Der fränkische Traditionshersteller Metz hat eine ganze Reiher neuer Blitzgeräte aufgelegt. Darunter nicht nur Leitzahl-Boliden, sondern auch sehr kompakte und trotzdem leistungsfähige Blitzgeräte. Zudem ist man nun auch mit Studioblitzen, Funkauslösern und allerlei Lichtformern am Start. Ich habe mir den mecablitz M400 und den mecablitz 26 AF-2 einmal genauer angesehen und, passend zur Weihnachtszeit, könnt ihr einen mecablitz 26 AF-2 gewinnen!

[UPDATE] Das Gewinnspiel ist vorbei und der Gewinner ist Hans-Joachim S. aus Gründau. Herzlichen Glückwunsch! Die Firma Metz hat den Blitz für deine Sony a7 II bereits auf den Weg gebracht.

Beginnen wir mit dem mecablitz M400, der auf der Photokina 2016 vorgestellt wurde. Was sofort auffällt, ist die sehr kompakte Bauweise der M400. Tatsächlich war ich überrascht wie kompakt der M400 ist.  Die Bauform passt auch besser zu den kompakten spiegellosen Kameras wie der Sony a7, a6500 oder der Fuji X-T2. Mit knapp 360 Gramm inkl. 4 Eneloop AA-Akkus ist er auch sehr leicht. Trotzdem ist eine Leitzahl von 40 bei ISO100 angegeben. Im Vergleich zum Metz M400, ist der mit Leitzahl 34 vergleichbare Nikon SB-5000, mit etwa 520 Gramm inkl. Akkus rund 160 Gramm schwerer. Angeboten wird der M400 für Nikon (iTTL), Canon (E-TTL), Sony (ADI), Fujifilm, Olympus / Panasonic / Leica (Micro-Four-Thirds- / Four-Thirds-TTL-Blitzbetrieb ) sowie Pentax-Kameras (P-TTL).

Metz-M400-Blitzgeraet

Äußerlichkeiten: Kompakt und solide verarbeitet

Der Metz M400 fühlt sich gut verarbeitet an. Der, in beiden Richtungen um 180 Grad (!) dreh- und um 90 Grad schwenkbare Reflektor, wird von einem Metallgelenk gehalten, das angenehm und sicher einrastet. Trotz der kompakten Abmessungen muss man jedoch nicht auf eine ausziehbare Weitwinkelstreuscheibe und eine Reflektorkarte verzichten. Der eingebaute Zoom-Motor ist angenehm leise, flott und bietet einen Bereich von 24-105 mm. Der Blitzschuh ist aus Metall und durch die typische Rändelmutter verriegelbar. Das Batteriefach ist gut erreichbar und das Einlegen der Batterien gibt keine Rätsel auf.

Metz-M400-Blitzgeraet

Betriebsarten und Ausstattung

Auf der Rückseite befindet sich eine 4-Wege Wippe im Gamepad-Stil, ein kleiner transparenter Knopf, der gleichzeitig als Einschalter und Bereitschaftsanzeige dient, sowie ein schmales Display im Hochkantformat. Dieses Display ist wohl eines der auffälligsten Ausstattungsmerkmale des mecablitz M400, denn es arbeitet sehr hell, kontrastreich und scharf dank OLED-Technik. Die Menüführung ist Metz sehr gut gelungen. Es stehen ein vollautomatischer Modus, TTL mit Belichtungskorrektur, manueller Modus, Master und Slave Funktionen für entfesseltes Blitzen und automatisches Aufhellblitzen (z. B. bei Gegenlicht). Zudem versteht er sich auf Highspeed-Synchronisation (HSS) und kann auf den ersten und zweiten Verschlussvorhang synchronisieren. Wer möchte kann zwei Einstellungen als User-Funktionen F1 und F2 ablegen und bequem wieder aufrufen.

