Warum ich mir so bald keine neue DSLR mehr kaufen werde

Heute vor genau 3 Jahren habe ich mir meine letzte neue DSLR gekauft – die Nikon D750. Zu diesem Zeitpunkt war sie für mich die logische Nachfolge für meine Nikon D7000 und der Einstieg ins Vollformat. Schwenkbares Display, gute Videofunktionen, toller Sucher und lange Akkulaufzeit waren der Grund für den Kauf. Und natürlich die fabelhafte Bildqualität der D750. Alles in allem ein echter Fortschritt zur D7000 – und mit Funktionen auf die ich gewartet habe.

Geschätzte Lesedauer: 4 Minuten

Um die D750 scharen sich etliche Objektive vieler Hersteller und Herstellungsjahre. Festbrennweiten, Ultraweitwinkel, hochwertige Zoom- und Teleobjektive sind ebenso dabei, wie einige Exoten aus den 70ern und 80ern. Dazu kommt noch jede Menge Zubehör wie Blitze, Fernauslöser etc. Einen Systemumstieg überlegt man sich allein deshalb schon zweimal.

Das Interesse an neuen Kameras verloren

Tatsächlich habe ich das Interesse an neuen Kameras in den letzten Jahren verloren. Das liegt auf der einen Seite daran, dass es keine wirklich interessanten und weltbewegenden Neuerungen gibt. Es liegt aber auch daran, dass meine Kamera schlichtweg all das zu leisten vermag, was ich benötige. Die Bildqualität ist mehr als ausreichend, die Ausstattung ebenso und ein paar Pixel mehr oder weniger sind mir herzlich egal. Zu schnell sind die Release-Zyklen. Zu gering die Verbesserungen. Zu hoch der Wertverfall.

Meine Sony RX100 III

Die DSLR kommt ohnehin nur noch zum Einsatz, wenn ich mit Blitz arbeite oder starken Weitwinkel und Zoom benötige. Ansonsten begleitet mich meistens meine Sony RX100 III – und das Smartphone. Im Urlaub ist die DSLR schon lange nicht mehr dabei – und die Fotos sind deshalb kein bisschen schlechter. Und dann ist da ja auch noch meine Sony NEX-6 mit allerlei Objektiven. Ach ja – und das Smartphone natürlich auch:

Smartphone Fotografie …

Die großen Innovationen fehlen

Von meiner ersten DSLR, einer Nikon D70, war es auf die D7000 ein enormer Schritt hinsichtlich Auflösung, Dynamikverhalten, Geschwindigkeit etc. Dazwischen hatte ich noch eine D80 als Zweitkamera und eine D200 – beide hätte ich getrost auslassen können. Zwischendurch hatte ich auch mal eine Canon 600 D, die ich spottbillig gebraucht erstanden, und mit Magic Lantern ausschließlich für Videos genutzt habe.

Die alte Nikon D80

Seit der D750 gab es aber kein Modell – auch bei keinem anderen Hersteller – welches mich zu einem Neukauf hätte verleiten können. Sonys Alphas sind mir zu klein, die Akkulaufzeiten zu kurz und ich mag im Studio einfach keine elektronischen Sucher.

Was mich besonders ärgert ist, dass Funktionen wie WiFi noch immer praktisch unbrauchbar sind. Eine Kamera, die man im Studio zuverlässig per WiFi-Tethering kontrollieren und auslösen könnte, die dann auch noch ihre Daten – ganz ohne Umwege über Apps und Clouds – direkt auf ein Netzlaufwerk speichern kann. Meinetwegen per FTP – aber eben direkt.

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Andreas
Gast
Andreas

Generell stimme ich der Mehrheit bei. Ich bin seit einigen Jahren dort angekommen, wo ich landen wollte und kann mit der Ausrüstung die für mich relevanten Bereiche solide abdecken. Für meine Großfamilie habe ich eine Sony DSC-RX10M3. Mit ihr kann ich auch im Urlaub alles fotografieren und filmen, was ich benötige. In sehr brauchbarer Qualität. Für das gezielte Fotografieren habe ich mir eine Sony Alpha 7s mit einigen hochwertigen Objektiven gekauft. Das Teil ist der Hammer! Für Zwischendurch, und da bin ich froh, dass die Qualität auch passt, fotografieren ich mit einem Huwai Mate 10 Pro Smartphone. Dieses Smartphone begeistert… Weiterlesen »

Heinz Ruf
Gast
Heinz Ruf

Also von der analogen Nikon FE (habe ich nicht verkauft, steht in der Vitrine) zur D 70 (inzwischen verkauft) war ein langer weg. Bin dann zur D 90 gewechselt die nunmehr mein Zweitgehäuse ist. Ebenfalls seit drei Jahren bin ich bei der D 750, die ALLES KANN. ich stimme dem zu. Ausgestattet mit den glorreichen 2,8 14-24, 24-70 und 70-200 sind die Festbrennweiten 50, 60 Macro und vor allem 85/1,8 ein Genuss. Wahrscheinlich kommt jetzt noch das 20 für Natur/Landschaft dazu. Und für Verlängerung gibts einen Telekonverter. Natürlich sind die Berichte über die 850 interessant, aber als Amateur nicht notwendig,… Weiterlesen »

Frank Petersen
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Frank Petersen

