Viele von euch waren ja sehr an dem Lightroom-Controller „Loupedeck“ interessiert, der letztes Jahr per Crowdfunding bei Indigogo realisiert wurde. Nun ist der Vorverkauf in Sicht.

Lightroom-Controller gibt es mittlerweile jede Menge. Viele davon sind DIY-Lösungen auf Basis von MIDI-Controllern. Es gibt aber auch ein paar andere Lösungen und Tastaturen mit Lightroom-Shortcuts.

Loupedeck soll bei der Lightroom-Bedienung Tastatur und Maus ersetzen, damit für schnelleres und ergonomischeres Arbeiten und damit für einen besseren Lightroom-Workflow sorgen.

Finanziert wurde die Entwicklung über Indigogo, wo man das Loupedeck unterstützen und für 229 Euro vorbestellen konnte. Ursprünglich war das Finanzierungsziel bei 75.000 Euro angelegt, tatsächlich kamen dann aber über 366.000 Euro zusammen. Ein Großteil wohl aus dem DACH-Raum, weshalb die Erstauslieferung nun auch nach Deutschland, Österreich und die Schweiz erfolgt.

Bei der Produktentwicklung wurde man – nach eigenen Aussagen – auch tatkräftig von Adobe unterstützt, was ja schon einmal etwas Vertrauen aufkommen lässt.

Ab heute kann man das Loupedeck für 369 Euro (oder 399 Franken) ganz regulär über deren Webshop, bei Enjoy your Camera oder, in der Schweiz, bei Light & Byte vorbestellen. Die Nutzung setzt mindestens Lightroom 6 bzw. CC2015 voraus und ist unter Windows und auf dem Mac möglich. Die Auslieferung ist für August 2017 geplant.

Meine grundsätzliche Meinung zu Loupedeck und Controllern

Grundsätzlich finde ich einen solchen Controller sehr interessant, allerdings habe ich schon viel dedizierte Hardware gesehen (und leider auch besessen), die nach rel. kurzer Zeit nur noch als Briefbeschwerer nutzbar waren, weil keine Treiber mehr zur Verfügung standen oder die Software, die damit bedienbar sein sollte, sich grundlegend verändert hatte. Im Audio-Bereich gibts derart Hardware schon viele Jahre, sodass ich hier auf einige Erfahrung zurückgreifen kann.

Gerade Lightroom hat im Laufe der Zeit viele neue Funktionen und Regler erhalten und Loupedeck kann daher nur den aktuellen Stand der Software repräsentieren. Den aufgerufenen Preis halte ich auch für sehr sportlich. Irgendetwas bei 150 Euro würde ich als angemessener ansehen und dann wäre auch der Fall besser verschmerzbar, wenn das Teil irgendwann nicht mehr unterstützt werden würde.

Mehr Infos: https://loupedeck.com/

7 Responses

  1. Mike Bielski

    Ich hab vom Loupedeck 2016 gelesen und war einer der ersten Crowdfunder. Anfang Juli kam es dann endlich an.

    Hier mein chronologischer Eindruck vom Loupedeck: Sehr stylische, minimalistische Verpackung und „Made in Finland“ (ein paar Jungs von Nokia stecken hinter dem Loupedeck). Tolles, wirklich intuitives Design vom Keyboard. Aber dann, first touch:

    Wacklige, billig wirkende Plastikknöpfe und Drehregler. Are you fucking kidding me?!? Ich hab 200irgendwas bezahlt, der Ladenpreis von 369 € lässt erst recht eine höhere Material- und Verarbeitungsqualität erwarten.

    Zur „Ehrenrettung“ vom Loupedeck muss man aber sagen, dass es super funktioniert, auch kann man präzise und schnell die Einstellungen vornehmen und einige Funktionen so legen, wie man sie haben möchte. Es hat ein cleveres, intuitives Design und bringt definitiv eine große Zeitersparnis. Nur wirkt das Teil nicht so, als ob es mehrere Hochzeitssaisons überstehen könnte.

    Schaun mer mal, dann sehn mer scho…

    Ich hab mit den Entwicklern gesprochen, die ehrlich waren und meinten, dass sie unter ziemlichen Zeitdruck standen. Trotzdem haben sie alle Knöpfe 300.000x getestet und sollte etwas kaputtgehen, kann man es (bald) nach Polen zu einem Servicecenter schicken auf ihre Kosten. Die nächste Reihe (so ab 2018) soll hochwertigere Regler haben.

    Zwischenzeitlich habe ich drei Hochzeiten mit dem Loupedeck bearbeitet und bin absolut überzeugt von der Anschaffung. Dass gerade viele Kollegen Lobeshymnen auf das x-touch mini von Behringer singen, das nur ca. 70 € kostet, steht auf einer anderen Seite.

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  2. Markus

    Ich finde das Gerät schon echt eine sehr coole Idee, ich würde es gerne auch mal einsetzten, doch der Preis ist schon etwas gewagt. Schlussendlich immitiert das Gerät ja nicht recht viel mehr als eine Tastatur mit Hotkeys etc.

    Sowas hab ich auch in meiner Hochzeits-Fotobox und steuer so per Tasten mein Lightroom 🙂

    Das Design ist natürlich klasse 🙂

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  3. Jochen

    Ich bin bei diesem Thema immer hin und her gerissen, denn so ein Interface ist echt genial. Aber ich schließe mich Markus‘ Fazit voll und ganz an: Die Gefahr, dass es nicht lange dauert, bis die schöne Hardware nicht mehr zur schönen Software passt, ist mir bei diesem Preis auch zu groß… schade. 🙁

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  4. shultzie

    Ich bin da auch eher skeptisch wenn ich an die Zukunft denke. Das mit der Musik haben wir ja gemeinsam, frage besser nicht, was ich an USB-Floorcontrollern für Gitarre (IK Multimedia, aber noch die Zeiten bevor die nur noch an iOS gedacht haben) schon besessen hatte und noch habe. Oder DJ-Controller, die dann irgendwann nicht mehr vom letzten macOS unterstützt wurden, sondern vom Hersteller (Native Instruments) einfach aussortiert wurden… Darum sind mir die aufgerufenen 369 Euro auch deutlich zu hoch angesetzt.

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    • nachbelichtet

      Ja, wenn man sich überlegt, wie schnell die ganzen iPad-Audiointerfaces Elektroschrott waren, in die man das iPad einlegen konnte. Da lobe ich mir meine MOTU 828 Interfaces. Das Mk II bekommt nun schon seit 12 Jahren regelmäßig neue Treiber und hat damit seinen Dienst mehr als erfüllt.

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