Brandneu: Extrem schnelle Kompaktkamera von Casio

Die neue Casio Exilim EX-ZR300 gibt es offiziell noch gar nicht, aber ich habe sie bereits auf meinem Schreibtisch und bin schon begeistert, mit welcher Geschwindigkeit die kleine Kamera zu Werke geht. Auch wenn an den endgültigen Parametern bis zur Veröffentlichung noch etwas geschraubt wird, ist die EX-ZR300 eine vielversprechende Kompaktkamera.

Bei der Wahl einer Kompaktkamera hat jeder unterschiedliche Anforderungen. Bei mir sind es ein brauchbarer Weitwinkel, ein ordentlicher Zoombereich und eine gewisse Akkulaufzeit. Natürlich muss auch die Bildqualität stimmer – viel wichtiger ist mir aber, dass es keine Ewigkeiten dauert, bis die Kamera betriebsbereit, das Objektiv ausgefahren ist und die Kamera auf das Motiv fokussiert hat.

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Die Casio EX-ZR300 braucht noch nicht einmal eine Sekunde um betriebsbereit zu sein und der Fokus ist der schnellste, der mir bislang bei einer Kompaktkamera dieser Preisklasse untergekommen ist. Aufnahmen gelingen ohne spürbare Auslöseverzögerung im Abstand von gerade mal 0,26 Sekunden. Noch schneller ist der High-Speed Modus, der in einer guten Sekunde gleich 30 Bilder in voller Auflösung einfängt – schneller ist wohl derzeit keine Kamera in dieser Klasse und man verpasst damit auch keinen Schnappschuss mehr.

HDR (links) gegenüber Auto-Modus (rechts)

Sehr gut funktioniert auch das HDR-Programm, wobei das HDR-Art Programm etwas auf den typisch farbenfrohen HDR-Look zielt, bei der Sättigung aber etwas übers Ziel hinausschießt. Verringert man die Sättigung in der Nachbearbeitung, lassen sich aber recht annehmbare Effekte erzielen. Das Standard HDR-Programm hilft hingegen bei schwierigen Belichtungssituationen und nutzt dazu die schnelle Serienbildfolge aus, um aus mehreren Aufnahmen ein HDR zu generieren.

Entsättigtes HDR-Art der EX-ZR300

Die Casio verfügt auch über einen Bildstabilisator, der jedoch – im Gegensatz zu vergleichbaren Kameras anderer Hersteller – erst bei der tatsächlichen Aufnahme greift. Gerade bei den großen Brennweiten (24-300 mm), die mit der EX-ZR300 möglich sind, würde man sich auch schon bei der Bildgestaltung einen einen aktiven Bildstabilisator wünschen. Nichtsdestotrotz versieht Lösung von Casio ihren Dienst anstandslos.

Da es sich bei meiner Testkamera um ein Vorserienmodell handelt, möchte ich die Bildqualität der 16 Megapixel Kamera noch nicht endgültig beurteilen. Was ich aber bisher gesehen habe, gefällt auf jeden Fall.

Die EX-ZR300 kann übrigens auch neben den EyeFi-Wlan Karten nun auch mit den FlashAir WLAN SD-Karten von Toshiba betrieben werden, was den drahtlosen Zugriff auf die Fotos und das automatische Posten von Bilder und Videos zu Twitter, Facebook, Flickr, YouTube & Co. ermöglicht.

Apropos Video: Natürlich kann diese Kamera 1080p Full-HD Videos mit 30fps aufzeichnen, allerdings gehen auch bis zu 1000 Bilder/Sekunde, bei allerdings sehr kleinen Videoauflösungen.

Die Casio Exilim EX-ZR300 wird in den nächsten Wochen auch in Deutschland verfügbar sein.

Mehr Infos bekommst du unter: http://www.casio-europe.com/de/exilim/exilimzrserie

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12 Kommentare zu “Brandneu: Extrem schnelle Kompaktkamera von Casio

  1. Was wäre denn nun der Unterschied zwischen der ZR 300 und der ZR 310, die im September erscheint. Die Werbung gibt es schon, aber ob diese neue Kamera wesentlich andere Eigenschaften hat (vielleicht langsamer ist) konnte ich als Laie nicht herausfinden.

