Windows 7 Pro war bereits als Betriebssystem vorinstalliert und musste nur noch durch die Startkonfiguration geschickt werden. Ab da war alles betriebsbereit. Wenn man von einem anderen Rechner komplett auf ein solches System umsteigen will, kann man natürlich auch die alte Festplatte in den Rechner hängen oder das System auf die SSD der neuen Workstation klonen. Ich ging für diesen Rechner den Weg der Neuinstallation, da ich viele Anwendungen aus dem Musikbereich nicht auf dieser Maschine benötige.

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Da ich aber trotzdem gerne Windows 10 darauf haben wollte, das offizielle kostenlose Upgrade aber Mitte 2016 ausgelaufen ist, habe ich einen kleinen Trick angewandt, der nach wie vor zu einem kostenlosen Windows 10 Update verhilft: Windows10upgrade28084.exe

Diese Datei ist eigentlich dazu da, um Nutzern die „erleichtere Bedienung von Windows“ zu ermöglichen. Dazu zählen z. B. die Lupe oder die Vorlesefunktion. Da man ja diese Funktionen vielleicht tatsächlich brauchen kann, kann auch das „Ja, ich verwende Hilfstechnologien“ ruhigen Gewissens bestätigt werden. Die Datei findet man auf der Microsoft Website „Updateverlauf für Windows 10„. Nach dem Download benennt man die Datei aber zunächst in Windows10upgrade24074.exe um, denn dann will das Upgrade auch keinen Windows 10 Lizenzschlüssel bei der Installation sehen. Nach dem Start des Programms beginnt das Upgrade von Windows 7 (oder 8) Pro auf ein kostenloses Windows 10 Pro.

In der Praxis

Der Fujitsu Celsius W520 ist eine leistungsfähige Workstation, die auch mit aktuellen Aufgaben und Programmen keinerlei Schwierigkeiten hat. Warum auch? Die Leistungsfähigkeit der CPU liegt doch nur vernachlässigbare Prozentpunkte hinter aktuellen Prozessoren. Investieren würde man allenfalls noch in eine leistungsfähigere Grafikkarte, sofern man auf entsprechende Grafikleistung angewiesen ist. Da für Adobe Premiere CC und After Effects CC sowie für Blackmagic DaVinci Resolve und Autodesk Fusion 360 eine flotte Grafikkarte sehr viel mehr Bedienungskomfort und Schnelligkeit bedeutet, habe ich meine kürzlich bestellte XFX Radeon RX 480 GTR Black Edition 8GB eingebaut, welche mit etwa 280 Euro zu Buche schlägt. Für viele Anwender die hauptsächlich mit Adobe Lightroom oder Photoshop arbeiten und Office-Anwendungen nutzen, könnte auch die mitgelieferte Nvidia 2000 ausreichend sein, da diese Programme ohnehin keinen großen Nutzen aus der Grafikbeschleunigung ziehen. Ansonsten sollte man hier auf eine Grafikkarte aus der 150 Euro Klasse setzen, wie z. Asus Nvidia GeForce GTX750TI.

Gebrauchte Celsius Workstation und DELL PC von Harlander werden gleichzeitig konfiguriert

Der Gebraucht-PC von Harlander.com arbeitet zudem erfreulich leise – kein Getöse von CPU-Lüftern oder Netzteilen. Tatsächlich „fühlen“ sich mein bisheriger PC und der neue Gebrauchte gleich an und vermitteln jederzeit genügend Leistung. Rechnet man den Anschaffungspreis von 589 Euro plus eine aktuelle Grafikkarte, landet man inkl. Versandkosten bei knapp 750 Euro. Für einen ähnlich leistungsfähigen Neu-PC darf man gerne das Doppelte rechnen und auch ein vergleichbarer Eigenbau-PC kostet samt Netzteil gutem Gehäuse, CPU-Lüftern, Mainboard, RAM, SSD und natürlich der CPU rund 1100 Euro. 31 Prozent mehr Geld, für 18 Prozent mehr Leistung.

Fazit

Wer auf der Suche nach einem neuen Rechner ist, sollte sich einmal bei Händlern für Gebraucht-IT umsehen. Zwar hat man damit nicht das allerneuste Modell, dafür aber Leistung, die nur wenig unter derer neuer Rechner anzusiedeln ist. Für viele ist – auch mich – ist das unerheblich, vor allem dann, wenn man den enormen Preisvorteil betrachtet. Bei Harlander.com bekommt man allerdings noch 1 Jahre Garantie oben drauf und kann diese auf Wunsch und gegen einen kleinen Aufpreis auf 2 Jahre erweitern. Auch für Betriebe und Schulen können Refurbished-PCs eine kostengünstige Lösung sein und sie können genau wie Neu-Rechner abgeschrieben werden. Zudem sind häufig auch größerer Mengen gleicher Modelle verfügbar.

Da es bei Harlander nicht nur Workstations, sondern auch andere Desktop-PCs, Displays, Netzwerk-Hardware und auch Notebooks gibt, habe ich mir auch gleich noch einen sehr kompakten Dell OptiPlex 790 angeschafft, der zukünftig die Hausautomation übernehmen wird. Daher bieten sich Gebrauchte PCs und Notebooks auch für kleinere Server-Anwendungen im Haus an und auch im Kinderzimmer reißen sie kein großes Loch ins Budget.

