Fehler 8: Nicht im RAW-Format fotografieren

Die Entwicklung in Lightroom wird erst mit dem RAW-Format so richtig interessant und flexibel. Damit hast du sehr viel mehr Gestaltungsspielraum als bei JPEG-Fotos und du kannst auch nicht optimal belichtete Fotos noch retten. Viele trauen sich nicht ans RAW-Format heran, weil sie sehr viel mehr Aufwand bei der Bearbeitung befürchten. Darum dieser Tipp:

Gerade nach Studio-Shootings oder dem Jahresurlaub hat man jede Menge Fotos zu bearbeiten. Dabei sind viele Fotos sehr ähnlich und bei gleichen Lichtverhältnissen entstanden (im Studio ohnehin). Sucht man sich hier jeweils ein repräsentatives Fotos aus, korrigiert Standardeinstellungen wie Belichtung, Weißabgleich, Kontrast, Details etc. und kopiert diese Einstellungen dann auf alle vergleichbaren Fotos, hat man schon jede Menge Arbeit gespart und muss sich nur noch um individuelle Detailarbeiten kümmern.

Die Vorteile des RAW-Formats überwiegen heutzutage die Nachteile deutlich und mit etwas Übung bekommt ihr bessere Fotos. Ein paar Grundlagen zum RAW-Format und zur Bit-Tiefe gibt es HIER.

Fehler 9: Fremde Lightroom Presets und Vorgaben ohne weitere Einstellungen nutzen

Nicht nur hier bei nachbelichtet findest du jede Menge kostenloser Lightroom-Presets, sondern auch an zig Stellen im Netz. Diese Vorgaben sind natürlich immer ein guter erster Ausgangspunkt. Sie taugen aber praktisch nie ohne eigene Anpassungen. Der Ersteller der Presets hatte ein bestimmtes Bild vor Augen, das eine gewisse Grundbelichtung etc. hatte. Darum ist es sehr unwahrscheinlich, dass Preset X sofort mit den eigenen Fotos harmoniert. Darum solltest du Presets immer nur als Inspiration und Einstieg in eine Bearbeitung sehen und sie mit weiteren eigenen Einstellungen perfektionieren.

Fehler 10: Keine Backups machen

Der häufigste Fehler kommt am Schluss. Wie schon beim Fehler 1 bemerkt, ist das von Lightroom angebotene Backup eigentlich gar keines. Es kopiert nur euren aktuellen Katalog auf die gleiche Festplatte. Es sichert keine Originaldateien und wenn die Festplatte über den Jordan geht, ist auch das Backup des Katalogs weg.

Eine saubere Handskizze 🙂

 

Darum ist ein externes Backup absolut unverzichtbar – außer deine Fotos sind dir nichts wert. Übrigens sind auch gespiegelte Festplatten und NAS-Laufwerke kein Backup. Warum das so ist, Tipps und Grundlagen zum Thema „Backup“, sowie einige Vorschläge für Backup-Software findest du HIER.

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9 Responses

  1. Chris

    Punkt 8 mit den RAW-Aufnahmen kann man gar nicht genug betonen. Mit fortschreitender Entwicklung der RAW-Konverter lassen sich aus Aufnahmen durchaus noch Details rausholen, die mit frühen Versionen (die damals top waren) nicht möglich waren.
    Ich habe das mit recht alten Aufnahmen der D70 gehabt – die waren aufgrund eines Fehlers deutlich unterbelichtet. Weil die Aufnahmen nostalgischen Wert haben (und auch nicht wiederholbar sind), habe ich sie nicht gelöscht. Damals mit Rawshooter Essentials (na, wer kennt den noch?), der für die damalige Zeit wirklich gut war, ging einiges, aber gerade beim rauschen war nichts rauszuholen. Das habe ich dann einige Jahre später mit einer aktuellen Lightroomversion nochmal gemacht (vermutlich LR6) und neben verbesserten Korrekturmöglichkeiten auch die wirklich guten Entrauschungsmöglichkeiten genutzt. Der Unterschied ist wirklich verblüffend.

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  2. Bernhard

    Sqlie ist keine textbasierte datenbank, sondern eine single user relationale datenbank. Sie funktioniert gut, speichert in einem file. Sie ist aber auch der grund warum LR nicht multiuser oder netzwekfaehig ist. Damit haben Teams problemem

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    • nachbelichtet

      Ich weiß – ich habe lange Datenbank-Anwendungen entwickelt. Wir müssen es dem Laien aber doch nicht zu schwer machen? Sqlite speichert in ein einziges File. Besser?

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  3. Sebastian

    Schöne Auflistung. Ich kannte ein Glück alles schon bzw habe die Erfahrung. Der Punkt das viele LR vergessen, wenn sie umsteigen hatte ich erst vor kurzem gelernt. Ich werde also bald auch LR nutzen, wenn das Abo vorbei ist. Einfach um meine Fotos weiterhin zu verwalten – das anpassen der Bilder passiert dann mit einem anderen Tool (Affinity Photo)

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  4. Dietmar Wistuba

    Im Fehler Nr.8 fehlt hier der Link: Ein paar Grundlagen zum RAW-Format und zur Bit-Tiefe gibt es HIER.

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  5. Thomas

    Hast Du einen Vorschlag, wenn man Punkt 5 versemmelt hat? Ich habe rund 8000 Bilder in Lightroom, sortiert bislang nur nach Ordnern Jahr und Monat. Aber nahezu alle ohne Schlagworte.
    Ist es irgendwie sinnvoll möglich die alle nachzubearbeiten? Hast Du schon Erfahrung gemacht mit Software die das übernhemen kann? Ich habe zuletzt Werbung für eine Firma aus Lübeck eingespielt bekommen.

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