Nun bin ich zwar kein großer Fan von Blogparaden, Stöckchen u. ä., das Thema „Fotos organisieren“ von Fotoappar.at, spricht mich aber besonders an, da ich ja gerne von Workflows predige. Zudem ist es mir immer wieder ein Anliegen, auf die Wichtigkeit von „echten“ Backups hinzuweisen. Auf wie vielen Datenträgern speicherst Du Deine Fotos? Bei mir […]

Dieser Beitrag wurde 2008 veröffentlicht.
Seitdem hat sich viel getan und manche Informationen und Links sind vielleicht nicht mehr aktuell!

CD und DVD sind keine sicheren Backup-MedienNun bin ich zwar kein großer Fan von Blogparaden, Stöckchen u. ä., das Thema „Fotos organisieren“ von Fotoappar.at, spricht mich aber besonders an, da ich ja gerne von Workflows predige. Zudem ist es mir immer wieder ein Anliegen, auf die Wichtigkeit von „echten“ Backups hinzuweisen.

Auf wie vielen Datenträgern speicherst Du Deine Fotos?

Bei mir gibt es eine Struktur, die sich aus drei Festplatten zusammensetzt: Eine schnelle, Festplatte im Rechner für mein Lightroom Archiv und alle Fotos und Kataloge. Dieses wird automatisch auf eine externe Festplatte gespiegelt. Zudem erstelle ich jede Woche ein inkrementelles Backup auf einer weiteren, externen Platte, die dann aber wieder im Schrank verschwindet. Für diese Schritte nutze ich übrigens Acronis TrueImage Home.

Zudem mache ich ein Online-Backup über den Dienst MOZY, wo automatisch alle Änderungen an meinem Fotoarchiv sowie andere, wichtige Daten übertragen werden – wenn es sein muss, mehrmals am Tag. Wenn einmal das Haus abbrennt, nützt auch die beste Datensicherung nichts, wenn diese im Haus gelagert war …

Bei MOZY sichere ich derzeit etwa 60GB an Daten und das für schlappe 3,30€ im Monat … MOZY verschlüsselt diese Daten übrigens schon vor der Übertragung, sodass hier eine ausreichenden Datensicherheit gegeben ist.

Ein echtes Backup besteht nunmal aus mind. einem, an einem anderen Ort gelagerten Backup.

Optische Datenträger haben bei mir seit langer Zeit bereits ausgedient. Der Aufwand für das Sortieren, Brennen, Beschriften, Archivieren usw. ist bei den heutigen Datenmengen zu groß und die Datensicherheit mehr als bescheiden. Ich kann nur immer wieder darauf hinweisen, dass CD und DVD keine sichere Lösung für ein Langzeitarchiv sind.

Viele haben sogar nur eine Sicherungs-CD (und die oft auf Discounter-Rohlingen). Da muss nicht einmal der Datenträger fehlerhaft sein, es genügt die CD fallen zu lassen oder versehentlich mit dem Bürostuhl darüber zu rumpeln … alles schon vorgekommen.

Ein zentrales Archiv, auf einem großen Datenträger, kann man schnell und einfach auf größere oder neue Datenträger umziehen und sollte es Anzeichen geben, dass ein Dateiformat ausstirbt, kann man alle vorhandenen Daten in einem Rutsch konvertieren.

Und nun schreibt 100 mal: CD und DVD sind keine sicheren Backup-Medien

Wie regelmässig machst Du Backups?

Siehe oben. Wer nicht sichert ist doof 😉

In welchem Format speicherst Du Deine Fotos?

RAW-Dateien im DNG-Format, da ich Lightroom-User bin. Ich sehe keinen Sinn darin, die Original-RAW Dateien (wie meine Nikon .NEFs) aufzuheben oder gar in ein DNG einzubetten, da ich ohnehin wieder mehr und mehr im JPEG-Format fotografiere und man sich fragen muss, wie oft man tatsächlich nochmal eine RAW-Datei anfasst, nachdem sie entwickelt wurde.

Welche Ordnerstrukturen oder Dateinamen verwendest Du?

