Welches Arduino-Kit ist für den Einstieg sinnvoll?

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Mittlerweile gibt es auch unterschiedlich leistungsfähige und ausgestattete Arduino-Boards. Diese unterscheiden sich hauptsächlich durch andere ATMEL Mikrocontroller. Der klassische Arduino ist der UNO mit dem ATmega328P Controller. Dieser bietet 14 digitale Ein-/Ausgänge (I/O), 6 PWM I/Os und 6 analoge Pins. Er ist mit 16 MHz getaktet. Der Arduino Mega 2560 kann hingegen mit 54 digitalen I/Os, 16 analogen Inputs und mehr aufwarten.

Arduinos im Vergleich: (oben l. n. r.) Arduino Uno und Mega. Unten Arduino Nano, Micro, Tiny85 Board und ein ATTiny 45 als IC
Arduinos im Vergleich: (oben l. n. r.) Arduino Uno und Mega. Unten Arduino Nano, Micro, Tiny85 Board und ein ATTiny 45 als IC

Für den Einstieg genügt ein UNO jedoch vollkommen, zumal der UNO für Einsteiger etwas übersichtlicher als ein Mega 2560 ist. In der Praxis sprechen für einen Arduino Mega 2560 weniger die vielen Anschlüsse, sondern der 8 mal größere Flash-Speicher. Beim Uno stehen 32 kB für das Programm zur Verfügung. Beim Mega 2560 sind es 256 kB.

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Was ein Arduino-Kit nicht ist (oder sein sollte)

Man darf (oder sollte) die Arduino-Plattform nicht mit Lego Mindstorms oder anderen Baukästen vergleichen. Natürlich macht es Spaß mit den Kits alle möglichen Schaltungen aufzubauen. Es handelt sich aber um eine Entwicklungsumgebung was bedeutet, dass man darauf Ideen und Prototypen umsetzt, die man später als eigenes Gerät und fest verdrahtet in die Praxis und in den Praxiseinsatz überführt. Natürlich lassen sich aber Arduino und Lego (oder mein geliebtes Fischertechnik) prima miteinander einsetzen.

Da man mit den Kits mit Steckboards, sog. Breadboards, arbeitet und einfache Drahtsteckbrücken benutzt, wäre das im täglichen Einsatz nicht sehr robust. Hat man aber Spaß am Bau und der Programmierung von Robotern, die ständig erweitert oder umgebaut werden, ist auch die Breadboard-Lösung durchaus tauglich und verbreitet.

Arduino Uno mit fliegendem Aufbau auf einem Breadboard
Arduino Uno mit fliegendem Aufbau auf einem Breadboard

Für einfache Aufgaben die nur wenige Ein- und Ausgänge benötigen, muss man auch nicht immer ein komplettes Arduino-Board verbraten. Das kann man zwar günstig aus China bestellen, es gibt aber noch viel günstigere und kompaktere Lösungen. So gibt es kleinere Boards wie das Nano oder Micro und man kann mit einem Arduino-Board auch einen einzelne ATMEL Microkontroller wie den ATTiny45 programmieren, der weniger als einen Euro kostet. Dazu aber in einem meiner nächsten Beiträge mehr.

Zum Start genügt uns ein Arduino-Kit

Welches Arduino-Kit ist für mich richtig?

Das ist zunächst mal eine Frage des Geldbeutels. Gute Kits kommen von SunFounder und SainSmart. Hier gibt es sehr umfangreiche Kits mit praktisch allen wichtigen Bauelementen vom Widerstand über LEDs, Schrittmotoren, LC-Displays, Ultraschallentfernungsmessern, RFID-Lesern und Chips etc.

Eine sehr empfehlenswerte Alternative sind aber die Funduino-Kits. Diese sind zwar im Vergleich zu den oben genannten Kits etwas teurer, bieten dafür aber eine sehr gute Anleitung und schnelle Unterstützung durch den Hersteller. Das „Hello World“ des Arduinos, ist eine blinkende LED. Wie man das mit einem Arduino umsetzt, beschreibe die Anleitungen von Funduino sehr verständlich und ausführlich z. B. HIER. Grundsätzlich kann man aber die Anleitungen aller Kits nutzen, sofern man den gleichen Arduino-Typ und die entsprechenden Bauteile hat.

Bauanleitung von Funduino
Bauanleitung von Funduino für einen Wechselblinker

Im Set „UNO 3“ ist ein Arduino UNO enthalten, sowie ein Breadboard mit 700 Kontakten, 65 Breadboard-Kabel,Temperatursensoren, LEDs in vielen Farben, Lautsprecher, Potentiometer etc. Dieses Kit ist bereits für knapp 50 Euro erhältlich und bietet jede Menge Spaß und Experimente.

Da es sich bei den Bauelementen um ganz normale Elektronikbauteile handelt, kann man dieses Kit auch durch Erweiterungen anderer Hersteller ergänzen.

Kleiner Prototyp mit zwei kleinen Breadboards und einem 3D-gedruckten Case für den Uno
Kleiner Prototyp mit zwei kleinen Breadboards und einem 3D-gedruckten Case für den Uno

Wer gleich mehr möchte, kann das Funduino UNO 8 Kit wählen. Hier bekommt man dann auch gleich noch einen Schrittmotor, Servo, Fernbedienung, Bewegungsmelder, LC-Display und noch vieles mehr dazu. Mit dem mitgelieferten Regensensor, Temperaturfühler und Bodenfeuchtemesser, kann man auch schon eine kleine Wetterstation aufbauen.

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