Ich kann dir in allen Punkten beipflichten. Ich bin selber über die D70, D200, und D700 zur D800 gekommen und sehe für mich keinen Grund, mich nach der 810 oder 850 zu strecken. Allerdings kann ich dem Photographieren mit dem Smartphone so rein garnichts abgewinnen – außer, es ist wirklich nichts anderes zur Hand. Und seit ich die Fuji x20 mit sauguter Kitlinse, einem Pancake und einer 35mm 1,4er Festbrennweite – und diese immer mit einer dieser Optiken dabei habe – habe ich ganz viel Spaß an der spontanen, unkomplizierten Photographie wiedergefunden. Ich werde nach langem Überlegen beide Systeme behalten… Weiterlesen »

Sebastian
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Mir gehts genauso. Zum Urlaub nehm ich immer seltener die externe Kamera mit. Wenn nur eine Action-Cam für Wasser. Aber wie du schon sagst, das Smartphone reicht in den meisten Fälle vollkommen aus. Zumal es gleich auch GPS sichert und per WLAN das Backup auch erledigt ist. Der Umständliche Weg per Karte an den Rechner um dann wieder in die Cloud fällt weg. Wenn es aber Lichtstarke oder mit einem guten Blitz beleuchtet Objekte sind, dann muss die DSLR natürlich her. Aber meine Canon 600D ist dabei auch sogar nach nun 6 Jahren noch immer „gut“ bzw ausreichend..

RPJ
Gast
RPJ

Ich sehe es ähnlich. Die nicht endende Jagd nach noch mehr Pixel, Leistung und toller Funktionen ist auch für mich kein Thema mehr. Wer für sich Sinn darin sieht, kann gerne weiter auf das Karussell aufspringen. Die Unternehmen freut es und ihre Aktien Kurse sowieso.

4366enni
Gast
4366enni

Was muss eine Kamera können? ICH verwende seit 1970 Nikons ZUM FOTOGRAFIEREN (und habe daher IMMER das meiste Geld für Objektive ausgegeben). D.h. der Autofokus muss gut und schnell sein und der Sucher möglichst groß (das einzige Argument für eine D4) Was war für mich der Unterschied zwischen der D200 und der D610? 2 programmierbare Voreinstellungen UND der SENSATIONELLE Anstieg im Dynamik-Umfang (7 LWs auf 11 LWs; wer braucht da HDR noch tatsächlich?) sowie die Rauschfreiheit des Sensors! Ob ich mich über die 24 MegaPixel freuen soll, weiß ich wirklich nicht. Die Auflösung weiß ich erst seit ich den 5K-iMac… Weiterlesen »

Tartarus Merlot
Gast
Tartarus Merlot

Einen iMac Pro mit 10 Prozessorkernen und 64 GB RAM sowie SSD nutzen. Da sind auch 1000 Fotos von der D850 schnell bearbeitet und gerendert.

Andreas
Gast
Andreas

Sehr gute Einschätzung. Ich halte es ähnlich, da A7R und 5DSR z.Zt. ‚ausreichen‘ um es bescheiden auszudrücken. Meine alte 5DMK II bekommt bald einen neuen Verschluss, dann habe ich zur Not noch ein Backup für die 5DSR und eine zweite Video-DSLR. Die 5D MK II war meine Panorama- und Videokamera (beides mit Magic Lantern echt brauchbar, bis der Verschluss sich verabschiedete). Aber auch ich habe inzwischen nach mehreren dokumentarischen Filmen eingesehen, dass eine DSLR keine Videokamera ersetzen kann, wenn man jahrelang das Handling mit einer EB-Kamera gewohnt war. Was nicht heisst, dass ich eine Video-DSLR nicht schätzen würde, speziell die… Weiterlesen »

tzoumaz
Gast
tzoumaz

Was eine DSLR angeht, stimme ich dir zu, die werden vermutlich (bis auf den Profibereich) irgendwann verschwinden. Wer zu ein Teil incl. Objektiven mal bis Neuseeland und Australien geschleppt hat, weiß auch warum. Bevor meine A77II also die Grätsche macht, gibts nichts Neues. Zum Reisen allerdings werde ich mir wohl eine Lumix TZ101 zulegen. Die hat obendrein noch Brennweite. In einem Punkt bin ich allerdings anderer Meinung: Smartphone geht gar nicht. Eher lasse ich es ganz sein. Es sei denn, die verbauen mal 1 Zoll Sensoren. Denn Physik bleibt Physik und Glas bleibt Glas.

Paul
Gast
Paul

Moin! Also ich habe seit knapp einem Jahr die neue Canon eos1d x mark 2. Davor habe ich jahrelang die Canon eos1d Mark 4 genutzt. Der Unterschied von der alten zur neuen Canon eos x Mark 2 ist riesengroß. Der Af ist ist viel besser, der Dynamik Umfang ist viel größer, das Display ist um Klassen besser. Video filmen ist viel viel besser. Die neue ist leiser. Die Auflösung ist höher. Das speichern der Daten auf zwei Karten gleichzeitig geht viel schneller. USB 3 ist vorhanden. Hätte ich die neue Canon eos1d x Mark 2 nicht, dann würde mir auch… Weiterlesen »

Moser Fritz
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Moser Fritz

Hallo Paul, ich bin 68 und habe bis heute nur eine Fuji X-S1. Eine neue DSLR kann ich finanziell nicht erstehen. wenn deine eos1dMark4 nicht mehr weiss was sie machen
soll, so schick sie mir doch einfach. Ich würde dich im Himmel anmelden . Dankbare, liebe Grüsse. Fritz Moser, Postgässli 35, 306 Thun, Schweiz

Thomas Herren
Gast
Thomas Herren

Ich habe kürzlich einem Vollprofi eine D800 günstig abgekauft, der die D810 ausgelassen und nun den Sprung zur D850 gemacht hat. Die D800 ist nur Reserve, sollte meine D750 mal ausfallen. Ich möchte zZ auch nichts anderes.