Da ich mich bei der Bildverwaltung Lightroom ausgeliefert habe, interessieren mich Ordner im Dateisystem überhaupt nicht mehr. Alles wird an einem Ort verwaltet und ich nutze meistens die Ablage mit nach Datum benannten Ordnernamen, überlasse das aber Lightroom. Beim Import von der Speicherkarte in LR, vergebe ich aber gleich die wichtigsten Keywords und ich lasse die Originaldateinamen durch einen „sprechenden“ Dateinamen ersetzen, da das im Fall einer Havarie den Inhalt trotzdem noch am Dateinamen erkennen lässt.

In Lightroom nutze ich drei Kataloge: Arbeit, Privat und Stockfotografie um LR performant zu halten und keine riesigen und unübersichtlichen Kataloge zu haben. Privat ist dann in Kollektionen wie Feiern, Urlaub, Freunde etc. aufgeteilt und darunter wiederum sinnvolle Kollektionen wie Urlaub/Teneriffa 2006 oder Feiern/Weihnachten 2005 usw.. Im „Arbeitskatalog“ sind es Menschen, Food, Hochzeit, Kunden etc. mit entsprechenden Kollektionen.

Der Katalog Stockfotografie hat eine besondere Einteilung: Hier gibt es das Portfolio, mit Kollektionen wie Food, Menschen und div. Unterkollektionen. Zudem aber für jede Agentur, zu der ich Fotos übertrage (hauptsächlich Fotolia, Shutterstock, Dreamstime und Panther Media) eine Kollektion mit den Unterkollektionen Upload (Bilder die ich noch hochladen muss), angenommen (Fotos die akzeptiert wurden), abgelehnt (Bilder die abgelehnt wurden). So behalte ich den Überblick bei den Stockfotos.

Wie indizierst Du Deine Fotos?

Wie gesagt: Lightroom! Ich vergebe IPTC-Daten und sortiere in Kollektionen. Wenn man im Microstockbereich tätig ist, spart man sich damit einen Haufen Arbeit, da die IPTC-Keywords und Beschreibungen von den meisten Agenturen gleich übernommen werden.

Welche Software setzt Du ein?

Und nochmal: Lightroom! Kern meines Fotoworkflows ist seit etwa 2 Jahren Lightroom. Zuvor hatte ich ACDSee im Einsatz, was übrigens bei der reinen Bildverwaltung Lightroom in nicht viel nachsteht und sogar manche Funktion hat, die ich bei LR vermisse wie z. B. Fotos nach Ähnlichkeiten suchen, oder den Brennkorb. Zudem ist ACDSee ein komplettes DAM, da es auch andere Inhalte wie Videos und Audiodateien versteht. Würde ich nur die Verwaltungsfunktionen nutzen, wäre sicher ACDSee wieder mein Favorit.

Für das Backup, wie oben schon beschreiben, Acronis TrueImage Home sowie die MOZY Clientsoftware für die Online-Backups.

3 Responses

  1. Markus

    Im größten Katalog sind derzeit 26.000 Fotos und LR läuft für meine Begriffe noch recht flüssig. Allerdings kommt mir LR 2 (subjektiv) etwas langsamer vor, als LR 1.4. Auch bin ich mit der Performance der neuen Pinselwerkzeuge nicht wirklich zufrieden.

    Ich baue allerdings gerade einen Referenz-PC für … nachbelichtet auf und werde dann mal sehen, wie sich aktuelle Hardware auf die Leistung von LR auswirkt. Bislang werkelt bei mir noch ein DELL Dimension 5000 mit einem 3,2GHz P4 und 4GB Ram vor sich hin.

    Ein paar Specs des neuen PCs kann ich schon nennen: Intel Quad Core 9550, Intel DP45 Mainboard, 4GB RAM, Seagate Barracuda Festplatten sowie einer brandneuen SSD (Solid State Disk) von Intel. Das Ganze wird in einem edlen Antec P182 Gehäuse geräuschlos verpackt …

    Antworten
  2. Jenö

    Hi Markus,

    mich würde mal interessieren, wie viele Bilder Du im größten Deiner Lightroom Kataloge hast und ob alles noch flüssig läuft oder merkt man schon, daß Lightroom an seine Grenzen stößt?

    Jenö

    Antworten

Und jetzt seid ihr dran! Schreibt doch einen Kommentar!

Mit gekennzeichnete Links sind Affiliate-Links zu Amazon