Adobe hat mit der Creative Cloud gleich zwei Lightroom-Versionen am Start. Während Lightroom CC Classic der Nachfolger und direkte Erbe der bisherigen Lightroom 6 Kaufversionen ist, hat man mit Lightroom CC eine komplett neue Version mit anderem Grundkonzept im Angebot. Zwar fehlen Lightroom CC (noch) einige Funktionen, trotzdem kann es eine gute Wahl für bestimmte Anwendergruppen sein.

Was unterscheidet die beiden Lightroom CC-Versionen eigentlich? Mit der Namensgebung hat sich Adobe meiner Ansicht nach keinen Gefallen getan. So suggeriert das „Classic“ irgendetwas veraltetes und obsoletes. Dabei ist es weiterhin die Lightroom-Version mit dem umfangreichsten Versionsumfang und eher als „Pro-Version“ zu sehen. So bekommt man nur hier z. B. Smart Sammlungen, das Print-Modul, HDR- und Panorama-Funktionen etc.

Der Funktionsumfang von Adobe Lightroom CC wurde hingegen auf die wichtigsten Features und eine einfache Bedienung optimiert. Zudem bekommt man nur hier die intelligente Bildersuche auf Basis von Adobe Sensei, welche passende Fotos findet, auch wenn diese keinerlei Stichwörter haben.

Der große Unterschied für den Anwender ist, dass Lightroom Classic CC alle Fotos und die Kataloge auf einem lokalen Laufwerk sichert, während Lightroom CC dazu die Creative Cloud nutzt. Also ähnlich wie bei Dropbox oder Google Photos werden die Fotos nach dem Import in den Cloud-Speicher hochgeladen und auch alle Metadaten wie Keywords und Bearbeitungseinstellungen werden dort gespeichert. Dazu stellt Adobe im Abo großzügige 1 TB Speicherplatz (kostenpflichtig erweiterbar) zur Verfügung.

Lightroom CC für Backup-Muffel

Gerade darin liegt für viele Anwender auch der größte Vorteil von Lightroom CC, denn man muss sich keine Gedanken über Backups machen. Genau um dieses Thema machen sich viele Fotografen erst Gedanken, wenn es bereits zu spät ist – auch wenn ich hier regelmäßig predige, dass das kein überflüssiger oder gar komplizierter Luxus ist. Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, kann zusätzlich eine lokale Version der Originale auf seiner Festplatte sichern.

Lightroom CC für anspruchsvolle Smartphone-Fotografen

Kürzlich habe ich ja geschrieben, dass ich sehr viel mit dem Smartphone fotografiere und dank ausgezeichneter Kameramodule und dem DNG-Format der Samsung S-Serie, lässt sich damit jede Menge anstellen. Die mobile Variante von Lightroom CC bringt einen ähnliche Funktionsumfang wie die Desktopversion mit und synchronisiert gemachte Fotos automatisch mit der Creative Cloud.

Damit lassen sich Handyfotos bequem am Desktop – oder auf dem Tablet – bearbeiten, sortieren und verwalten.

Lightroom CC für Reisefotografen und Reiseblogger

Gerade unterwegs ist die Datensicherung nicht immer ganz einfach. Ein Internet-Cafe oder öffentliches W-LAN findet sich aber heute praktisch überall auf der Welt. So lassen sich die wertvollen Reisefotos unterwegs sichten, man kann grundsätzliche Bearbeitungen bereits vornehmen und daheim synchronisiert man die Fotos mit Lightroom CC oder Classic CC.

Lightroom Mobile auf einem Android Smartphone

Genau das ist auch ein wichtiger Punkt: Lightroom CC ist keine Einbahnstraße. Man kann die Daten auch jederzeit mit der „herkömmlichen“ Lightroom-Version bearbeiten und verwalten – und umgekehrt – sofern man beide Versionen hat. Diese bekommt man im Creative Cloud Foto-Abo mit 20 GB Cloud-Speicherplatz für 11,89 Euro.

Wer hingegen auf Lightroom Classic CC verzichten kann, bekommt für den gleichen Preis Lightroom CC, dafür aber mit 1 Terabyte Speicherplatz.

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