  2. Hallo,
    ich bin sehr interessiert and der EX-ZR300 und würde gerne wissen, wie es um die Bildqualität bei Nacht steht. Ich habe vor die Kamera häufiger Nachts zu benutzen als tagsüber, deswegen wäre mir das sehr wichtig, wie es um die Belichtung allgemein und um den Blitz steht. Ausserdem möchte ich wissen, wie qualitativ die Videoaufnahmen bei Bewegungen (sportliche Aktivitäten) sind und ob diese auch Nachts funktionieren.

    Vielen Dank

    Tom

  3. Danke für den guten first look!

    Wenn die Cam bei voller Auflösung 30 B/s aufnimmt, kannst Du schon sagen welche Bildfrequenzen bei reduzierter Auflösung möglich sind?

  4. Guten Tag,
    was Du da so berichtest klingt für mein Ohr so, als wenn Du von der Casio EX-ZR200 sprächest, denn alles das was ich verstand, meinte ich doch auch schon von der Casio EX-ZR200 zu kennen; Neues ist mir nicht aufgefallen. Es wäre daher sehr sinnvoll, wenn Du die Neuerungen (falls es sie wirklich gibt) deutlich hervorheben bzw. gegenüberstellen würdest.
    M.f.G.

    • Das es sich um ein Vorserienmodell handelte, habe ich noch keine technischen Daten genannt. Gedreht wurde hauptsächlich an der Geschwindigkeit, Bildqualität und nun können auch Toshiba- und EyeFi WLAN-Karten damit genutzt werden.

  5. Also 1/2.33″ Sensoren sind einfach ein Witz nach wie vor,
    dann mit bis zu unsäglichen 18 MP (!!!) Sony – das ging zu R1
    Zeiten mit APS-C nahezu Welten besser & Zeiss Optik. 🙁
    Meine D40 macht immer noch mit nur 6 MP excellente Fotos. (RAW)
    Wenn Kompakt, dann Sigma DP1(x) oder vergleichbares…aber
    nicht jedermann’s Sache, die Festbrennweite. Für Schnappschüsse
    & Handlichkeit würde ich eine GR III, GR IV oder GX 200 Ricoh
    nehmen.

    • Ich bin auch kein Fan von so riesigen Auflösungen bei den Kompaktkameras, aber offenbar ist es noch immer ein Marketing-Argument und dass mehr Megapixel nicht immer besser sein müssen, hat sich trotzdem noch nicht herumgesprochen.

      Bei den von dir genannten Kameramodellen ist man aber auch in einer ganz andere Geräte- und Preisklasse …

    • Als DSLR-Nutzer ist man natürlich immer etwas geneigt, den „kleinen“ Kameras eine ähnliche Bildqualität abzuverlangen, was natürlich nicht richtig ist. 16 Megapixel auf einem so kleinen Sensor unterzubringen ist schon ein Wort und meistens ist das ein Marketing-Zwang, obwohl man meinen müsste, dass jeder nunmehr begriffen hätte, dass die Megapixel nicht alles sind.

      Natürlich zeigt auch die neue EX-ZR300 Bildrauschen in ISO-Bereichen, bei denen man bei einer DSLR noch gar nichts sieht. Allerdings macht sich das bei den üblichen Anwendungen praktisch gar nicht bemerkbar. Auch eine 20×30 cm große Ausbelichtung ist knackscharf und rauschfrei. Ich will nur einmal daran erinnern, dass ich 60×40 Poster von einer Nikon D70 mit lächerlichen 6 MP habe …

      Bei der ZR300 habe ich mittlerweile das HDR-Programm als Standard im Einsatz. Durch die Verrechnung der Einzelbilder ergibt sich interessanterweise auch eine sehr gute Bildschärfe mit erstaunlich wenig Rauschen. Dreh und Angelpunkt dieser Kamera ist aber wirklich die hohe Geschwindigkeit, weil sie extrem schnell betriebsbereit ist und ebenso schnell fokussiert.

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