Leistungsfähige Gebraucht-PCs für Bildbearbeitung, Videoschnitt, CAD und Musikproduktion

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Gestern kam INTELs neue Prozessorgeneration „Kaby Lake“ auf den Markt. Statt riesiger Performance-Orgien gibt es auch dieses Mal nur wenige Prozentpünktchen Leistungs-Vorsprung zu vorherigen Modellen und Verbesserungen beim Energieverbrauch. Darum muss man sich schon länger überlegen, ob sich die Investition in eine neue CPU samt Speicher und Mainboard tatsächlich lohnt, oder ob es nicht auch günstige Alternativen für eine leistungsfähige Windows-Workstation gibt.

Ich arbeite seit fast 4 Jahren mit einem selbst konfigurierten Rechner mit INTEL Xeon CPU, dem damals sehr angesagten, leistungsfähigen und günstigen Modell E3-1230 V2. Diese CPU, 16 GB RAM und SSD-Laufwerke haben mich bis heute kein einziges Mal im Stich gelassen und ich empfinde die Leistung noch immer als zeitgemäß. Dazu habe ich auch einen guten Vergleich, denn ich arbeite beruflich täglich mit einer Workstation von HP jüngeren Datums mit schnellerer CPU. Bei der täglichen Arbeit spielen die Unterschiede aber keine spürbare Rolle und ob ein Video aus Adobe Premiere CC nach 15 Minuten fertig gerendert ist oder nach 16 Minuten, ist mir herzlich egal.

Der alte nachbelichtet-PC

Im neuen Haus werde ich aber mehr Räume für Musik, Fotografie und meine anderen Basteleien haben und daher war ich auf der Suche nach einem ähnlich leistungsfähigen Rechner, der zukünftig mein Hauptrechner im heimischen Büro werden soll, während der bisherige PC seine Hauptaufgabe im neuen Musikstudio finden wird.

Wie ihr sicherlich wisst, beschäftige ich mich neben der Fotografie, Lightroom und Photoshop auch mit der Musikproduktion, Videoschnitt und CAD (damit ich meinen 3D-Drucker befeuern kann). Das sind alles recht anspruchsvolle Anwendungen, welche gewisse Anforderungen an den Rechner stellen. Trotzdem wollte ich nicht auf ein komplett neues System mit aktueller CPU zurückgreifen – auch aus preislichen Gründen.

Geprüfte Gebraucht-PCs als Alternative zum Neukauf

Einen PC selbst zusammenzuschrauben ist zwar keine besonders schwierige Sache, doch gibt es immer wieder kleinere Probleme mit Inkompatibilitäten zwischen bestimmten RAM-Modulen und Mainboards etc. Zudem ist es nicht gerade meine große Leidenschaft PC-Teile zusammenzustecken.

Die Eckpunkte für den neuen PC waren klar: Eine vergleichbare CPU, wie sie mein derzeitiger PC hat. Möglichst schon 16 GB RAM an Bord und eine SSD wäre auch nicht verkehrt. Dazu soll es ein Workstation-Modell von einem renommierten Hersteller wie HP, Fujitsu oder Dell sein. Als Preisgrenze hatte ich 500-600 Euro angesetzt.

Da ich ohnehin für die Wiederverwertung von Elektronik und Hardware bin (alte Handys und PCs erzeugen einen der größten und gefährlichsten Abfallströme überhaupt), habe ich mich auf dem Gebrauchtmarkt umgesehen. Dabei setzte ich aber nicht auf private Verkäufer bei Ebay & Co., sondern auf professionelle Gebraucht-PC Anbieter. Diese kaufen Hardware  aus Leasing-Rückläufern und Insolvenzen, bereiten die Hardware optisch und technisch auf und bieten sie wieder zum Verkauf an. Refurbished nennt man das in der Fachsprache. Der Vorteil dabei ist, dass die Rechner geprüft sind und man zudem auch noch eine Gewährleistung erhält.

Die Fujitsu Celsius Workstation bei Harlander

Nach verschiedenen Recherchen bin ich auf die Firma Harlander gestoßen, weil diese Workstations im Sortiment haben, die meinen Vorstellungen sowohl technisch als auch preislich entsprachen. Entschieden habe ich mich für eine Fujitsu Celsius W520 POWER Workstation mit Intel Xeon E3 1245 v2 Prozessor, 16 GB RAM und einer 256 GB SSD. Das Ganze in einem schicken MIDI-Tower Gehäuse verpackt, mit von außen zugänglichen Cold-Plug Slots für weitere SSDs.

