wirken

Kann DxO PhotoLab 2 Lightroom vollständig ersetzen?

Kurze Antwort: Nein kann es nicht! Ohne zusätzliche Software erhält man nicht den Funktionsumfang von Lightroom. Das gilt besonders für die Bildverwaltung.

Lange Antwort: Vielleicht! Ist man bereit seinen gewohnten Lightroom-Workflow über den Haufen zu schmeißen, oder hatte man bislang diesen gar nicht, weil man keine Sammlungen und Schlagwörter eingesetzt hat, einem der Import ohnehin auf den Keks gegangen ist und man lieber mit Verzeichnisstrukturen gearbeitet hat, weil man Lightroom noch immer nicht ganz verstanden hat, kann man darüber nachdenken.

Ich habe den Selbstversuch gewagt und mir etwas zusammengestrickt – bislang aber nur unter Windows. Dabei setze ich auf das kostenlose XNView als Bildverwaltung. XNview ist ein sehr mächtiges Werkzeug und gehört schon viele Jahre zu meiner Grundausstattung. Tatsächlich kann man mit XNVview eine Bildverwaltung samt Stichwörtern, Kategorien, Bewertung etc. aufbauen und das ganz ohne Katalog, rein auf Basis von IPTC und EXIF-Daten. Das hat den großen Vorteil, dass man damit vollkommen unabhängig von proprietären Herstellerlösungen ist und diese Metadaten auch in anderen Anwendungen zur Verfügung hat – auch im Windows Explorer und der Suche. Zudem gibt es in XNview Lesezeichen, die man als Sammlungen missbrauchen kann.

XNview Bildbetrachter

Im Prinzip begibt man sich damit auf die Ebene von Adobe Bridge und Adobe ACR als RAW-Entwickler. Flankiert man diese Kombination mit Affinity Photo für Panorama-Erstellung und HDR-Funktionen, hat man ein fast komplettes Paket, mit dem man Lightroom ablösen könnte. Geotagging gibt es mit dem kostenlosen Geosetter umfangreicher und besser.

Tethering kann man ebenfalls sehr komfortabel mit DigiCamControl lösen. Webgalerien können WordPress, Coppermine und zig andere Lösungen. Grundsätzliche Druckfunktionen für Kontaktbögen etc. beherrschen XNview und PhotoLab gleichermaßen ein bisschen. Ansonsten holt man sich Affinity Publisher Beta, Scribus oder eine Software der Fotobuchanbieter, um das Buchmodul von Lightroom zu ersetzen (welches ich noch nie eingesetzt habe – ich wiederhole mich).

Digicamcontrol als Tethering-Ersatz

Das ist natürlich alles Stückwerk. Zwar teilweise mit besseren und umfangreicheren Möglichkeiten als sie Lightroom allein bietet, aber mit höherem Aufwand. Es bietet aber auch Chancen, denn mit den unterschiedlichen Anwendungen kann man, sofern man bereit ist sich damit intensiv auseinanderzusetzen, sehr interessante Lösungen bauen und da sich alles im Dateisystem abspielt, können weitere Funktionen angedockt werden. Automatische FTP-Uploads zu WordPress oder Web-Galerien. Die Anbindung beliebige Cloud-Speicher wie Dropbox, Nextcloud etc. Batch-Konvertierung nach der Entwicklung etc. etc.

Tatsächlich kann man mit diesem Konstrukt produktiv arbeiten. Es ist nur eine wahnsinnige Umstellung für alles und für mich geht erst einmal viel langsamer, als ich es mit Lightroom allein gewöhnt war.

Variante 2: Lightroom 6 und DxO PhotoLab gemeinsam nutzen

Tatsächlich dürfte diese Variante die Probleme vieler enttäuschter Lightroom 6 Anwender lösen. Man hat mit Lightroom eine leistungsfähige Bildverwaltung und die gewohnten Entwicklungseinstellungen. Man muss jedoch auf diverse neue Funktionen und aktuelle Kamera- und Objektivmodelle verzichten. Hier springt PhotoLab in die Bresche, da man dessen Funktionen auch als Plugin in Lightroom nutzen kann. Damit hat man die tollen Entwicklungsmöglichkeiten und die Unterstützung aktueller Kameras von PhotoLab und kann den Lightroom-Workflow trotzdem weiterhin nutzen.