Die Betriebsart wird ganz einfach durch einen Druck auf die linke Taste und anschließendes auf- abscrollen ausgewählt. Bestätigt wird ganz intuitiv mit der Mitte der 4-Wege Wippe. Außer im vollautomatischen Betrieb, kann über auf und ab die Blitzleistung eingestellt, bzw. korrigiert werden. Ein Druck auf die rechte Taste bringt einem zu den Grundeinstellungen der M400. Das Display kann in zwei Stufen in der Helligkeit angepasst werden. Der Zoom kann von automatisch auf manuell umgestellt werden. Die Kanäle und Gruppen für Master und Slave-Betrieb lassen sich von hier aus konfigurieren. Das Autofokushilfslicht kann abgeschaltet werden.

Sehr nützlich und recht selten anzutreffen ist die Betriebsart „LED“. Damit hat man ein Video-Licht mit 100 Lux/1m zur Verfügung, das sich in 6 Stufen regeln lässt. Für schnelle Videoaufnahmen bei wenig Licht oder Gegenlicht ist das mehr als eine nette Zugabe.

Eine sehr netter Gag, der aber gerade am Anfang sehr nützlich sein kann, ist die „Manual“ Einstellung. Hier bietet der M400 einen QR-Code auf dem Display an, den man mit dem Smartphone scannen kann und zur Bedienungsanleitung im Netz führt. Eine USB-Buchse dient zur Verbindung mit dem Rechner, denn die Firmware des M400 kann vom Benutzer selbst aktualisiert werden.

Im Lieferumfang befindet sich eine Aufbewahrungstasche sowie ein schicker Blitzfuß für den Slave-Betrieb.

In der Praxis

Durch seine Kompaktheit ist der M400 auf der Kamera weniger zu spüren, als ein Systemblitzgerät in normaler Baugröße. Auch wird die Kamera dadurch nicht kopflastig. Viel wichtiger ist jedoch, dass der mecablitz M400 zu jedem Zeitpunkt korrekt belichtete Ergebnisse abliefert. Ich habe ihn an meiner Nikon D750 getestet und die iTTL-Kommunikation funktioniert offensichtlich einwandfrei. Dabei informiert das scharfe Display in jeder Umgebung stets über den Betriebszustand, Reichweite und Belichtungskorrektur. Bei voller Blitzleistung ist der M400 nach etwa 1,5 Sekunden wieder aufgeladen. Das indirekte Blitzen gegen die Zimmerdecke etc. stellt den M400 vor keine Probleme. Auch hier ist die Belichtungssteuerung sehr gut.

Metz-M400-Blitzgeraet

Ein etwas längerer Druck auf die Mitte der Tasterwippe informiert übrigens immer über die aktuellen Einstellungen hinsichtlich Autofokusmesslicht, Zoomeinstellungen etc. Auch wenn der M400 niedriger über dem Objektiv sitzt, als ein großer Systemblitz, sind z. B. beim Tamron 24-70 F/2.8 keinerlei Abschattungen durch das Objektiv festzustellen.

Metz-M400-Blitzgeraet

Das geringe Gewicht macht sich gerade bei längeren Shootings, z. B. bei Veranstaltungen etc. sehr angenehm bemerkbar. Durch die recht hohe Blitzleistung hat man auch nicht das Gefühl, dass man einen größeren Blitz bräuchte. Zudem lässt sich der M400 auch als Slave für ein entfesseltes Blitzsetup einsetzen und eignet sich damit auch sehr gut als Zweitblitz. Im Master und im Slave-Betrieb werden die Gruppe und der Kanal zuverlässig übertragen, bzw. empfangen. Der gemischte Betrieb mit anderen i-TTL und Nikon Lighting-System fähigen Blitzen war ebenso möglich. Beim LED-Videolicht war ich skeptisch. Tatsächlich ist es aber erstaunlich hell und sinnvoll nutzbar. Natürlich ersetzt es kein richtiges Licht-Setup, kann aber gerade bei leichtem Gegenlicht aufhellen und bei ohnehin ausreichender Beleuchtung das Hauptmotiv deutlicher herausstellen.

