[photokina] Meine Eindrücke von der photokina 2012 – Teil 1

Wow, war das gestern ein straffes Programm auf der photokina. Leider hatte ich nur knapp 5 Stunden Zeit, meine Termine wahrzunehmen und um mir ein paar Eindrücke zu verschaffen.

Am Vorabend war ich bei Casio im Triangle Tower zu einer sehr angenehmen Party zum Messeauftakt eingeladen. Vorgestellt wurde die neue Casio ZR1000, das Topmodell der Exilim-Reihe, die auch gleich noch 10 Jähriges Jubiläum feierte.

Mit der Exilim ZR 1000 bietet Casio schickes und sehr wertiges Retrodesign mit einigen Finessen, die man in dieser Kameraklasse noch nicht findet. Auf der einen Seite wäre da ein ausklappbares und um 180 Grad neigbares 3 Zoll Display, das auch bequeme Selbstportraits ermöglicht. Zudem hat man ein kleines Stativ unte dem Display versteckt, mit dessen Hilfe sich die Kamera auch neigen lässt.

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Casio Exilim ZR 1000

Interessant ist auch der Ring um das Objektiv, der sich mit verschiedenen Funktionen belegen lässt. Mann kann voreingestellt Zoomstufen schnell anfahren, den Weißabgleich durch eine Drehbewegung einstellen oder die Blende ändern. Aber auch der Fokus lässt sich darüber einstellen.

Mit der neuen HS-Engine wurde die Geschwindigkeit der Kamera beim einschalten, fokussieren und Auslösen auf Höchstleistungen getrimmt. Triple Zero nennt Casio diese Funktion. 0,99 Sekunden Einschaltzeit, Highspeed-Autofokus mit 0,15 Sekunden und nur 0,26 Sekunden zwischen den Aufnahmen. Ich konnte mich vor Ort selbst davon überzeugen und man hat hier wirklich DSLR-Feeling, was die Geschwindigkeit angeht.

Mit der All-in-Focus Makro-Funktion wird diese Geschwindigkeit ausgenutzt, um ein Foto zu erstellen, das vom Hintergrund bis zum Nahbereich scharf ist – Focusstacking wäre wohl der gebräuchliche Begriff.

Die ZR 1000 bietet ISO-Werte bis zu 25.600. Dabei werden mehrere Fotos miteinander verrechnet um Bildrauschen zu eliminieren. Man betonte, dass an der endgültigen Bildqualität noch geschraubt würde. Die Testbilder waren aber schon jetzt sehr vielversprechend.

Die Casio ZR 1000 wird ab November in Weiß, Schwarz und Rot samt Ledertasche und Umhängegurt erhältlich sein. Die Preise stehen noch nicht genau fest, werden sich aber um etwa 350€ bewegen.

Mehr Infos gibt es HIER.

Die Kamera-Superstars der Messe

Auf der photokina 2012 gab es aus meiner Sicht vier „Superstars“, die – im Gegensatz zu ihren gleichnamigen Protagonisten im Fernsehen – tatsächlich etwas drauf haben.

Nachdem Nikon ja schon etwas weiter vor der Messe die Einsteiger-Vollformat D600 angekündigt hatte, folgte Canon nur ganz kurz vor der Messe mit der 6D Vollformat DSLR, die es der D600 nicht einfach machen dürfte. Nicht nur, dass die 6D mit WLAN und GPS daher kommt, sie dürfte auch noch ein ganzes Stück billiger sein als die Nikon D600.

Canon 6D

Der andere Superstar war die Panasonic DMC-GH3. 16 Megapixel, OLED-Sucher, OLED-Display, WLAN-Modul mit Android- und iOS-App „Lumix-Link“ zur Steuerung der Kamera, wobei die Kamera auch die GPS-Daten vom Smartphone holen kann. Das ist eine sehr clevere Lösung, da kein GPS-Fix etc. erforderlich. Die Videofilmer freuen sich über unkomprimiertes Videomaterial mit 72 Mbit/s.

Panasonic DMC-GH3 mit optionalem Batteriegriff

Dazu gibt es die neuen Lumix G X Vario-Objektive 2,8/12-35mm und 2,8/35-100. Bei kompakten Abmessungen und nur 550 Gramm (ohne Objektiv) eine sehr interessante Kamera. Das Gehäuse wird für 1.199 Euro (UVP) angegeben. Kit mit GH3 mit Lumix G X Vario 2,8/12-35mm für  2.199,- Euro
und die GH3 mit Lumix G Vario 4-5,8/14-140mm für 1.799,- Euro.

Viel spekuliert wurde über die Sony SLT-A99V. Auf der Messe konnte ich sie einmal kurz antesten. Der Autofokus war extrem schnell und präzise. Display und der elektronische Sucher bewegen sich auf dem gleichen Niveau wie in der SLT-A77V. Das Gehäuse ist noch etwas wuchtiger, als das der SLT-A77V. Über die Bildqualität kann ich leider noch nichts sagen, habe aber hoffentlich bald ein Testexemplar zur Verfügung.

Kompakter mit DSLR-Qualitäten

Einen Trend kann ich selbst sehr gut nachvollziehen, denn auch mir sind herkömmliche DSLRs mittlerweile eigentlich zu groß und unhandlich. Leider war es bislang so, dass man beste Bildqualität und niedriges Bildrauschen nur bei „echten“ DSLRs bekam. Viele Kameras schicken sich aber nun an, gegen „große“ DSLRs anzutreten.

Besonders deutlich wird das, wenn man eine Olympus OM-D und die entsprechenden Objektive im Vergleich zu einer Canon 5D sieht.

Olympus OM-D im Vergleich zur Canon 5D

Dabei muss sich die Olympus OM-D mit ihren Leistungen ganz und gar nicht hinter den größeren Konkurrenten verstecken. Besonders die sehr gute Bildqualität bei hohen ISO-Einstellungen haben mich bei einem Test auf der Messe begeistert.

Das war der erste Teil meiner Eindrücke von der photokina 2012. Teil 2 folgt findest du HIER.

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