WordPress schneller machen – die Technik hinter nachbelichtet.com

Nachbelichtet läuft nun seit 14 Jahren (!!) mit Wordpress. Zig Themes, Plugins und Wordpress-Performance-Tipps später, habe ich wohl die optimale Einstellung für nachbelichtet gefunden.

100 Bildoptimierungen pro Monat gibt es kostenlosen. Allerdings solltet ihr bedenken, dass auch die unterschiedlichen Formate, die WordPress normalerweise automatisch erzeugt vom Kontingent abgezogen werden. Es gibt monatliche Pläne, aber auch Prepaid-Varianten ohne Zeitbegrenzung. Ich habe hier das 30.000 Bilder Paket für 19,99 $.

Die eingebaute Vergleichsansicht von Shortpixel
Die eingebaute Vergleichsansicht von Shortpixel

Tatsächlich sehen die optimierten Bilder teilweise besser aus als das Original, da Short Pixel einen sehr schönen Schärfungsalgorithmus anwendet. Man kann außerdem zwischen einem Lossy-Modus, der auf kleinste Dateigröße optimiert und einem Glossy-Modus, der gute Qualität mit möglichst kleinen Dateien kombiniert, wählen. Eine eingebaute Vorher/Nachher Vergleichsfunktion hilft bei der Beurteilung der Optimierung.

Ihr könnt Short Pixel unverbindlich testen – einfach ein Bild über das Webinterface hochladen und das Ergebnis begutachten!

Wann ist ein CDN sinnvoll?

Content Delivery Networks (CDN), sind für viele das Patentrezept gegen eine langsame Website. Tatsächlich bieten Firmen wie CloudFlare oder KeyCDN teilweise kostenlose Lösungen an, deren Funktionsumfang zunächst schlüssig erscheint. Darunter auch Funktionen, die wir gerade schon besprochen haben: Caching, Zusammenfassung und Komprimierung von Javascripts, CSS etc. Zudem können CDNs Lastspitzen abfangen und (teilweise) ohne Zutun des eigenen Servers bedienen. Häufig sind auch Funktionen gegen DOS-Attacken oder Serverausfälle sowie zur Abschottung gegenüber Bots und Spammern enthalten.

Um ein CDN für die gesamte Seite nutzen zu können, müssen die DNS-Einträge der Domain abgeändert und gegen DNS-Server der CDN-Anbieter ausgetauscht werden. Damit gibt man die Erreichbarkeit der Seite in die Hände der Anbieter. Alle Anfragen werden damit über den CDN-Anbieter geleitet, der Kopien der Daten auf seine weltweit verteilten Nodes speichert. Damit hat ein Besucher aus den USA praktisch eine Kopie der Seite auf einer Node in seiner Nähe. Ebenso ein Besucher aus Japan, Australien oder Südamerika.

China ist hier übrigens nur mit Einschränkungen vertreten. Die CDN-Nodes der gängigen Anbieter stehen hier meistens nur in Shanghai oder Hongkong. Premium-Anbieter wie Akamai und neuerdings auch Alibaba bieten mittlerweile auch Standorte in Mittel- und Nordchina an. Dazu ist aber eine sog. ICP-Lizenz oder ICP-Registrierung notwendig, die von der chinesischen Regierung ausgegeben wird.

TheAndrasBarta / Pixabay

Betreibt man eine Seite, die z. B. nur auf deutschsprachige Besucher ausgerichtet ist, kann ein CDN den Zugriff sogar deutlich verlangsamen. CDNs sind für die Erreichbarkeit einer internationalen Seite aus allen Teilen der Welt ausgelegt. Hat man ein solches Angebot, macht ein CDN durchaus Sinn. Will man hingegen nur Besucher aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ansprechen, kann das Routing über den CDN-Anbieter und dessen Standorte sehr viel mehr Zeit in Anspruch nehmen, als der direkte Zugriff aus der Region auf einen regionalen Server mit guter Anbindung.

Das WordPress Plugin „Jetpack“ bringt ein eigenes CDN für Bilder mit. Tatsächlich verlangsamt die Nutzung dieses CDNs ein deutsches WordPress-Blog erheblich.

Die Sicherheitsfunktionen vieler CDNs kann man mit einem Tool wie WP-Wordfence gut ersetzen. Eine Firewall vor dem Webserver ist auch sehr hilfreich. Ein gut optimierter Webserver sollte auch Lastspitzen abfedern können. So kann man bei Sendungen wie „Die Höhle der Löwen“ oft beobachten, dass die Webseiten der Gründer regelmäßig in die Knie gehen und die Seite während der Ausstrahlung nicht erreichbar ist (besonders peinlich ist das, wenn Mr. „das skaliert nicht“ Thelen der Löwe ist …)

Da die Ausstrahlung einer solchen Sendung nicht überraschend kommt (und Normalsterbliche selten betreffen wird), kann man auch bei seinem (guten) Hoster anrufen und darum bitten, die Leistung für den genannten Zeitraum mal nach oben zu schrauben.

Kurz und gut: CDNs sind sinnvoll, wenn man ein englischsprachiges Blog betreibt und eine internationale Ausrichtung hat. Auch sehr exponierte Seiten profitieren von CDNs, wenn es um den Schutz gegen DOS Attacken oder um Lastverteilung geht.

Mein Fazit

WordPress Optimierung ist keine triviale Sache, die man mal so nebenbei macht. Man muss sich auch etwas mit der Technik dahinter befassen und testen, welche Lösung für das eigene Blog geeignet ist. Es gibt zwar jede Menge Plugins, welche eine einfache Optimierung versprechen, es hat aber keinen Sinn einfach ein Plugin zu installieren, weil es 500.000 andere auch installiert haben.

Noch viel wichtiger ist aber eine solide technische Basis. Sobald man ein Blog ernsthaft betreibt und auch kommerzielle Interessen damit verfolgt, sollte man auf einen soliden Hosting-Partner setzen. Shared-Hosting, also einfach „Webspace“ für 1,99 Euro im Monat wird nie eine zufriedenstellende Performance bieten.

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