Ja, es gibt sie noch, die guten Dinge – Tools die einem schon beim allerersten Einsatz begeistern und die man nicht mehr missen möchte. Für Fotografen ist der Joby Gorillapod sicher eines dieser Tools und das ab schlappen 25€. Gerade wenn man unterwegs ist, möchte man nicht immer ein großes Stativ mitschleppen und im Urlaub […]

Dieser Beitrag wurde 2007 veröffentlicht.
Seitdem hat sich viel getan und manche Informationen und Links sind vielleicht nicht mehr aktuell!

Ja, es gibt sie noch, die guten Dinge – Tools die einem schon beim allerersten Einsatz begeistern und die man nicht mehr missen möchte. Für Fotografen ist der Joby Gorillapod sicher eines dieser Tools und das ab schlappen 25€.

Gerade wenn man unterwegs ist, möchte man nicht immer ein großes Stativ mitschleppen und im Urlaub ist es mit dem beschränktem Gewicht beim Reisegepäck ohnehin kaum möglich oder sinnvoll.

Kleine Stative wie mein bisheriges „Reisestativ“, das SLIK Mini Pro III sind zwar sehr stabil, standfest und trotzdem rel. leicht, benötigen aber immer einen geraden Untergrund und recht viel Standfläche, wenn auch die SLR mit Objektiv und Blitz sicher stehen soll.

Die optimale Lösung – und das nicht nur auf Reisen – ist hier das Joby Gorillapod SLR (Zoom). Das ungewöhnlich aussehende Stativ ist durch seine flexiblen, gummierten „Kugelbeine“ extrem vielseitig einsetzbar, so dass nahezu alles, was einigermaßen fest steht, als Stativ dienen kann – quasi der Harry Potter der Fotostative …
An der Deckenbeleuchtung hängendEgal ob Balkongitter, Autotüre oder Außenspiegel, Fahrrad, Zimmertüre, Baum, Straßenlaterne usw. – überall lässt sich die Kamera mit dem Gorillapod befestigen. Unebene Untergründe sind ebenso kein Problem wie schmale Vorsprünge oder Fensterbretter. Wenn eine geeignete Befestigungsstelle gefunden wurde, hält der Gorillapod die Kamera bombenfest und erschütterungsfrei.

Sinnvoll ist allerdings ein zusätzlicher Kugelkopf am Gorillapod, da man damit die Kamera genauer positionieren und drehen kann. Ich nutze dazu den hervorragenden Kugelkopf des Slik, der sich abnehmen und auf das Joby schrauben lässt. Die Kombination Slik-Kugelkopf und Joby Gorillapod SLR Zoom wiegt gerade mal 340 Gramm – das ist mehr als reisetauglich.

Das SLR Zoom hält dabei auch SLRs mit großen Objektiven, bis zu einem Gesamtgewicht von 3kg, d.h. z.B. eine Nikon D200 mit 18-200 VR Objektiv und Blitz!

Ich würde das SLR Zoom der SLR-Version bei Spiegelreflexkameras generell vorziehen, da es einfach stabiler ist, der Preisunterschied ist auch zu gering (SLR ca. 36€, SLR Zoom 50€), als dass man hier Kompromisse eingehen müsste, allerdings bieten das kleine Original und das SLR eine Schnellwechselplatte, die das SLR Zoom (wohl aus Stabilitätsgründen)nicht hat (lässt sich aber ja über einen entsprechenden Kugelkopf kompensieren).

Am Türrahmen verzurrtFür größere Bridge-Kameras wie z.B. die Panasonic FZ50 oder auch aktuelle Camcorder, ist das SLR auf jeden Fall geeignet und für die kleinen „Knipsen“ gibt es das günstige „Gorillapod Original“, welches durch das geringe Gewicht der Mini-Kameras noch mehr Befestigungsmöglichkeiten bietet, da hier das Stativ weniger zum Rutschen neigt.

Für mich ersetzt das Joby mittlerweile oft das richtige Stativ, da es so einfach zu handhaben und immer dabei ist, an den unmöglichsten Stellen Platz findet und es dadurch ungewöhnliche Perspektiven ermöglicht. Hier schlummert unheimliches Potential für kreative Bilder z.B.:

  • Innenraumfotos von Autos, in dem man den Gorillapod am Lenkrad oder Rückspiegel befestigt – noch ein starkes Weitwinkelobjektiv oder Fisheye, Fernauslöser und schon gelingen außergewöhnliche Fotos, ohne Ausbau der Frontscheibe 😉
  • Hängende Kamera, an einer Deckenlampe befestigt, mit Weitwinkel und Infrarot-Fernauslöser :-))
  • Befestigung am Fahrradlenker (Videokameras)

An der AutotüreAuch die HDR-Fans haben jetzt immer die Möglichkeit, unverwackelte Belichtungsserien zu machen, da das Gorillapod immer in der Fototasche ist und es bestimmt einen geeigneten Befestigungspunkt gibt.

Eine weitere Anwendung ist, die Gorillapods als kleine Helferlein für die Positionierung von Blitzgeräten im Slave-Betrieb oder Reflektoren einzusetzen.

Also, ihr seht schon – das ist ein Zubehörteil, das so richtig zu Begeistern vermag. Man kann das Stativ aber auch ganz normal hinstellen 😉

Joby am Geländer Joby am Außenspiegel Auf unebenen Untergrund Hängend an einem Blumentopf (Makrofotografie)

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3 Responses

  1. Frank

    Die scheinen ja wirklich alles zu halten, für mich und den Rollstuhl wäre das auch was. Nur müsste das dann Höher sein, sonst kann ich nicht durch den Sucher schauen.

    Antworten

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