Bei der Vorbereitung zu einen neuen Artikel, in dem ich das USB-Audiointerface Edirol M-16DX vorstellen werde, war ich wieder einmal in ein paar Foren unterwegs. Was mir dabei noch immer auffällt ist, dass sich viele der dort geposteten Probleme um die Thematik Aussetzer, Knackser und zu hoher Latenzen, vor allem bei externen Firewire- und USB-Audiointerfaces […]

Dieser Beitrag wurde 2008 veröffentlicht.
Seitdem hat sich viel getan und manche Informationen und Links sind vielleicht nicht mehr aktuell!

08.10.pngBei der Vorbereitung zu einen neuen Artikel, in dem ich das USB-Audiointerface Edirol M-16DX vorstellen werde, war ich wieder einmal in ein paar Foren unterwegs. Was mir dabei noch immer auffällt ist, dass sich viele der dort geposteten Probleme um die Thematik Aussetzer, Knackser und zu hoher Latenzen, vor allem bei externen Firewire- und USB-Audiointerfaces drehen.

Da es aber bei diesen Problemen einige wirklich wichtige Dinge zu beachten gilt, die dann sehr oft und schnell zum gewünschten Erfolg führen, möchte ich euch mit diesem Artikel einen kleinen Leitfaden an die Hand geben.

Technischer Hintergrund

Durch schnelle Schnittstellen wie USB 2.0 und Firewire 400 und 800, sind externe Audiointerfaces der Verkaufshit. Man muss nicht im PC rumschrauben, kann die Geräte auch schnell einmal an einem anderen Rechner oder mobil an einem Laptop betreiben. Damit das aber auch wirklich reibungslos klappt, bedarf es meist einiger Einstellungen am PC, die man für andere Anwendungen nicht benötigt. Audiorecording ist eine zeitkritische Geschichte.

Im einfachsten Fall muss nur ein Audiosignal mit 44.1kHz und 24bit (das ist der Mindeststandard) abgetastet, in ein Digitalsignal gewandelt, durch die Recordingsoftware und evtl. einige Plugins und Equalizereinstellungen, auf die Festplatte geschrieben werden. Das alles soll dabei so schnell funktionieren, dass wir keine Verzögerung gegenüber unseres Spiels auf dem Instrument feststellen können.

Diese Latenz genannte Verzögerung ist grundsätzlich immer vorhanden, weil die Signalverarbeitung einfach eine gewisse Zeit zur Berechnung benötigt. Wenn die Latenzzeit aber (ich bin jetzt mal großzügig) 10ms liegt, wird sie von vielen als nicht mehr störend, bzw. vorhanden eingeschätzt. 10ms sind dabei aber schon ein recht hoher Wert, gute Werte bewegen sich um 5ms und darunter.

Übrigens haben auch digitale Keyboards und Synthesizer diese Latenz. Bei aktuellen Modellen bewegt sich diese um 3ms und auch ein Gitarrenmodeller wie der bekannte Pod von Line6 warten mit ca. 3 ms Latenz auf, da auch hier eine AD/DA Wandlung samt Signalverarbeitung stattfindet. Wenn man übrigens einen Meter von einer Lautsprecherbox entfernt steht, braucht der Ton aus dem Lautsprecher auch ca. 3ms bis er am Ohr ist – ganz so tragisch ist das mit den Latenzen also nicht. Zudem werden diese extrem niedrigen Latenzen auch nicht ständig benötigt, sondern nur, wenn man virtuelle Instrumente einspielt oder Verstärker-Simulationen wie Guitar Rig von Native Instruments nutzt.

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6 Responses

  1. Chis

    Alter Artikel immernoch topaktuell (Ausser der Name des OS). Habe nie Problme gehabt bis ich eine neue Graka kaufte. Jetzt bin ich dem Fehler endlich auf der Spur.

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  2. Mischl

    Fachlich fundiert und sehr unterhaltsam geschrieben!
    Selbst schon Bekanntes liest man ohne Langeweile weiter.
    Gibts davon noch mehr?

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  3. Sill.Vio

    Achso ähm… will ja nicht klugscheißen, aber vielleicht willst Du es nach 4 Jahren noch korrigieren.
    24bit = 3Byte

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  4. Sill.Vio

    Bin beeindruckt von diesem Artikel. Wenn jedes Problem so angenehm im Internet behandelt wäre, könnte man dieses ganze Gestammel in den Foren ignorieren. Vielen Dank *kniefall :-)*

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