Auf der Suche nach einem einfachen Preamp für den Bass, bin ich über den B2.1u von Zoom gestolpert. Das Darüberstolpern kann übrigens ganz schön weh tun, da der Bodentreter aus einem massiven Metallgehäuse mit seitlichen Gummiwangen besteht. Das Gerät macht also einen sehr stabilen Eindruck und schick ist es durch die Chromoptik außerdem noch. Das […]

Dieser Beitrag wurde 2007 veröffentlicht.
Seitdem hat sich viel getan und manche Informationen und Links sind vielleicht nicht mehr aktuell!

Zoom 2.1u BasseffektAuf der Suche nach einem einfachen Preamp für den Bass, bin ich über den B2.1u von Zoom gestolpert. Das Darüberstolpern kann übrigens ganz schön weh tun, da der Bodentreter aus einem massiven Metallgehäuse mit seitlichen Gummiwangen besteht. Das Gerät macht also einen sehr stabilen Eindruck und schick ist es durch die Chromoptik außerdem noch. Das Pedal kann per mitgelieferten Netzteil oder 4 AA Batterien (oder Akkus) betrieben werden, die so ca. 6-8 Stunden durchhalten- also: Bass ran, XLR-Kabel zur PA und los geht’s.

Aber jetzt zu den inneren Werten:

13 Amps- und Boxenmodelle, 47 Effekte, eingebaute Drummaschine mit verschiedenen Styles zum Üben, Stimmgerät usw. sind für so kleine Modeller eigentlich keine Sensation mehr. Der B2.1u wartet aber noch mit einem symmetrischen XLR-Ausgang samt Groundlift sowie einem USB-Interface auf. Wozu das USB-Interface? Die kleine Kiste ist eine vollwertige USB-Soundkarte mit ASIO-Unterstützung, man kann also hierüber seinen Bass direkt in die bevorzugte DAW (mit niedrigen Latenzen) einspielen und dabei auch gleich wieder abhören. Steinberg’s Cubase LE wird auch gleich mitgeliefert.

Wie klingt das B2.1u aber nun?

Der Grundsound ist druckvoll und dynamisch und ohne Nebengeräusche. Die Models klingen sehr ordentlich, wobei mich die Emulation des SansAmps sowie des TraceElliots besonders begeistert. Noch ein bisschen mit dem EQ gespielt, der entweder als 6-Band EQ mit sinnvollen Frequenzen oder als 2-Band parametric EQ arbeitet und schon hat man einen amtlichen Knurrsound am Start.

Der Compressor arbeitet musikalisch, langt aber bei höheren Einstellungen kräftig zu und macht dann schnell alles zu platt.

Interessant sind für den Bassisten vor allem die Effekte Chorus, Flanger und Octaver, wobei Letzterer über ein außergewöhnlich gutes Tracking verfügt und richtig abgefahrene Effekte erzeugt, wenn man ihn im „Whammy“ Modus über das Pedal kontrolliert – der lang vermisste Tremolohebel am Bass wird wahr! Lustig ist auch der Bass-Synthesizer, wobei mir da kein rechter Einsatzzweck einfallen mag. Das Pedal lässt sich übrigens unterschiedlichten Parametern zuweisen, so kann man z.B. den Effektanteil oder die Delayzeit damit regeln. An der Control-Buchse lässt sich auch noch ein zweites Pedal oder ein Schalter anschließen. Damit kann man dann z.B. die Delayzeit per Tap-Modus eingeben, das Delay auf „Hold“ stellen oder eine Bankumschaltung realisieren.

Die Bedienung ist anfänglich etwas gewöhnungsbedürftig, da man sich mit diversen Kürzeln auf dem 2-stelligen LED-Display rumschlagen muss. An die wichtigsten erinnert man sich aber schnell und wenn man seinen Sound mal halt, speichert man ihn auf einem der 40 User-Speicherplätze. Was übrigens sehr schnell funktioniert ist der Programmwechsel – Zoom gibt hier 8ms an und man spürt in der Tat keine Pause.

Ich spiele seit mehreren Monaten über das Teil in unsere Proberaum-PA und bin wirklich sehr zufrieden mit dem Sound – von schön röhrenmäßig schmutzig bis ultraclean geht hier wirklich alles.

Ich war mal so frei, einige Vergleiche anzustellen (mit Geräten, die ich schon besessen habe):

  • Zoom vs. SansAmp Bassdriver: Mehr Möglichkeiten, ähnlicher guter Sound

  • Zoom vs. Behringer V-Amp Bass: Deutlich druckvoller, weniger Nebengeräusche, ordentlicher Octaver, bessere Verarbeitung, besserer EQ, DI-Ausgang

  • Zoom vs. Line POD XT Bass: Schnellere Umschaltung, ähnliche Möglichkeiten, preiswerter

  • Zoom vs. Behringer BDI-21: Das Behringer war einfach nur Schrott und ein unheimlicher Batteriefresser

Ich kann das Zoom nur jedem Bassisten empfehlen, da er sich in allen Disziplinen, egal ob Recording, Üben oder Live gut macht und auch den ungeschickten Füßen der Mitmusiker gewachsen ist :-). Beim Musikhändler meines Vertrauens, bekam ich das Teil übrigens für 129,00 ??? !

Hier noch ein paar schnelle Sounddemos (bessere reiche ich nach). Setup: Ibanez BTB556, Zoom B2.1u per DI-Out in ein Motu828mkII

  • Ampeg
  • SWR
  • Trace Elliot
  • SWR mit Chorus
  • MXL Verzerrer
[audio:zoom_samples.mp3]

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