Mehr Infos: harlander.com

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6 Responses

  1. Max

    Vielen Dank für den interessanten Artikel. Er hat mich bei meiner Komponenten Auswahl sehr inspiriert! Allerdings hätte ich eine Frage zur gewählten Grafikkarte. Die RX480 unterstützt ja kein CUAD, was bei Adobe Produkten (ich möchte Lightroom und PremierePro nutzen) doch eigentlich sehr zu empfehlen ist, oder hat sich das mittlerweile geändert? Ich bin momentan am überlegen entweder die RX480 oder die GeForce GTX1060 zu kaufen.

    Allerdings werden beide Karten nicht unter dem von Adobe empfohlenen Karten gelistet.

    https://helpx.adobe.com/de/premiere-pro/system-requirements.html

    Kannst du mir vielleicht weiterhelfen, welche besser geeignet ist?

    Beste Grüße und vielen Dank im Voraus,

    Max

    Antworten
    • nachbelichtet

      Das Gegenstück zu Nvidias CUDA bei AMD ist OpenGL und beides wird von Adobe unterstützt (da auch viele Mac AMD GPUs haben). Wenn man nur mir Photoshop und Lightroom arbeitet, bringt eine leistungsfähige Grafikkarte (egal ob CUDA oder OpenGL) gar nichts, denn diese wird nur in sehr geringem Maße gefordert. Unter Photoshop werden einige Effekte schneller dargestellt und bei Lightroom kann eine bessere Grafikkarte zur schnelleren Darstellung führen, wenn man 4k+ Displays einsetzt. Das wars dann aber auch schon.

      Wichtiger ist das bei Adobe Premiere Pro und After Effects – aber auch hier ist der Leisungszuwachs überschaubar und die Beschleunigung beschränkt sich auf einige echtzeitfähige Effekte. Einzig wenn man unter AE 3D Raytracing macht, ist eine starke GPU von Vorteil.

      Ich habe mich für die RX480 entschieden, da sie in eingen Bereichen tatsächlich gleichauf mit einer 1070 und sogar 1080 ist, die für mich im 3D, CAD und bei DaVinci Resolve wichtig sind. Letzteres ist ganz entscheident von der Leistung der Grafikkarte(n) abhängig.

      Antworten
      • Max

        Vielen Dank für die schnelle Antwort und die ausführliche Erklärung! Dann wirds bei mir wohl auch eine RX480 werden…

  2. Markus

    Sehr guter Artikel, kann ich in vollem Umfang zustimmen!

    Habe selbst schon Firmen mit refurbished Geräten bzw Leasingrückläufern ausgestattet und bis dato noch nie mehr Probleme gehabt als bei neuen Systemen, die gut und gerne mit der doppelten Investionssumme zu Buche schlagen würden.

    Selbst nutze ich zB auch die generalüberholten Geräte von Apple – habe mtrwl 4 Macs (Pro, Air) und div. iPads darüber bezogen und noch keinen Ausfall bzw Defekt der Geräte gehabt.

    Wer nicht immer die Neuste und Schnellste Hardware haben muss, fährt mit einem überholten Gerät, mit ausgereifter und überholter Technik evtl sogar zuverlässiger als mit einem Neugerät. Schlussendlich muss ein aktuelles Betriebssystem und div Anwendungen performant und stabil auf dem System laufen – dabei ist es sekundär ob man nun ein Gerät mit aktuellen Chipsatz verwendet oder den der letzten oder vorletzten Generation.

    Ich bevorzuge seit ca. 2011 diesen Weg beim Ersatz oder einer Neuanschaffung von Hardware und bin bisher sehr gut damit gefahren.

    Antworten
  3. Frank

    Ich habe selbst meinen Dell-PC (RAM+SSD) aufgerüstet, da er mir immer noch treue Dienste leistet. Über eine gebrauchte Workstation mit Xeon E3 oder gar E5 sollte man echt mal nachdenken. Ich habe gleich mal auf HP von Harlander geschaut und war sehr überrascht. Danke für diesen Artikel. Solche Informationen findet man selten.

    Antworten
  4. Michel

    Gutes Thema, ich denke wir sind endlich in einer Zeit angekommen, in der man nicht unbedingt jedes 2te Jahr updaten braucht. Für alle allgemeinen Aufgaben wie Office oder Internet oder Multimedia sind selbst 3 oder 4 Jahre alte PCs vollkommen ausreichend. Ich denke da zB an die kompakten Buisness Geräte von Lenovo, Dell oder HP die man gebraucht aber günstig in der Bucht kaufen kann. Immerhin waren diese Geräte teilweise mal richtig teuer. Und die verbauten Teile sind oftmals auch qualitativ hochwertiger, sodass man noch eine gute Weile Spass daran hat.
    Wenn so ein PC noch nicht ganz so alt ist und man hat die Möglichkeit (und den Mut) eine SSD nachzurüsten (ggfs. auch etwas RAM-Speicher), dann hat man für o.g. Aufgaben das Look&Fell eines modernen PCs. Und das für wenig Geld.

    Antworten

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