Als ich die Packung mit dem Aufdruck „WinZip 12“ in den Händen hielt, wurde ich fast ein bisschen wehmütig. WinZip stand ja lange Zeit als Synonym für komprimierte Archive und noch heute finde ich bei Bekannten und Freunden WinZip auf deren Rechnern vor – natürlich in der „Demoversion“  bei der jedes mal der Nagscreen mit […]

Dieser Beitrag wurde 2009 veröffentlicht.
Seitdem hat sich viel getan und manche Informationen und Links sind vielleicht nicht mehr aktuell!

altAls ich die Packung mit dem Aufdruck „WinZip 12“ in den Händen hielt, wurde ich fast ein bisschen wehmütig. WinZip stand ja lange Zeit als Synonym für komprimierte Archive und noch heute finde ich bei Bekannten und Freunden WinZip auf deren Rechnern vor – natürlich in der „Demoversion“  bei der jedes mal der Nagscreen mit „Sie benutzen eine Testversion …“ vergeklickt werden muss.

Angesichts der großen Schar an Free- und Opensource-Packprogrammen wie 7Zip oder IZarc, welche heutzutage kostenlos erhältlich sind muss man sich schon fragen, welchen Sinn ein kostenpflichtiges Packprogramm haben könnte. Das vorliegende WinZip 12 Pro kostet immerhin 58,90€, die Standard-Version 35,50€ (jeweils als Download).

Das Urgestein der Packer versucht man daher mit vielen Zusatzfunktionen schmackhaft zu machen. So kann WinZip 12 Archive nach dem Packen auf Wunsch auf einen FTP-Server schicken oder an den Mail-Client weiterreichen. Auch lassen sich generierte Archive direkt auf CD und DVD brennen.

Natürlich kann WinZip AES-verschlüsselte Archive erzeugen. RAR, BZ2 und 7z-Archive können extrahiert aber nicht erstellt werden.

Komprimierungsjobs lassen sich planen und regelmäßig ausführen, wo bei man auch eine Erfolgsbestätigung per Mail erhalten kann.

altEtwas interessanter sind die Funktionen, welche man dem Fotografen bietet. So kann WinZip JPG-Dateien verlustlos komprimieren. Ich habe 20 JPEG-Dateien mit insgesamt 59MB Größe bei bester Komprimierung durch WinZip12 packen lassen und erhielt nach 40 Sekunden ein 42MB großers Archiv.

7Zip erledigte die selbe Aufgabe im 7z Format zwar in 15 Sekunden, das gepackte Archiv war jedoch noch 55,4MB groß. Mit 7zip im Zip-Format dauerte es ebenfalls 15 Sekunden und das Archiv war danach fast unverminderte 56,3MB groß.

Von einer angeschlossenen Digitalkamera lassen sich die Bilder per WinZip direkt in ein vorhandenes Zip-Archiv übertragen und komprimieren. Dabei werden die Fotos automatisch gedreht, sofern entsprechende EXIF-Infos in der Datei enthalten sind.

Bei der Komprimierung von JPEG-Dateien kann WinZip12 also tatsächlich punkten.

12 WAV-Dateien mit 52,3MB aus einem Cubase-Projekt, komprimierte WinZip12 in 7 Sekunden und erzeugte ein 22MB kleines Archiv. 7zip benötigte hingegen im 7z- oder ZIP-Format 15 Sekunden und konnte die Dateien nur auf ca. 38MB schrumpfen.

Ein 2,2GB großes Audioprojekt aus Cubase schrumpfte WinZip in 9 Minuten auf 1,24GB zusammen. Zum Entpacken benötigte das Archiv genau zwei Minuten.

Offensichtlich kann WinZip12 ganz besonders gut Binärdateien komprimieren – auch besser als es z.B. WinRAR könnte. Zudem bietet es einige Annehmlichkeiten wenn es um die Weitergabe der Archive geht. Ob einem die gute Performance bei Geschwindigkeit als auch Komprimierungsleistung, den doch relativen hohen Kaufpreis wert sind, hängt vom persönlichen Einsatzzweck ab.

Wer des Öfteren Fotos oder Audiodateien per Mail oder FTP versenden muss, kann bei Fotos und Audioprojekten im unkomprimierten WAV-Format bis zu 25% Übertragungszeit gegenüber den Freeware-Packern einsparen.

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