Aloha liebe Preisbewussten! Monitorkalibrierung – also den Computermonitor so einzustellen, dass die Bildschirmdarstellung und das Ergebnis bei belichteten Fotos oder bei der Druckausgabe farbverbindlich ist, ist eine eine komplizierte Sache und mit Kosten verbunden. Zwar gibt es mit dem Pantone Huey (meine Empfehlung) und dem Colorvision Spyder sehr gute Lösungen, die auch für den Hobbyisten […]

Dieser Beitrag wurde 2007 veröffentlicht.
Seitdem hat sich viel getan und manche Informationen und Links sind vielleicht nicht mehr aktuell!

Aloha liebe Preisbewussten!

DQ Tool ReferenzbildMonitorkalibrierung – also den Computermonitor so einzustellen, dass die Bildschirmdarstellung und das Ergebnis bei belichteten Fotos oder bei der Druckausgabe farbverbindlich ist, ist eine eine komplizierte Sache und mit Kosten verbunden.

Zwar gibt es mit dem Pantone Huey (meine Empfehlung) und dem Colorvision Spyder sehr gute Lösungen, die auch für den Hobbyisten und Semiprofi erschwinglich sind, aber da ja bekanntlich Geiz geil zu sein scheint, möchte mancher doch noch weniger investieren und trotzdem eine einigermaßen verlässliche Kalibrierung sein Eigen nennen.

Ich möchte euch meine Heimwerkerlösung vorstellen, die sich auch im Agentur-Alltag bewährt hat und Ergebnisse abliefert, die gar nicht mehr so weit von der automatischen Kalibrierung weg sind.

Schritt 1: Ihr besorgt euch den Monitor Calibration Wizard und führt diesen nach der Anleitung aus. Wichtig dabei ist, dass ihr euren Monitor erst einmal warmlaufen lasst, damit sich alle Werte einpegeln können, denn CRT wie auch LCDs haben ein Temperaturdrift. Beim Einpegeln hilft es, wenn ihr etwas einen halben Meter vom Monitor entfernt sitzt, die Augen etwas zusammenkneift und dabei die Einstellungen macht.

Schritt 2: Ihr braucht ein Umgebungslicht, dass auch einigermaßen konstant ist und dem entspricht, was man unter „Normlicht“ versteht, da das Umgebungslicht einen sehr großen Einfluss auf die Farbwahrnehmung hat. Da habe ich eine DIY-Lösung gepostet, die offenbar einigen Anklang (ich habe jedenfalls über 50 E-Mails dazu bekommen, Kommentare sind wohl noch nicht so bekannt …) fand.

Schritt 3: Der Monitor Calibration Wizard ist zwar ein prima Tool, doch es bedarf immer ein bisschen Feintuning, bis das Ergebnis stimmt, deshalb kommt das Digital Quality Tool 3 vom Fotoindustrie Verband zum Zuge. Leider ist das Kit, das aus einer CD mit den Referenzbildern sowie einem Referenzbild auf Fotopapier bestand, nicht mehr offiziell erhältlich. ich habe noch ein Original, das damals für 10€ bei Ebay zu haben war, allerdings sind die Preise für das DQ Tool beim Versteigerungshaus dermaßen überteuert, dass man da nur abraten kann. Das macht aber nicht soviel aus, denn die digitalen Referenzbilder gibt es auf der Seite des Fotoindustrie Verbandes und davon kann man sich beim Bilderdienst seiner Wahl ein Referenzbild anfertigen lassen.

Damit kann man dann nach Augenmaß die Einstellungen des Monitor Calibration Wizard nachkorrigieren und den Eigenschaften des Bilderdienstes anpassen.

Diese Lösung ist nicht das, was man unter professionell versteht, das sind aber die meisten Monitore auch nicht, dafür funktioniert diese Methode aber im Rahmen ihrer Möglichkeiten erstaunlich gut! Ich möchte trotzdem darauf hinweisen, dass für einen ernsthaften Umgang mit dem Bildmaterial eine Lösung alà Pantone Huey sinnvoll wäre und den Preis bestimmt wert ist.

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2 Responses

  1. Markus

    Freut mich, dass meine Ausführungen nützlich sind. Mit dem Gedankenlesen geht es mir oft beim Magazin c’t so – die bringen meistens eine Woche später Themen, mit denen ich mich gerade beschäftige …

    Mit deiner Lampe hast du recht, das sind 4100 Kelvin, also von der Lichtfarbe her zu warm. Das Alter des Leuchtstofflampe ist bei unserer Anwendung jetzt weniger kritisch – zwar verändern die Lampen mit zunehmenden Alter ihre Farbtemperatur, aber wir erheben ja auch keine hochprofessionellen Ansprüche an diese DIY-Lösung.

    Feed ist schon abonniert? BRAV 😉 !

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  2. Nick H.

    Wunderbar! Scheint so, als würdest Du meine Gedanken lesen. Seit letzter Woche hab Ich mich auch mit dme Thema Monitor-Kalibrierung beschäftigt. Momentan ist mir der „Pantone Huey“ aber noch zu teuer, für den Anfang werd ich erstmal deine Methode ausprobieren.

    Ich hab in meiner Schreibtischlampe übrigens eine ‚Osram Dulux S 11w/41‘ – kann Ich davon ausgehn das die Leuchte 4100 Kelvin hat? Die is aber auch schon min. 6 Jahre alt …

    Ansonsten, dein Feed hab Ich schon Aboniert. 😉

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