Nicht so viel lesen – lieber selbst mal ausprobieren!

Wer hier öfter einmal vorbeischaut weiß, dass ich immer wieder auch Hardware – egal ob Kamera, Festplatten, Smartphones oder Notebooks vorstelle. Das mache ich aus meiner Sicht und alles was hier vorgestellt wird, habe ich auch persönlich im Einsatz. Persönlich – das ist genau der Punkt! Diese Dinge entsprechen meinen Anforderungen, was aber nicht heißt, dass es auch deinen entspricht.

Gerade wenn es um das Thema Kameras geht ist es erstaunlich, wie viel vor einem Kauf geredet werden kann. Viele beschäftigen sich hier Tage und Wochen mit irgendwelchen Tests, Meinungen in Blogs und Foren und Bewertungen bei Amazon. Das ist auch gut, um eine Vorauswahl zu treffen und grundsätzliche Fragen zu klären. Was es aber nicht ersetzt, ist der persönliche Eindruck, den man von dem Stück Hardware hat.

Mich erreichen täglich Mail, in denen mich Leser fragen, welche Kamera empfehlen würde. Oft ist eine Liste mit verschiedenen Modellen aufgeführt, die ich noch nie live gesehen habe oder gar in der Hand hatte. Daher kann ich in einem solchen Fall auch keine Empfehlung aussprechen, da diese auch nur auf Mutmaßungen beruhen würde. Klar: Wenn jemand nach einer kompakten Kamera für den Urlaub fragt, würde ich ihm auch die Nikon D4 ausreden …

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Man muss es einfach selbst ausprobieren um zu sehen, ob das Produkt auch den eigenen Anforderungen gerecht wird. Es wird auch zu jedem Produkt immer unterschiedliche Meinungen geben. Die einen mögen es nicht, da sie es grundsätzlich nicht mögen, weil die Marke doof ist (das hört man ja gerne beim Thema Windows vs. Mac). Andere sind sind der Meinung, dass das Gerät XY schon nichts sein kann, weil sie es sonst auch hätten.

Viele lassen sich von solchen Diskussionen extrem verunsichern, weil sie zunehmend daran zweifeln, das wirklich beste Gerät zu kaufen. Hier liegt dann der Hase im Pfeffer: DAS beste Gerät gibt es praktisch nicht. Es kann nur das beste Gerät für MICH geben. Welches das ist findest du aber nur heraus, wenn du vorher deine Anforderungen genau festlegst. Was nützen dir 12 Serienbilder in der Sekunde, wenn du ein Landschaftsfotograf bist? Wann braucht man wirklich 400mm Brennweite bei einer Kompaktkamera, außer man möchte, dass die Bilder sofort als die eines Hobbyfotografen identifizierbar sind. Ein superflaches Ultrabook kann eben kein DVD-Laufwerk haben und ein 5 Zoll Display beim Smartphone macht es nunmal unhandlicher.

Vielleicht ist die neue Kamera nicht unbedingt die allerbeste, wenn es um das Rauschen ab ISO 1600 geht, aber vielleicht hat sich einen deutlich höheren Dynamikumfang und lässt sich viel angenehmer bedienen? Für einen Landschaftsfotografen wäre das wichtiger, wohingegen ein Konzertfotograf mehr Wert auf gutes Rauschverhalten legen dürfte.

Anbieter wie Amazon machen es einem eigentlich sehr leicht, denn man kann sich ein Produkt bestellen, in Ruhe (!) ausprobieren und dann entscheiden, ob es alle Erwartungen erfüllt. Tut es das nicht, schickt man es einfach zurück und lässt eine Alternative kommen. Aber genau das manchen wohl viele nicht, weil sie von vornherein Absolution von anderen erwarten und die Gewissheit haben möchten, dass andere – die es angeblich besser wissen – es auch als das beste Produkt ansehen. Dieses „es muss in allen Bereichen das beste auf dem Markt sein“, verhindert meiner Meinung nach, dass man das wirklich beste für sich findet. Es wird eben auch schwierig ein sportliches Cabrio zu finden, das 30cm Bodenfreiheit hat und in das 7 Personen passen.

Lass dich nicht zu sehr von den vielen Meinungen verwirren und probier einfach selbst aus, was für dich richtig ist! Ich gebe nur Tipps was es wert sein könnte einmal ausprobiert zu werden.

Apropos Amazon: Wenn du über eine Amazon-Link auf meiner Seite etwas bestellst, unterstützt du nachbelichtet, da ich eine kleine Provision erhalte. Für dich ändert sich dadurch natürlich nichts.

 

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5 Kommentare zu “Nicht so viel lesen – lieber selbst mal ausprobieren!

  1. Ich bin da eher geteilter Meinung: ein gestandener Fotograf der schon seit Jahren fotografiert wird das so machen müssen. Jemand der allerdings gerade erst mit der professionellen Fotografie anfangen will aber trotzdem schon ein (sehr) gutes Modell haben will muss sich zwangsweise erst erkundigen, da er die Funktionen und Möglichkeiten ja noch gar nicht kennt! Ich fotografiere auch erst seit 1/2 Jahr, aber bei der Kamera und der ersten Linse muss man sich erst einmal informieren! Ich habe mich dann gott-sei-dank für die Nikon D300s entschieden, die ja schon zu den (Semi-)Profikameras gehört.. Jetzt bin ich (erstmal) total zufrieden und kann dann deine Variante nehmen;)
    Ansonsten ein (sehr(ich mag Klammern;))) guter Artikel!

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