Wie funktioniert ein sicheres Backup – Teil 2 – Archivierung und Lightroom plus Gewinnspiel

Und hier kommt der zweite Teil meiner Serie zum Thema „Backup“. Falls ihr den ersten Teil noch nicht gelesen habt würde ich euch empfehlen, diesen als Vorbereitung und Grundlage zuerst anzusehen. Heute geht es weiter mit dem Thema Archivierung und wie man das neue Wissen um Backups zur Datensicherung von Adobe Lightroom und den zugehörigen Originalfotos einsetzt.

Lasst mich zunächst noch einmal auf ein verbreitetes Missverständnis eingehen: Es dreht sich um den Unterschied zwischen Backup und Archivierung:

Ein Backup ist eine regelmäßige Sicherung von Daten, die ständig verfügbar sein müssen oder sollen. Das bedeutet, dass ich jederzeit auf die entsprechenden Daten zugreifen kann, ohne dazu einen Datenträger suchen oder wechseln zu müssen.

Archivierung vs. Backup – die Unterschiede

Bei der Archivierung hingegen geht es darum, Daten, die man nicht mehr im täglichen Zugriff benötigt, sicher und preisgünstig zu lagern und jederzeit wieder als Nutzdaten einbinden zu können. Ziehe ich also meine alten Fotos auf eine Festplatte oder einen optischen Datenträger und entferne die Daten danach von den Laufwerken, die ständig eingebunden sind, habe ich kein Backup, da ich sie aus dem regelmäßigen Backup-Satz herausgenommen habe und es keine weitere Kopie davon gibt.

Geht das Archivmedium verloren, ist es defekt etc., gibt es keine Möglichkeit mehr, wieder an die Daten zu gelangen. Mache ich immer eine weitere Kopie davon (und lagere diese wieder an einem anderen Ort), habe ich ein Backup meines Archivs. Allerdings muss ich Archiv und dessen Backup auch regelmäßig auf Lesbarkeit und eventuelle Schäden überprüfen und ggf. frühzeitig umkopieren. Normale CDs und DVDs sind übrigens keine sicheren Medien zur Archivierung:

In Firmen erfolgt die Archivierung von Daten (welche in bestimmten Bereichen verpflichtend ist) meist auf Bändern, welche von Robotern in sogenannten Tape Libraries verwaltet werden. Damit können natürlich auch Backups erstellt werden. Magnetbänder sind in diesem Bereich noch immer der Standard, weil sie erstaunlich robust sind und die Datenmengen pro Zoll im Laufe der Zeit immer weiter erhöht werden konnten. IBM schaffte es zuletzt, 330 Terabyte (!!) an Daten auf eine einzige Magnetband-Kassette zu speichern.

Archivierung im kleinen Stil mit einfachen Festplatten

Für den normalen Anwender sind Tape-Archivierungen aus Kostengründen keine gute Lösung. Im ersten Teil haben wir bereits über optische Datenträger wie M-Disc gesprochen. Diese haben zwar unter optimalen Lagerungsbedingungen eine recht gute Lebenserwartung, sind aber vergleichsweise teuer und das Brennen bedeutet einen erheblichen Zeitaufwand, da sie nur mit etwa 21 MB/s beschrieben werden können. Wer mit großen Datenmengen arbeitet, – und einige Kameramodelle haben heute RAW-Dateien mit 40 MB und mehr pro Bild – kann eigentlich nur EINE Lösung sinnvoll nutzen: Festplatten. Eine Festplatte die nicht ständig im Einsatz ist, ist ein sehr robustes Speichermedium und man geht von einer Lebensdauer von mindestens 10 Jahren aus, wenn die Festplatte nur gelagert wird (optimistischere Schätzungen sagen sogar 20 Jahre Lebensdauer voraus). Gerade Videofilmer haben das Problem, dass oft hunderte von Gigabyte pro Projekt anfallen, die archiviert werden müssen – und hier läuft kein Weg an der Festplattenlösung vorbei.

ORICO Docking-Station
ORICO Docking-Station

Hier nutzt man dann aber nicht unbedingt externe Laufwerke mit Gehäuse, USB-Controller und alle, drum und dran, sondern „nackte“ 3,5 Zoll Festplatten. Diese kann man mit einer Dockingstation für Festplatten komfortabel anschließen und bespielen.

ORICO PHI35 Festplattenschutzbox
ORICO Festplattenschutzbox

Damit die Festplatten nicht ungeschützt im Schrank herumfliegen, gibt es schöne Schutzhüllen und Aufbewahrungslösungen von Orico.

Was man bei einer solchen Lösung jedoch nicht tun sollte, ist, die Festplatte häufig anzuschließen und immer weitere Archivierungen darauf vorzunehmen. Es ist einfach zu wahrscheinlich, dass man dabei eine bereits vorhandene Archivierung löscht oder beschädigt. Das ist eine Lösung, um ein- (oder zweimalig) wegzusichern, bis die Platte voll ist.

Ein weiterer Vorteil dabei ist, dass man die Archivierung auch irgendwann einmal löschen kann, wenn sie wirklich nicht mehr gebraucht wird, und dann ein neues Archiv darauf anlegen kann. Zudem kann man die Daten auch recht flott umkopieren, wenn ein Datenformat mal nicht mehr unterstützt wird und man auf ein neues ausweichen muss.

Natürlich kann man seine Archive auch auf einen Cloud-Speicher auslagern, was aber bei vergleichbarer Kapazität recht teuer ist. 2 TB Online-Speicherplatz kosten bei Stratos HiDrive 15 Euro pro Monat (ohne Einrichtung bei jährlicher Zahlweise). Nach vier Monaten Laufzeit hat man also bereits die Kosten für eine 3,5″ Festplatte mit 2 TB aufgebracht und nach 8 Monaten ist auch eine Backup-Platte fürs Archiv bezahlt.

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