Kostenfragen

PhotoLab 2 kostet in der Essential-Version nicht gerade günstige 129 Euro. Allerdings sind die Funktionen Clear View Plus, PRIME Rauschreduzierung, ICC-Profile etc. nur in der Elite-Version verfügbar, welche mit knackigen 199 Euro zu Buche schlägt. Für die Perspektivkorrektur brauchen wir noch ViewPoint als extra Modul für 79 Euro und wir sind damit bei 278 Euro. Holt man sich das Creative Cloud Fotografie Abo im Angebot, kann man damit fast 2,5 Jahre das Abo zahlen und hat eine leistungsfähige Bildverwaltung und immer die neuste Version der Software, denn auch DxO kommt mit kostenpflichtigen Updates – und es fehlt noch eine umfangreiche Bildbearbeitung wie Photoshop.

Für diese, Panorama und HDR legen wir noch Affinity Photo obendrauf, das man meisten für um die 45 Euro bekommt, zusammen sind das 343 Euro oder umgerechnet die Kosten für 3 Jahre Creative Cloud Abo …

Ein Pferdefuß könnte allerdings auch sein, dass DxO im März 2018 Insolvenz angemeldet hat. Ich vermute mal, dass man sich mit der unsäglichen DxO One Aufsteckkamera für das iPhone kräftig verhoben hat. Damit schwingt immer ein bisschen Unsicherheit über die Zukunft von DxO mit.

Fazit

Das Fazit muss jeder für sich selbst ziehen. Ich kann mit der oben genannten Zusammenstellung von Programmen und PhotoLab 2 im privaten Bereich gut arbeiten. Tatsächlich möchte ich es zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht professionell nutzen, da hier einfach die Zeit und die Bildverwaltung zählt. Beinahe täglich kommen Kollegen zu mir und verlangen nach einem bestimmten Foto. Mit Lightroom kann ich das in Sekunden liefern.

Würde DxO die DAM-Funktionen deutlich ausbauen, wäre es ein direkter Konkurrent für Lightroom. On1 zeigt das gerade mit Photo RAW 2019. Hier hat man eine ordentliche Bildverwaltung, die sogar Lightroom Kataloge übernehmen und Entwicklungseinstellung konvertieren kann. Leider ist aber das Entwicklungsmodul so gar nicht mein Fall. Dazu gibt es demnächst einen ausführlichen Beitrag.

Mehr Infos zu DxO PhotoLab 2

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kdf
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kdf

Ein Update für ON1 soll Mitte Mai kommen. Vielleicht wäre danach eine Bewertung der Übernahmen aus dem Lightroom-Katalog besonders interessant.

Daniel
Gast
Daniel

Ich bin seit einiger Zeit von Lightroom auf DXO gewechselt und war teilweise erustaunt über die sehr guten Ergebnisse. Damit teile ich die Schilderungen im Text über den ClearView und die Rauschunterdrückung (!). Darüber hinaus gibt es unter „Objektivschärfe“ ein super Algorithmus, der sehr schön die Details herauskitzeld. Zunächst wollte ich DXO nur als Plugin in LR verwenden, bin nun aber auch von der automatischen Verarbeitung begeistert, die einem im Vergleich zu LR sehr viel Arbeit abnimmt. Was ich aber vermisse: Einfärbungen und Farbtonungen (ind DXO als „Stiltonung“ geführt, aber nur Modi S/W zur Auswahl) und ein Protokoll / Historie,… Weiterlesen »

Gerson
Gast
Gerson

Auch meinerseits vielen Dank für den informativen Vergleich! Er ist auch insofern hilfreich, als es über Photolab nicht viele aktuelle und fundierte Berichte gibt. Im Konzert der Raw-Entwickler gibt es keinen, der alles gleich gut kann. Darum ist es wichtig, wie im Vergleich geschehen, dass man seinen eigenen Bedarf kennt und auseinander hält, was man vergleicht: Soll es um die Resultate der Rawentwicklung gehen, oder ein Gesamtpaket mit weiteren Komponenten. Bei der Rawentwicklung hat Photolab, wie der Vergleich zeigt, die Nase vorn. Die Stärke von Lightroom (Lr) ist vor allem, dass eine vielseitige Bilddatenbank komplett integriert ist und die Raw-Entwicklung… Weiterlesen »

Moritz
Gast

Danke für den ausführlichen Bericht!
Ich nutze selber schon seit Jahren Lightroom, früher als Standalone und heute im Abo. Die Leistung dieser Software war und ist es mir definitiv wert. Natürlich teste ich immer gerne mal andere Produkte und arbeite im Studio auch gerne mit Capture One, allerdings bleibt LR für mich gerade bei Reportagen ungeschlagen.
Allerdings freue ich mich sehr zu sehen, dass DXO die Upoints aus der NIK Software anscheinend weiter verwendet und hoffentlich auch weiter entwickelt.

