Dieses Online-Tool ordne ich mal in den Bereich „lernen“ ein, denn das ist, was man mit Pixel Peeper wohl am besten tun kann. Es extrahiert grundlegende Lightroom Entwicklungseinstellungen aus vielen JPEGs und kann sie sogar als Preset zur Verfügung stellen.

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Pixel Peeper ist ein kostenloses Online-Tool von PIOTR CHMOLOWSKI und kann aus einem hochgeladenen (und vorher mit Lightroom bearbeiteten) JPEG-Foto die Entwicklungseinstellungen auslesen. Dabei greift es auf Daten zurück, die Lightroom beim Export in die JPEGs schreibt. Das funktioniert aber nur, wenn diese mit „Alle Metadaten“ im Exportdialog gespeichert wurden.

 

Pixel Peeper liest Lightroom Entwicklungseinstellungen aus

Zum Vergleich die Originaleinstellungen in Lightroom

Damit bekommt man auch einen Einblick in die Entwicklungseinstellungen anderer Fotografen, kann aber auch Entwicklungseinstellungen von kommerziellen Presetanbietern auslesen, sofern diese entsprechende Beispielfotos zur Verfügung stellen. Tatsächlich werden alle Grundeinstellungen, Schärfe, Dunstfilter, Farbeinstellungen, Teiltonung etc. ausgelesen und sogar Punktkurven der Gradationskurve werden angezeigt.

Hängt man an die URL in der Adresszeile des Browsers auch noch .lrtemplate an, bekommt man die Einstellungen als Preset angezeigt und kann diese Seite dann als solches abspeichern.

.lrtemplate an die URL anfügen und die Seite als Preset abspeichern

Wer seine Fotos davor schützen möchte, stellt beim Export von JPEGs einfach „Nur Copyright“ oder „Nur Copyright und Kontaktdaten“ bzw. „Kameradaten und RAW-Informationen“ ein und schon kann man keine Rückschlüsse mehr auf die Einstellungen ziehen. Mit ein bisschen Erfahrung genügt es ja auch, einfach das Bild genau anzusehen und dann kommt man eigentlich von selbst darauf, wie es entwickelt wurde.

Exporteinstellungen für die Metadaten

Was das Tool nicht kann, ist das Auslesen der lokalen Entwicklungseinstellungen wie Korrekturpinsel oder Verlaufsfilter. Gerade die sind es aber, in der die wahre Finesse bei der Entwicklung vieler Fotos liegt und die Power von Lightroom ausmachen.

Pixel Peeper analysiert die Fotos per Javascript und es werden keine Bilder direkt zum Server hochgeladen. Einzig die EXIF-Infos werden wohl in einer Datenbank gespeichert.

Um Einblicke in die „Tricks“ anderer zu bekommen, ist Pixel Peeper für einige sicher interessant. Ihr solltet es aber nicht dazu nutzen, Presets zu „klauen“.

Pixel Peeper findet ihr hier: https://pixelpeeper.io

 

 

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2 Responses

  1. Ina

    interessantes Tool, aber ich denke, damit dürfte man wenig Erfolg haben, denn Fotos, die auf Webseiten hochgeladen wurden, sind doch als „Webversion“ abgespeichert und hochgeladen und dort sind doch ohnehin in den JPGs keine Metadaten, Exifs usw. mehr enthalten, oder täusche ich mich da?

    Antworten
    • nachbelichtet

      Das kommt darauf an – manche haben es und manche nicht. Ob es eine „Webversion“ ist, ist dabei unerheblich. Vorhandene Metadaten werden mitgenommen, sofern sie nicht explizit entfernt wurden.

      Nachtrag: Falls du den Web-Export aus Photoshop meinst ist es tatsächlich so, dass diese Metadaten entfernt werden.

      Antworten

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