Fotokunst

„Mann, Mann, Mann!“ würde Atze Schröder wohl über das sagen, was man so an selbsternannten Künstler rumlaufen sieht. Seit es digitale Fotokameras gibt, ist wohl auch die Verbreitung der Fotokunst und der damit verbundenen „Künstler“ explodiert. Es vergeht kaum eine Woche in der nicht eine Ausstellung eines weiteren Fotokünstlers eröffnet wird – selbst in unserer oberfränkischen Provinz. Erstaunlich dabei ist, dass sich auch immer Publikum findet und sei es der versammelte Freundeskreis samt persönlichem Versicherungsvertreter, der sonst Angst hat bei Nichterscheinen alle Verträge des Künstlers zu verlieren.

Und was da so an der Wand hängt erstaunt oft zutiefst und man fragt sich, wo diese Kurse angeboten werden, in denen das Ego und Selbstbewusstsein so überdimensional aufgebaut werden kann. Da werden höchstkreative und gleichzeitig höchst unscharfe „Lichtgemälde“ präsentiert welche „die Dynamik und Schnelllebigkeit der Gegenwart“ in verwischten Aufnahmen, der Beine laufender Menschen manifestiert – in der Hofer Fußgängerzone samt Deichmann im Hintergrund …