Auch MOTU folgt dem Trend und hat ein hochwertiges Audiointerface angekündigt, das trotzdem sehr kompakt und damit mobil ist. Track 16 nennt sich dieses neue Produkt und dürfte nicht nur für Musiker, sondern auch für anspruchsvolle Videofilmer interessant sein.

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Dieser Beitrag wurde 2012 veröffentlicht.
Seitdem hat sich viel getan und manche Informationen und Links sind vielleicht nicht mehr aktuell!

Wie der Name schon vermuten lässt, bekommt man beim Track 16 nicht weniger als 16 Eingänge, davon 8 analog mit Preamps, gleichzeitig zur Verfügung gestellt, wobei das Interface per USB oder Fireware angeschlossen werden kann und damit auch mit Strom versorgt wird (Bus-powered).

Im Mittelpunkt steht ein großer Encoder, der viele Funktionen des Interfaces ganz ohne die Software steuern kann, wird dieser doch von 10 Tastern und 8 LED Ketten umrahmt, welche präzise Auskunft über den Eingangspegel geben.

MOTU Track 16 Audio Interface

Dass so viele Ein- und Ausgänge nicht in das kompakte (12,7 × 21,27 × 2,86 cm) Vollmetallgehäuse passen, ist verständlich – darum werden weitere I/Os per Kabelpeitsche bereitgestellt – eine Lösung, die man auch von anderen bekannten Herstellern kennt.

Im Interface selbst befinden sich aber ein Kopfhörer-Ausgang, der gleich mal als 6,3 und 3,5mm Klinkenbuchse ausgeführt ist (ideal, wenn man nur mit iPod-Kopfhörern unterwegs ist), ein optischer S/PDIF, der auch als ADAT I/O dienen kann sowie ein hochohmiger (Hi-Z) Instrumenteneingang und Line-Eingang.

Die symmetrischen XLR-Eingänge werden natürlich mit 48V Phantomspeisung versorgt und somit können auch hochwertige Kondensatormikrofone angeschlossen werden.

Track 16 Breakout-Kabel

Zur Freude vieler hat man auch nicht auf MIDI-In und Out verzichtet. Wem Kabelpeitschen nicht so genehm sind, kann auch auf eine optional erhältliche Break-Out Box ausweichen.

Damit aber noch nicht alles, denn man hat dem kleinen Audio-Interface auch noch einen DSP spendiert, den man auch z. B. schon vom MOTU 828 Mk III kennt. Damit hat man einen parametrischen EQ und einen klassischen Kompressor pro Kanal zur Verfügung, der auf Wunsch auch gleich auf die Spur aufgenommen werden kann. Videofilmer können damit gleich einen perfekten VoiceOver realisieren, der ohne weitere Nachbearbeitung einsetzbar ist.

Für den perfekten Kopfhörer-Sound sorgt ein Reverb. Alle Einstellungen und Mixe kann man abspeichern und bei Bedarf wieder aufrufen. Eine Metering-Software samt FFT-Analyzer und Stereometer liefern schon vor der Aufnahme verlässliche Daten über das Signal.

Der DSP-Mixer des MOTU Track 16

Der Clou ist aber die Möglichkeit, das Interface per iPad „fernzusteuern“ und zwar über die bekannte TouchOSC-Software von Hexler.

Wer mehr symmetrische Eingänge benötigt, kann das Interface z. B. mit einem MOTU Pre verbinden oder mit anderen MOTU-Interfaces koppeln.

Das MOTU Track 16 dürfte ein absoluter Knaller werden, zumal man den Einstandspreis wohl im Bereich der günstigeren MOTU Interfaces einordnen darf. Die Verfügbarkeit ist noch nicht bekannt.

Mehr Infos gibt es auf MOTU.com

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