In den Minuten, in denen ich diese Zeilen schrieb, beendeten SAGA wohl ihr Abschiedskonzert in Reichenbach, Sachsen – 70 km von meinem Wohnort Hof entfernt. Uwe, der Wirt und Inhaber des Bergkellers Reichenbach, hat das Prog-Urgestein in seine Stadt geholt. Diesmal aber nicht in seinen kleinen Bergkeller, sondern in eine größere Halle. Ich habe SAGA […]

Dieser Beitrag wurde 2007 veröffentlicht.
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Saga 1997 in PlauenIn den Minuten, in denen ich diese Zeilen schrieb, beendeten SAGA wohl ihr Abschiedskonzert in Reichenbach, Sachsen – 70 km von meinem Wohnort Hof entfernt. Uwe, der Wirt und Inhaber des Bergkellers Reichenbach, hat das Prog-Urgestein in seine Stadt geholt. Diesmal aber nicht in seinen kleinen Bergkeller, sondern in eine größere Halle.

Ich habe SAGA ziemlich oft gesehen und es war jedes Mal ein Ereignis für mich. Das heutige Abschiedskonzert habe ich ausfallen lassen. Lange habe ich überlegt, ob ich nicht doch hin sollte. Aber irgendwie ist es so vielleicht besser. Ich habe SAGA in bester Erinnerung, begleiteten Sie mich doch schon seit 1983. Ich sah damals ein Konzert im Rockpalast – es dürfte wohl die Tour gewesen sein, aus der „In Transit“ entstand. Mich hat die Mischung aus Synthesizern, verzerrten Gitarren, Michael Sadlers opernhaften Gesang, E-Drums und drückendem Bass so begeistert, dass ich fortan dieser Musik verfallen war.

Zwar konnte auch ich nichts mit Werken wie „Steel Umbrellas“ oder „Wildest Dreams“ anfangen und auch „Generation 13″ fand ich bestenfalls „interessant“, aber trotzdem waren Sie immer eine feste Größe für mich – so was wie der kleinste gemeinsame Nenner für mich und meine Musikerfreunde.

Interview Saga 19971997 durfte ich, zusammen mit dem Sänger meiner Band, ein Interview mit Sadler, Negus und den Crichton Brüdern führen und bin noch heute sehr von deren sehr umgänglichen und zuvorkommenden Art beeindruckt. Ganz besonders habe ich noch die Antwort Michael Sadlers in Erinnerung, der auf meine Frage, was sie von den „neuen“ Prog-Bands wie Dream Theater oder Fates Warning hielten, als Antwort gab, dass sie sich nie als Progrock Band gesehen hätten und einfach ihr Ding machen würden – nenne man es, wie man möchte …

Nun hat Michael Sadler beschlossen, die Band aus privaten Gründen zu verlassen und das Kapitel SAGA zu schließen. Schade, aber nach fast 30 Jahren verständlich. Man mit den letzten vier Alben noch einmal richtig gute Musik abgeliefert und die Fans mit ein paar DVDs beglückt und nun ist halt mal Schluss.

Saga Interview 1997Danke für super Songs, die auf jeden Fall zum Soundtrack meines Lebens gehören und mich als Musiker mehr als beeinflusst – vielleicht sogar zum Musikmachen animiert haben. Ich würde es Ihnen mehr als verzeihen, wenn sie ihre Entscheidung in ein paar Jahren vielleicht nochmal überdenken und doch noch einmal auf die Bühne kommen würden. Im Gegensatz zu anderen Altrockern, bei denen die Dialysemaschine auf der Bühne größer ist, als der Gitarrenverstärker und die seit 15 Jahren die wirklich aller aller allerletzte Tour verkünden um sich dann zwei Jahre später nochmals auf die Bühne schieben zu lassen …

Bye Michael – „Time will tell„! (jetzt nun doch noch was aus „Wildest Dreams“ …)

Die Bilder entstanden übrigens damals beim Interview und Konzert in Plauen mit meiner ersten Digitalkamera – einer Olympus CamMedia C800 mit sagenhaften 640×480 Pixeln Auflösung …

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