Welche Grafikkarte nehme ich für Lightroom 6 / Lightroom CC 2015 und lohnt sich das überhaupt?

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In Lightroom 6 bzw. Lightroom CC 2015 setzt Adobe erstmalig auf die Unterstützung durch die GPU der Grafikkarte. Tatsächlich werden einige Funktionen dadurch spürbar flüssiger. Welche Funktionen von einer entsprechenden GPU profitieren, wie sich das zeigt und welche Grafikkarten sinnvoll sind, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Nachdem ich nun schon sehr viel mit Lightroom CC 2015 gearbeitet habe und den Vergleich auf mehreren Rechnern mit unterschiedlicher Grafikkarten-Konfiguration habe, möchte ich euch meine Erfahrungen und die aus verschiedenen Foren und Blogs zum Thema Lightroom und Grafikkartenbeschleunigung mitteilen.

Was wird überhaupt beschleunigt?

Das ist wohl zunächst der wichtigste Punkt bei diesem Thema: Eine Grafikkarte beschleunigt derzeit nur den Entwicklungsmodus und hier auch nur bestimmte Funktionen. So kann man weichere Übergänge und Bildschirmaktualisierungen feststellen, wenn man z. B. mit dem Belichtungsregler oder dem Tiefenregler arbeitet. Auch die Geschwindigkeit bei der Nutzung des Korrekturpinsels oder der Verlaufs- und Radialfilters nimmt zu.

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Wie sehr man hier von einer unterstützen Grafikkarte profitiert hängt dabei sehr stark von der genutzten Bildschirmauflösung ab. Ich arbeite mit einem 27 Zoll EIZO-Display und einem 30 Zoll HP Monitor die 2560 x 1600 Pixel Auflösung bieten. Adobe selbst gibt an, dass vor allem 4k-Displays und die neuen 5k Mac-Displays von der Grafikbeschleunigung profitieren.

Um es ganz klar zu sagen: Die Bibliotheksansicht, die Erstellung von Vorschaubildern, Umwandlung von RAW-Dateien in DNG etc. werden durch die Grafikkarte nicht beschleunigt.

Wer sich also hier mehr Performance erhofft, braucht keine neue Grafikkarte. Zwar hat Adobe in der neuen Lightroom-Version etwas an der Perfomance-Schraube gedreht, aber hier investiert man besser in mehr RAM und schnelle SSD-Festplatten.

Arbeitet man mit Dualdisplays, wird übrigens nur das erste Display beschleunigt, der zweite Monitor läuft hingegen ohne Grafikbeschleunigung. Ebenfalls seltsam ist, dass die Zoom-Funktionen bei aktivierter GPU-Unterstützung langsamer funktionieren als ohne.

Aktivieren der Grafikkartenbeschleunigung

In Lightroom 6/CC gibt es unter Bearbeiten/Voreinstellung (oder einfach STRG+U) einen neuen Tab „Leistung„. Findet Lightroom beim Start eine unterstützte Grafikkarte, wird diese normalerweise automatisch aktiviert.

Die Grafikkarteneinstellungen im Voreinstellungsmenü
Die Grafikkarteneinstellungen im Voreinstellungsmenü

Mindestvoraussetzung für eine solche Grafikkarte ist, dass diese OpenGL 3.3 beherrscht und über mindestens 1GB VRAM verfügt. Betreibt man 4K Displays, werden mindestens 2GB RAM auf der Grafikkarte empfohlen. Das beherrschen die meisten Grafikprozessoren (GPUs) der letzten 3-4 Jahre, sodass die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass eure Grafikkarte ohnehin schon geeignet ist.

Details der Grafikkarte
Details der Grafikkarte

Ist der Haken gesetzt und wird eine Grafikkarte angezeigt, läuft auch die GPU-Unterstützung bereits. Zusätzlich kann man sich mit einem Klick auf Systeminformationen über Details der Grafikkarte informieren.

Bei den On-Board Grafiklösungen von Intel muss es mindestens der Intel 4400 Grafikchip sein.

Man kann nun den Unterschied mit und ohne GPU-Unterstützung ganz einfach selbst testen, in dem man nun den Haken bei „Grafikprozessor verwenden“ herausnimmt und Lightroom neu startet (wichtig!).

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