Warum ich mir so bald keine neue DSLR mehr kaufen werde

Heute vor genau 3 Jahren habe ich mir meine letzte neue DSLR gekauft – die Nikon D750. Zu diesem Zeitpunkt war sie für mich die logische Nachfolge für meine Nikon D7000 und der Einstieg ins Vollformat. Schwenkbares Display, gute Videofunktionen, toller Sucher und lange Akkulaufzeit waren der Grund für den Kauf. Und natürlich die fabelhafte Bildqualität der D750. Alles in allem ein echter Fortschritt zur D7000 – und mit Funktionen auf die ich gewartet habe.

Um die D750 scharen sich etliche Objektive vieler Hersteller und Herstellungsjahre. Festbrennweiten, Ultraweitwinkel, hochwertige Zoom- und Teleobjektive sind ebenso dabei, wie einige Exoten aus den 70ern und 80ern. Dazu kommt noch jede Menge Zubehör wie Blitze, Fernauslöser etc. Einen Systemumstieg überlegt man sich allein deshalb schon zweimal.

Das Interesse an neuen Kameras verloren

Tatsächlich habe ich das Interesse an neuen Kameras in den letzten Jahren verloren. Das liegt auf der einen Seite daran, dass es keine wirklich interessanten und weltbewegenden Neuerungen gibt. Es liegt aber auch daran, dass meine Kamera schlichtweg all das zu leisten vermag, was ich benötige. Die Bildqualität ist mehr als ausreichend, die Ausstattung ebenso und ein paar Pixel mehr oder weniger sind mir herzlich egal. Zu schnell sind die Release-Zyklen. Zu gering die Verbesserungen. Zu hoch der Wertverfall.

Meine Sony RX100 III

Die DSLR kommt ohnehin nur noch zum Einsatz, wenn ich mit Blitz arbeite oder starken Weitwinkel und Zoom benötige. Ansonsten begleitet mich meistens meine Sony RX100 III – und das Smartphone. Im Urlaub ist die DSLR schon lange nicht mehr dabei – und die Fotos sind deshalb kein bisschen schlechter. Und dann ist da ja auch noch meine Sony NEX-6 mit allerlei Objektiven. Ach ja – und das Smartphone natürlich auch:

Smartphone Fotografie

Die großen Innovationen fehlen

Von meiner ersten DSLR, einer Nikon D70, war es auf die D7000 ein enormer Schritt hinsichtlich Auflösung, Dynamikverhalten, Geschwindigkeit etc. Dazwischen hatte ich noch eine D80 als Zweitkamera und eine D200 – beide hätte ich getrost auslassen können. Zwischendurch hatte ich auch mal eine Canon 600 D, die ich spottbillig gebraucht erstanden, und mit Magic Lantern ausschließlich für Videos genutzt habe.

Die alte Nikon D80

Seit der D750 gab es aber kein Modell – auch bei keinem anderen Hersteller – welches mich zu einem Neukauf hätte verleiten können. Sonys Alphas sind mir zu klein, die Akkulaufzeiten zu kurz und ich mag im Studio einfach keine elektronischen Sucher.

Was mich besonders ärgert ist, dass Funktionen wie WiFi noch immer praktisch unbrauchbar sind. Eine Kamera, die man im Studio zuverlässig per WiFi-Tethering kontrollieren und auslösen könnte, die dann auch noch ihre Daten – ganz ohne Umwege über Apps und Clouds – direkt auf ein Netzlaufwerk speichern kann. Meinetwegen per FTP – aber eben direkt.

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