Friedhelm
Gast
Friedhelm

Danke für den interessanten Vergleich. Ich selbst habe früher auch LR genutzt, bin aber (insbes. da mich der „Katalogzwang“ störte) zur DXO gewechselt. Ich habe schon vor meiner LR-Zeit (mit dem Canon Raw-Konverter) mit IMatch gearbeitet. Das ist eine richtige Fotodatenbank (hat nix mit Apple zu tun – die hieß schon so bevor Apple das i entdeckt hat). Und mit zwei DBs zu arbeiten hat keinen Sinn. Bei IMatch werden auch XMP und IPTC gepflegt. In meiner DB sind ca. 200k Fotos in verschiedenen Versionen. Und sonst kann man auch alles exportieren. Es gibt keinen Vendor-Lockin. Und der deutsche Entwickler… Weiterlesen »

Hans-Peter Dorn
Gast
Hans-Peter Dorn

Was bei der ganzen Diskussion um Abo-Modelle bei Software gerne ignoriert wird ist, dass Abo-Modelle auch für die kontinuierliche Weiterentwicklung der Software wichtig sind. Wenn Anwender bei einer Version stehen bleiben, dann wird das Produkt aufgrund fehlender Umsätze irgendwann eingestellt. Das kann auch nicht im Sinne des Kunden sein. Das Abo-Modell wird sich in Zukunft immer mehr durchsetzen. Bei der Bewertung des Preises des Foto-Abonnements von Adobe, wird auch immer vergessen, dass dieses auch den quasi Industriestandard der Bildbearbeitung enthält: Photoshop. Ein Produkt das mal rund 1000$ kostete und mit das am meisten schwarzkopierte Programm der Welt war. Fotografen, die… Weiterlesen »

Ramon Friedrich
Gast
Ramon Friedrich

Hallo, ich nutze LR seit der 3er Version. Die Kombination mit Photoshop ist genial. 80-90% mache ich in LR, wenn nötig gehe ich für den Rest zu Photoshop, den ON1-Effekten oder auch den EFEX-Modulen. Auch bei mir ist es vor allem die Datenbank, die ich immer wieder benutze, weil ich bestimmte Bilder suche. Mittlerweile ist sogar das Buchmodul richtig brauchbar geworden. Nein, ohne triftigen Grund würde ich nicht mehr wechseln. Und die 12 € Abo im Monat sind billiger als ein SKY-TV-Abo, und gerade SKY ist so ziemlich das Nutzloseste für viel Geld. Dann lieber das PhotoAbo von Adobe. In… Weiterlesen »

DirkStr
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Danke für den Bericht!

Ich verwende seit gut einem Jahr DxO unter macos. Dazu nehme ich die zwei weiteren „Werkzeuge“ für die Bildverwaltung:
– HoudahGeo (Geotagging, Stichworte, Exif editieren)
– GraphicConverter (Umbennen der Dateien)
– DNG Konverter von Adobe

Nachteil bei Dx0 ist, dass es mit meinen älteren RAW in dng nicht arbeiten will. Support meinte, die waren von anderer Software bearbeitet worden (ist hier wohl sehr streng). Unter Lightroom oder Luminar funktioniert die Bearbeitung.
aber. Damit kann ich gut leben.

Mit Gruß!

prati
Gast
prati

Danke für den ausführlichen Bericht. Ich verwende nach wie vor LR 5.7, das Abo tu ich mir aus Prinzip nicht an, weil ich nicht für etwas bezahle, das ich nicht brauche (Photoshop, auf das noch dazu der weitaus größere Teil der Kosten fällt). DXO PL2 wäre eine Alternative, sämtliche am Anfang aufgezählte Funktionen, die DXO PL2 nicht hat, brauche ich nicht (die Bilderverwaltung schaff ich schon selber, Stichworte oder Ähnliches hab ich noch nie verwendet). Das Einzige, was mich bei DXO stört, ist, dass sie die Fuji Kameras stiefmütterlich behandeln (meine wichtigsten Kameras sind nach wie vor 2 Fuji X-A1).… Weiterlesen »

DD9KWA
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DD9KWA

Ich habe mir das Lightroo, 6.14 gekauft. Hatter zuvor etwa ein Jahrlang diese CC. Da ich nur Hobbyknipser und Fotograf bin (und keine neue Kamera brauche), reicht mir die Standalone aus.