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Hey,

Der Text ist ja interessant, Ich bin darauf gestoßen weil ich einen Rechner suche für Videoschnitt und bissel internet Video´s schauen, leise sollte er sein, was kannst du mir den empfehlen von dieser Seite,

André

Hallo,
zuerst mal SUPER Artikel!
Hätte hier eine Frage.Könntet Ihr mir von Harlander.de eine Workstation empfehlen für Bildbearbeitung, Adobe DX ud ab und zu mal einen Trailer schneiden.

Das wäre super.

Vielen Dank und macht weiter so!

Gruß
Florian

Ich habe mir für die Bildbearbeitung mit LR CC die W520, XEON E3-1280 v2 3,6GHz, 16GB RAM, 120GB SSD, Quadro 4000 mit 2GB, Win7 Pro 64bit gekauft. Für eine 2. SSD befinden sich im Gehäuseschacht keine Einbauklammern. Passt da jeder Einbaurahmen hinein oder gibt es für Fujitsu etwas spezifisches zu beachten?

Sehr guter Artikel,
die „ältere“ Hardware ist der „neuen“ vorzuziehen?
Oder sollte man einen aktuellen CPU einplanen?

Vielen Dank

Super danke für den Link. Oh dachte die 4000 ist aktueller als die 2000.
Aber sollte die 2000 nicht mehr reichen denke ich kommt eine AMD rein kommt.
Werde das System noch mit einer SSD nachrüsten.

Danke für den Tipp mit den Leasingrückläufern.
Habe mir einen Fujitsu Esprimo 920 mit i5 4590 CPU geholt für keine 300€. Ebenfalls eine recht flotte Mittelklasse-CPU.
Die sollen besonders leise sein. Ich weiss ja nicht, wie es Euch geht, aber ich halte keinen lauten PC mehr aus.

Vielen Dank für den interessanten Artikel. Er hat mich bei meiner Komponenten Auswahl sehr inspiriert! Allerdings hätte ich eine Frage zur gewählten Grafikkarte. Die RX480 unterstützt ja kein CUAD, was bei Adobe Produkten (ich möchte Lightroom und PremierePro nutzen) doch eigentlich sehr zu empfehlen ist, oder hat sich das mittlerweile geändert? Ich bin momentan am überlegen entweder die RX480 oder die GeForce GTX1060 zu kaufen.

Allerdings werden beide Karten nicht unter dem von Adobe empfohlenen Karten gelistet.

https://helpx.adobe.com/de/premiere-pro/system-requirements.html

Kannst du mir vielleicht weiterhelfen, welche besser geeignet ist?

Beste Grüße und vielen Dank im Voraus,

Max

Vielen Dank für die schnelle Antwort und die ausführliche Erklärung! Dann wirds bei mir wohl auch eine RX480 werden…

Sehr guter Artikel, kann ich in vollem Umfang zustimmen! Habe selbst schon Firmen mit refurbished Geräten bzw Leasingrückläufern ausgestattet und bis dato noch nie mehr Probleme gehabt als bei neuen Systemen, die gut und gerne mit der doppelten Investionssumme zu Buche schlagen würden. Selbst nutze ich zB auch die generalüberholten Geräte von Apple – habe mtrwl 4 Macs (Pro, Air) und div. iPads darüber bezogen und noch keinen Ausfall bzw Defekt der Geräte gehabt. Wer nicht immer die Neuste und Schnellste Hardware haben muss, fährt mit einem überholten Gerät, mit ausgereifter und überholter Technik evtl sogar zuverlässiger als mit einem… Weiterlesen »

Ich habe selbst meinen Dell-PC (RAM+SSD) aufgerüstet, da er mir immer noch treue Dienste leistet. Über eine gebrauchte Workstation mit Xeon E3 oder gar E5 sollte man echt mal nachdenken. Ich habe gleich mal auf HP von Harlander geschaut und war sehr überrascht. Danke für diesen Artikel. Solche Informationen findet man selten.

Gutes Thema, ich denke wir sind endlich in einer Zeit angekommen, in der man nicht unbedingt jedes 2te Jahr updaten braucht. Für alle allgemeinen Aufgaben wie Office oder Internet oder Multimedia sind selbst 3 oder 4 Jahre alte PCs vollkommen ausreichend. Ich denke da zB an die kompakten Buisness Geräte von Lenovo, Dell oder HP die man gebraucht aber günstig in der Bucht kaufen kann. Immerhin waren diese Geräte teilweise mal richtig teuer. Und die verbauten Teile sind oftmals auch qualitativ hochwertiger, sodass man noch eine gute Weile Spass daran hat. Wenn so ein PC noch nicht ganz so alt… Weiterlesen »