Fazit

Der Metz mecablitz M400 ist sehr gut verarbeiteter und ebenso gut ausgestatteter Systemblitz, der für alle gängigen Kamerasysteme zur Verfügung steht. Durch die hohe Blitzleistung von LZ 40 und das kompakte Gehäuse ist er auch ein idealer Begleiter auf Reisen und findet in den meisten Fototaschen noch Platz. Sehr gut ist das scharfe und helle OLED-Display, das trotz der kleinen Abmessungen alle wichtigen Infos zuverlässig erkennen lässt. Die Bedienung geht flüssig und ist logisch aufgebaut. Das LED-Videolicht sorgt bei schlechten Lichtverhältnissen für genügende Ausleuchtung und ist erstaunlich leistungsfähig.

Mit etwa 230 Euro ist es preiswert und nicht nur für Blitzeinsteiger eine echte Empfehlung. Auch fortgeschrittene Nutzer oder Fotoprofis dürften ihre Freude am M400 haben und als Zweit- oder Drittblitz kann er ein Wireless-Setup ergänzen.

Mehr Infos gibt es bei Metz mecablitz

Mitmachen und einen Metz mecablitz 26 AF-2 gewinnen!

Der Metz Mecablitz 26 AF-2 ist der kleinste Blitz aus dem Programm des fränkischen Herstellers. Dabei bietet er in einem äußerst kompakten Gehäuse (was nicht zuletzt den Einsatz von zwei AAA-Batterien, statt der typischen 4x AA zurückzuführen ist), eine Leitzahl von 26. Er kommuniziert über die TTL-Betriebsarten der jeweiligen Systeme mit der Kamera, kann als Slave angesteuert werden und bietet auch ein LED-Videolicht. Sogar eine Streuscheibe fand in dem etwa Zigarettenschachtel großen Gehäuse Platz. Für breitere Ausleuchtung gibt es eine aufsteckbare Weitwinkelstreuscheibe.

Ebenso wie der M400 belichtet der kleine Mecablitz 26 AF-2 zuverlässig und automatisch. Im Gegensatz zum internen Blitz der Kamera, kann man mit dem 26 AF-2 auch indirekt Blitzen, da sich der Reflektor um 90 Grad nach oben drehen lässt und durch den größeren Abstand des Reflektors zur Kamera ist der Roteaugen-Effekt geringer und größere Objektive schatten das Blitzlicht nicht ab. Die Streuscheibe ist im 45 Grad Winkel angeordnet, sodass beim Blitzen gegen die Decke ein gewisser Anteil Direktlicht zum indirekt abgegebenen Licht gemischt wird.

Den Metz mecablitz 26 AF-2 gibt es für knapp unter 100 Euro. Da man aber zu Weihnachten schon genug Geschenke kaufen muss, könnt ihr einen mecablitz 26 AF-2 ganz kostenlos bei mir abstauben! Schreibt einfach einen Kommentar mit eurer Kameramarke und mit etwas Glück könnt ihr einen 26 AF-2 passend zu eurem System gewinnen.

Teilnahmeschluss ist der 11.12.16 um 23:59 Uhr. Der Gewinner wird per E-Mail benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Gewinn kann nicht bar ausgezahlt werden. Der Teilnehmer muss mindestens 18 Jahre als sein.

Eure Kommentare sind nicht sofort sichtbar, also bitte nur einmal abschicken!

177 Responses

  1. Johnny

    Ich könnte noch einen kleinen Blitz für meine Ricoh GR brauchen, ist zwar nicht
    kompatibel, aber da er ist ja auch manuell einstellbar !

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  2. Michael

    Wow, das wäre ein optimale Ergänzung zu meiner Canon G1X.

    Aber natürlich drücke ich auch allen anderen die Daumen.

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  3. Manuel

    Ein Aufsteckblitz fehlt noch in meiner Ausrüstung, den könnte ich oft brauchen.
    Ich und meine Canon 600D würden sich freuen 🙂

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  4. Thomas G.

    Ein sehr informativer Artikel und da die 5D III keinen Blitz hat, würde sie sich darüber freuen und ich mich auch.

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  5. Hermann Schöffel

    Der würde einem Anfänger, der nur eine Bridge-Kamera hat gut zu Gesicht stehen. Danke dafür
    Panasonic Lumix FZ 150

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