Tja, da holt einen die Vergangenheit ein … jetzt bin ich doch schon gut 11 Jahre im Internet tätig, habe alles mögliche erlebt und mitgemacht und bin bei einer Suche nach „Markus Dollinger“ auf Relikte früherer Schaffenskraft gestoßen. Fast genau vor zehn (!!) Jahren, habe ich mich mit dem absolut neuen und „hippen“ Thema PGP […]

Dieser Beitrag wurde 2007 veröffentlicht.
Seitdem hat sich viel getan und manche Informationen und Links sind vielleicht nicht mehr aktuell!

Tja, da holt einen die Vergangenheit ein … jetzt bin ich doch schon gut 11 Jahre im Internet tätig, habe alles mögliche erlebt und mitgemacht und bin bei einer Suche nach „Markus Dollinger“ auf Relikte früherer Schaffenskraft gestoßen. Fast genau vor zehn (!!) Jahren, habe ich mich mit dem absolut neuen und „hippen“ Thema PGP (Pretty Good Privacy) beschäftigt und dazu eine Abhandlung geschrieben. Ich erklärte damals Funktion, Nutzen und Anwendung des Verschlüsselungsprogramms. Zu finden sind die Teile meiner damaligen Seite (noch mit meiner „exklusiven“ E-Mail-Adresse der Stadt Hof: markus.dollinger@hof.de) noch heute unter:

Bei der WayBackMachine bekommt man sogar noch die alten Buttons etc. zu sehen. Die Bilder von den Schlüsseln habe ich übrigens damals von meinem eigenen Schlüsselbund mit meiner Superduperhighend-FürWasBrauchtDerDollingerSoEineDigitalKamera – Die werden sich ohnehin niemalsdurchsetzen – Olympus CamMedia C400 gemacht. Die gab es damals für sagenhaft günstige 750 DM beim Mediamarkt um die Ecke. Bücher von damalsNoch älter ist mein „Eiersalat Rezept“ bei Computer-Kochen vom 27.11.1996 – damals hatte ich meine Homepage beim neugegründeten Bürgernetz Verein Hof e.V. und meine E-Mail und den Internetzugang bei Aranea/Netsurf. Meine allererste Internetseite hatte ich 1995 bei Dom.de, die damals sagenhafte 500kB Speicherplatz auf ihren Servern umsonst zur Verfügung stellten. Meine ersten Internetexperimente „Pro-Pages“ sind leider nicht mehr auffindbar und leider habe ich aus dieser Zeit keine Backups mehr – CD-Rohlinge kosteten damals um die 25 DM pro Stück … Hier konnte man die ersten Erfahrungen mit HTML & Co. sammeln.

Mein erstes Buch zum Thema war HTML 3.0 aus dem Data Becker Verlag, gefolgt von Java 1.0 – damals waren JAVA-Applets absolut trendy und angesagt. Erste Linux-Erfahrungen wurden auf SuSE Linux 4.4.1 gesammelt und ein lauffähiger X-Server, Teles S.0 ISA-ISDN Karte samt dem neuen K-Desktop oder Enlightenment waren eine Befriedigung für sich.

Nach vielen PERL-Ausflügen kam dann 1998 die Skriptsprache PHP ins Spiel. In der damals nagelneuen Version 3.0 war es noch schwer, einen Provider zu finden und da man noch gute Beziehungen zum ehemaligen Arbeitgeber Hof-Online hatte, konnte man den Admin Gerhard S. dazu bewegen, PHP als CGI-Modul dem Apache unterzujubeln und einem auch noch eine MySQL-Datenbank anzulegen. Selbst meiner verwegenen Anfrage ImageMagick zu installieren, kam man nach.

Was aber ganz anders war: WIR WAREN STARS! Ja, wir waren mitten drin in der Dot.Com Blase. Wir hatten Ahnung vom Internet, wir schufen am laufenden Band neue Geschäftsmodelle wie z.B. die regionale Suchmaschine Telefranken (ein Wortspiel von mir – der ehemalige Fernsehtechniker Dollinger dachte dabei an Telefunken …), trafen uns als regionale Stars der New Economy wöchentlich zu unseren Meetings im Restaurant ein eines Hofer Hotels (na, Jürgen, Kathrin, Schaumi, Harald und Dieter – das waren Zeiten, oder !?), philosophierten über die Weltherrschaft und das 4-farbFarbdisplay des neuen Siemens S20 und wie klein Handys denn noch werden könnten – mehr Funktionen wären ja fast nicht mehr möglich und wenn jemand fragte, was man denn arbeiten würde, sagte man: „Ich baue Internetseiten und programmiere da ein paar Sachen in meiner Agentur“, was mit einem anerkennenden, aber unwissenden „Aaaaa!“ belohnt wurde – den Beruf des „Mediengestalters“ gab es noch nicht.

Ich baute damals Shops, Chats, Suchmaschinen, Foren, Gästebücher und … Redaktionssysteme – ein Begriff, der wie Donnerschall in den Ohren klang. Internetseiten vom Inhaber selbst verwaltbar, ohne dass dieser überhaupt eine Ahnung davon hatte, was da eigentlich im Hintergrund passierte. Das erste System kam Anfang 2000 bei Franks.net zum Einsatz und blieb 6 Jahre in Betrieb. Daraus entwickelte sich mein Lebenswerk „Sitemaker“ – ein CMS mit WYSIWYG-Editor, Staging, Benutzerverwaltung, Template-Management usw.. Man bekam damals Bierfilze über den Tisch geschoben, auf deren Unterseite ein Gehaltsangebot geschrieben war … kein Witz (du erinnerst dich, Achim?)!

Tja, das war ein kleiner Abriss meiner Internetpräsenz bis 2000. Danach ging es weiter mit dem Börsencrash, Ebay, einer kleinen Suchmaschine names Google und dem Niedergang der Dot.Coms, dem 11. September 2001, neuen Projekten im Bereich eLearning und der TK-Branche, einer neuen Agentur uvm.

… to be continued

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